Node.js braucht einen dauerhaft laufenden Prozess – klassisches PHP-Shared-Hosting reicht dafür in aller Regel nicht. Zur Wahl stehen ein eigener VPS mit Root-Zugriff oder eine PaaS-Plattform, die Build und Betrieb übernimmt.
Preise: Einstiegstarife laut Anbieter-Websites, Stand September 2026. Verbrauchsbasierte Tarife können je nach Last deutlich darüber liegen.
Warum klassisches Webhosting für Node.js meist nicht reicht
Klassisches Shared Hosting ist für PHP gebaut: Der Webserver startet pro Anfrage einen kurzlebigen Prozess. Eine Node.js-Anwendung ist dagegen ein dauerhaft laufender Prozess, der einen Port belegt, im Speicher bleibt und bei einem Absturz automatisch neu gestartet werden muss.
Deshalb brauchst du entweder einen VPS mit Root-Zugriff (Hetzner, IONOS, Vultr) oder eine PaaS-Plattform (Railway, Render, Fly.io), die den Prozess für dich verwaltet. Ein paar Hoster bieten Node.js auch im Shared Hosting an – meist über cPanel mit Passenger, aber mit stark begrenztem RAM und alten Node-Versionen.
VPS oder PaaS – was ist günstiger?
VPS: fester Monatspreis, volle Kontrolle, aber du kümmerst dich selbst um Updates, Reverse Proxy (nginx/Caddy), TLS-Zertifikate und Prozess-Manager (PM2, systemd). Ab etwa 4 €/Monat bekommst du eine Maschine, auf der mehrere kleine Apps parallel laufen. Das ist bei mehr als zwei Projekten fast immer die günstigste Variante.
PaaS: du pushst Code, die Plattform baut und startet ihn. Kostet bei einer einzelnen kleinen App ähnlich viel, wird aber teuer, sobald die App dauerhaft Last hat – Verbrauchsabrechnung nach CPU- und RAM-Sekunden summiert sich schnell. Dafür sparst du Wartungszeit und bekommst Rollbacks, Preview-Deployments und Managed-Datenbanken.
Faustregel: Ein Projekt und wenig Zeit → PaaS. Mehrere Projekte oder Dauerlast → VPS.
Worauf du bei Node.js-Hosting achten solltest
- Node-Version – aktuelle LTS-Version (aktuell Node 22/24) muss verfügbar und wechselbar sein.
- Arbeitsspeicher – Node braucht spürbar mehr RAM als PHP. Unter 1 GB wird es bei Build-Prozessen eng, 2 GB sind ein realistisches Minimum für Produktion.
- WebSockets & lange Verbindungen – nicht jede Plattform unterstützt dauerhafte Verbindungen; Serverless-Umgebungen wie Vercel Functions grundsätzlich nur eingeschränkt.
- Cold Starts – Plattformen, die auf null herunterskalieren, brauchen bei der ersten Anfrage nach einer Pause spürbar länger.
- Datenbank in derselben Region – eine Managed-DB in einer anderen Region kostet pro Query zweistellige Millisekunden.
- Build-Minuten – bei PaaS-Anbietern oft ein eigenes Kontingent, das extra abgerechnet wird.
- Serverstandort – Frankfurt oder Deutschland für Latenz in DACH und einfache DSGVO-Dokumentation.
Häufige Fragen
Was kostet Node.js-Hosting?
Kann ich Node.js auf normalem Webhosting betreiben?
Welches Hosting eignet sich für Next.js?
Wie halte ich eine Node-App dauerhaft am Laufen?
Brauche ich Docker für Node.js-Hosting?
Quellen und weiterführende Informationen
Für diesen Vergleich haben wir folgende unabhängige Tests und offizielle Quellen ausgewertet:
- Node.js: Release-Zeitplan (LTS)
- Node.js: Best Practices für Produktion
- PM2: Prozess-Manager Dokumentation
Letzte Aktualisierung: September 2026
Konstantin Botschmanowski
Finanzexperte ✓ VerifiziertGründer von kosten.org. Als ehemaliger Kundenberater bei einem Online Broker und aktiver Trader mit über 10 Jahren Erfahrung in den Finanzmärkten teste ich regelmäßig Depots, Broker und Finanzprodukte. Mein Fokus: Transparente Vergleiche ohne versteckte Kosten!