kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30
85/100
Punkte

Grundlage sind veröffentlichte Konditionen und Leistungsangaben

Brevo (ehemals Sendinblue) hat sich als die europäische Alternative zu Mailchimp etabliert. Die französische All-in-One-Plattform vereint E-Mail-Marketing, SMS-Kampagnen, WhatsApp-Business, CRM und Transaktions-E-Mails unter einem Dach. Mit dem Preismodell nach Versandvolumen statt nur nach Kontaktanzahl und Servern in der EU ist Brevo besonders für Unternehmen mit großen Kontaktlisten und wenigen Mailings attraktiv. In unserer 100-Punkte-Bewertung prüfen wir, ob Brevo den Allround-Anspruch erfüllt.

Die Highlights unserer Brevo Bewertung

  • Brevo erreicht in unserer Bewertung 85/100 Punkte.
  • Free: bis 100.000 Kontakte und 300 E-Mails pro Tag.
  • All-in-One: E-Mail, SMS, WhatsApp, CRM und Transaktions-Mails.
  • EU-Server mit DSGVO-konformem AV-Vertrag.

1 Funktionsumfang & Automation

28/32
Punkte
Brevo bietet einen modernen Drag-and-Drop-Editor mit über 60 Templates und eine intuitive HTML-Bearbeitung. Das Brand-Design-Feature analysiert die eigene Website und erstellt automatisch passende Templates. Der Editor ist flüssig und modern gestaltet – deutlich zeitgemäßer als bei CleverReach. Die Marketing-Automation ist ein Highlight: Der visuelle Workflow-Builder ermöglicht komplexe mehrstufige Kampagnen mit Bedingungen, Splits und Wartezeiten – in vollem Umfang allerdings erst ab dem Standard-Tarif (15 €/Monat). E-Commerce-Trigger (Warenkorb-Abbrecher, Nachkauf-Mails) funktionieren mit Shopify und WooCommerce out of the box. Lead-Scoring basiert auf Öffnungen, Klicks und Website-Besuchen. A/B-Testing für Betreffzeilen und Inhalte gibt es ebenfalls ab Standard. Das integrierte CRM (Contact Relationship Management) ermöglicht Deal-Pipelines und Aufgabenverwaltung – ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das sonst separate Software erfordert. Punktevergabe (28/32): Moderner Editor, starke Automation mit CRM-Integration und gute A/B-Tests. Abzug für die geringere Template-Auswahl (60 vs. 100+ bei CleverReach) und das weniger ausgereifte Lead-Scoring.

2 Zustellbarkeit & E-Mail-Infrastruktur

15/18
Punkte
Brevo versendet standardmäßig über Shared-IP-Pools; eigene Zustellraten-Messungen führt kosten.org nicht durch. SPF, DKIM und DMARC sind vollständig konfigurierbar mit detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Dedizierte IP-Adressen gibt es in den höheren Tarifen bzw. als Zusatzoption. Brevo bietet zudem einen integrierten Transaktions-E-Mail-Service (SMTP Relay), der für Bestätigungs-E-Mails, Passwort-Resets und Rechnungen genutzt werden kann. Die Bounce-Verarbeitung und automatische Listenhygiene funktionieren zuverlässig. Der integrierte Spam-Checker prüft E-Mails vor dem Versand auf potenzielle Probleme und gibt Verbesserungsvorschläge. Punktevergabe (15/18): Solide Zustellbarkeits-Werkzeuge mit integriertem Transaktions-Service. Leichter Abzug, weil im Standard nur Shared-IPs genutzt werden.

3 DSGVO & Datenschutz

13/16
Punkte
Brevo betreibt seine Server in der EU und bietet einen DSGVO-konformen AV-Vertrag. Double-Opt-in ist konfigurierbar, aber nicht standardmäßig aktiviert – hier muss man aktiv die richtige Einstellung wählen. Die Abmeldefunktion ist rechtskonform implementiert. Als französisches Unternehmen unterliegt Brevo der europäischen DSGVO direkt – kein Umweg über Standard-Vertragsklauseln wie bei US-Anbietern. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich innerhalb der EU. Das Consent-Management dokumentiert die Einwilligungszeitpunkte jedes Kontakts. Für die Impressumspflicht in E-Mails stehen deutsche Vorlagen zur Verfügung, allerdings muss man diese manuell einrichten. Die Benutzeroberfläche ist auf Deutsch verfügbar, einige Hilfe-Artikel existieren jedoch nur auf Englisch. Punktevergabe (13/16): Gute DSGVO-Konformität mit EU-Servern und AV-Vertrag. Abzüge, weil Double-Opt-in nicht standardmäßig aktiv ist und die Impressums-Integration manuell erfolgen muss.

