Depot Vergleich 2026

Finden Sie den passenden Online-Broker für Ihre Strategie. 29 Broker verglichen: Aktien, ETFs, Crypto, Optionen & mehr.

Ab 0€ Gebühr
ETF-Sparpläne
EU-regulierte Anbieter

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500€ 25.000€ 50.000€
1 50 100
Günstigster Broker
Traders Place
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Alle Broker im Vergleich 29 Broker

GÜNSTIGSTER
Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
ab 0€
Sparpläne
4.236
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Futures
Zum Anbieter *
Neukundenbonus: Neukunden haben die Möglichkeit, sich einen Bonus von 60 Euro bei Eröffnung eines Traders Place Depots zu sichern. Der Kunde muss innerhalb von 45 Tagen ab Depoteröffnung mind. 3 Wertpapiertransaktionen mit einem Volumen von mind. 100 Euro tätigen. Der Neukundenbonus in Höhe von 60 Euro wird innerhalb von sechs Wochen nach Erfüllung der Bedingungen in Form von Anteilen des Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF direkt in das Depot eingebucht. Das Depot muss zum Zeitpunkt der Prämienzuteilung noch aktiv sein und einen positiven Portfoliowert (Depot- zzgl. Kontosaldo) von mind. 1.000 Euro ausweisen. Weitere Informationen auf der Webseite des Anbieters.
Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs
Zum Anbieter *

XTB

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
bis 100k mtl.
Sparpläne
5.200
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto CFD Forex
Zum Anbieter *
Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
Provisionsfrei
Sparpläne
2.200
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto
Zum Anbieter *

justTRADE

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
0€ Ordergebühr
Sparpläne
290
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto
Zum Anbieter *

quirion

Robo-Advisor

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
Digital-Paket
Sparpläne
100
kostenlos
Assets
ETFs
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OSKAR

ETF-Portfolio

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
Robo: 0,8–1,0 % p.a. Verwaltung
Sparpläne
50
kostenlos
Assets
ETFs
Zum Anbieter

Fidelity

FondsDepot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
0€
0€ bei Sparplan
Sparpläne
500
kostenlos
Assets
ETFs
Zum Anbieter
Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
1€
Fremdkostenpauschale
Sparpläne
5.000
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto
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Neukundenbonus: 2,5 % p.a. Zinsen auf Guthaben (variabel, Stand 10/2026)

CapTrader

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
2€
ab 2$ / 2€
Sparpläne
1.300
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Optionen Futures CFD
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FR

Freedom24

Smart-Konto

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
2€
ab 2€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs Optionen
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AGORA direct

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
3,85€
0,12%, min. 3,85€ (XETRA)
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs Optionen Futures CFD +1
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ARMO Broker

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
3,9€
0,12%, min. 3,90€ (XETRA)
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs
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MeinBroker

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
3,9€
ab ~3,90€ (XETRA, IB-Basis)
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs CFD Forex
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ING

Direkt-Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
4,9€
+ 0,25%
Sparpläne
900
kostenlos
Assets
Aktien ETFs
Zum Anbieter

LYNX

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
5,8€
ab 5,80€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs Optionen Futures CFD
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flatex

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
5,9€
Flatrate
Sparpläne
6.000
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto
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S Broker

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
8,99€
Mindestprovision
Sparpläne
500
kostenlos
Assets
Aktien ETFs
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Postbank

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
9,95€
ab 9,95€ (bis 1.200€ Volumen)
Sparpläne
470
kostenlos
Assets
Aktien ETFs
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Sparkassen Broker

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
11,4€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs CFD Forex
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Consorsbank

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
23,4€
über Tradegate, zzgl. Spread
Sparpläne
1.000
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Futures CFD
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Joe Broker

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
40,8€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs
Zum Anbieter *