4 Integrationen & Benutzerfreundlichkeit

17/20
Punkte
Brevo glänzt mit über 150 nativen Integrationen: Shopify, WooCommerce, WordPress, Salesforce, HubSpot und viele mehr. Die REST API und Webhooks sind umfangreich dokumentiert und ermöglichen tiefgreifende individuelle Anbindungen. Zapier-Integration erweitert die Möglichkeiten auf tausende weitere Tools. Die Benutzeroberfläche ist modern und intuitiv – das Onboarding führt neue Nutzer mit einem assistentengestützten Setup durch die Ersteinrichtung. Die Lernkurve ist gering, allerdings kann die Vielzahl der Funktionen (E-Mail, SMS, CRM, Chat) anfangs überwältigend wirken. Die All-in-One-Philosophie ist Stärke und Schwäche zugleich: Wer alles aus einer Hand will, spart sich multiple Abonnements. Wer nur Newsletter versenden will, bezahlt implizit für ungenutzten Funktionsumfang. Punktevergabe (17/20): Hervorragende Integrationsvielfalt und modernes UI. Abzüge für die potenziell überwältigende Funktionsdichte und englischsprachige Hilfe-Artikel.

5 Preis & Tarife

12/14
Punkte
Brevo rechnet – wie auch Mailjet – nach Versandvolumen statt nur nach Kontaktanzahl ab (Stand Oktober 2026, laut brevo.com, monatliche Zahlung): Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu 100.000 Kontakte und 300 E-Mails pro Tag. Starter kostet 7 € für 5.000 E-Mails im Monat (Kontaktgrenze 500), 14 € für 10.000 E-Mails (1.500 Kontakte), 21 € für 15.000 E-Mails (2.500 Kontakte) und 28 € für 20.000 E-Mails (bis 500.000 Kontakte). Volle Marketing-Automation und A/B-Tests gibt es ab Standard (15 €/Monat). Bei jährlicher Zahlung sinkt der Preis um 10 %. Ob die Preise netto oder brutto gelten, weist die Preisseite nicht aus. Für große Listen mit wenigen Mailings ist das Modell attraktiv: 10.000 Kontakte mit zwei Newslettern im Monat kosten bei Brevo 28 €, bei CleverReach Pro 129 € netto. Bei wöchentlichem Versand schrumpft der Vorteil, weil das Mailvolumen mitwächst. In Free und Starter erscheint das Brevo-Logo in jeder E-Mail; im Starter lässt es sich für 9 € pro Monat entfernen. Punktevergabe (12/14): Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis dank Volumen-basiertem Modell und großzügigem Free-Tarif. Abzug für Logo und Kontaktgrenzen in den kleinen Stufen.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Preis nach Versandvolumen – ideal für große Listen
  • Free: bis 100.000 Kontakte, 300 E-Mails/Tag
  • All-in-One: E-Mail, SMS, WhatsApp, CRM
  • 150+ native Integrationen
  • EU-Server mit AV-Vertrag
  • Integrierter Transaktions-E-Mail-Service

Nachteile

  • Double-Opt-in nicht standardmäßig aktiv
  • Brevo-Logo in Free und Starter (Entfernen +9 €/Monat)
  • Volle Automation und A/B-Tests erst ab Standard
  • Kontaktgrenzen in den kleinen Starter-Stufen

Fazit: Brevo in der Bewertung

85/100
Sehr Gut (1,8)

Brevo erreicht 85 von 100 Punkten: Das Volumen-basierte Preismodell macht Brevo für Unternehmen mit großen Kontaktlisten und wenigen Mailings sehr günstig (Starter ab 7 € pro Monat). Die All-in-One-Plattform mit E-Mail, SMS, CRM und Transaktions-Mails spart multiple Abonnements. Für Datenhaltung in Deutschland empfehlen wir jedoch CleverReach.

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