Scalable Capital

FREE Broker

Depotgebühr
59,88€
pro Jahr
Orderkosten
53,88€
pro Trade
Sparpläne
7.500
kostenlos
Assets
Aktien ETFs Crypto
Zum Anbieter *
Neukundenbonus: 2,6 % p.a. Tagesgeld (variabel, Stand 10/2026)

Smartbroker+

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
54€
über gettex
Sparpläne
1.100
kostenlos
Assets
Aktien ETFs
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WH SelfInvest

Trading-Konto

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
54€
Spread-basiert
Sparpläne
Assets
Aktien Futures CFD Forex
Zum Anbieter *

HMP Brokers

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
78€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs Futures CFD Forex
Zum Anbieter *

DKB

Broker

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
120€
Pauschalpreis
Sparpläne
800
kostenlos
Assets
Aktien ETFs
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TARGOBANK

Klassik-Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
150€
0,25%, min. 8,90€ + Börsenplatz
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs Futures
Zum Anbieter *

Postbank

Depot

Depotgebühr
0€
pro Jahr
Orderkosten
359,4€
Sparpläne
Assets
Aktien ETFs
Zum Anbieter *

Transparenz-Hinweis: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate-Links. Wir erhalten eine Provision, wenn Sie über diese Links ein Depot eröffnen – für Sie entstehen keine Mehrkosten. Dies ermöglicht uns, diesen Vergleich kostenlos anzubieten. Konditionen der Broker aus dem Partner-Feed werden laufend aktualisiert, redaktionelle Angaben: Stand Oktober 2026.

Was ist ein Depot und warum brauche ich eines?

Ein Wertpapierdepot (kurz: Depot) ist ein Konto, auf dem Ihre Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Anleihen und Fonds verwahrt werden. Ähnlich wie ein Girokonto für Ihr Bargeld ist das Depot der sichere Aufbewahrungsort für Ihre Investments. Ohne ein Depot können Sie in Deutschland keine börsengehandelten Aktien oder ETFs kaufen. Zu jedem Depot gehört ein Verrechnungskonto, über das Käufe, Verkäufe, Dividenden und Steuern abgerechnet werden.

Die Wahl des Depots kann über die Jahre einen spürbaren Kostenunterschied ausmachen. Ein Anleger, der monatlich 500 € in einen ETF-Sparplan investiert, zahlt bei einer Ausführungsgebühr von 1,5 % rund 90 € pro Jahr – bei einem Broker mit kostenloser Sparplanausführung 0 € (Produktkosten des ETF und Spreads fallen in beiden Fällen zusätzlich an).

Tipp: Ohne Grundgebühr starten

Neo-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital (Modell FREE) verlangen keine Depotgebühr; kostenlos ist dort vor allem die Sparplanausführung. Für einzelne Orders fallen meist rund 1 € an.

Die wichtigsten Funktionen eines Depots

  • Verwahrung: Sichere Aufbewahrung Ihrer Wertpapiere
  • Handel: Kauf und Verkauf von Aktien, ETFs, Fonds und mehr
  • Sparpläne: Automatische, regelmäßige Investitionen
  • Dividenden: Automatische Gutschrift von Ausschüttungen
  • Steuerreporting: Jahressteuerbescheinigung für die Steuererklärung

Die Wertpapiere selbst gehören Ihnen und werden als Sondervermögen verwahrt – sie fallen bei einer Insolvenz des Brokers nicht in die Insolvenzmasse. Für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto gilt: Liegt es bei einer Bank in der EU, greift die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank. Broker ohne eigene Banklizenz (z. B. Vermittler, deren Konten bei Interactive Brokers Ireland liegen) fallen dagegen unter die Anlegerentschädigung: Das irische Investor Compensation Scheme ersetzt 90 % des Verlusts, höchstens 20.000 €. Schauen Sie deshalb nach, bei welchem Institut Ihr Geld tatsächlich liegt.

Person verfolgt Kursentwicklung Person verfolgt Kursentwicklung

Orderkosten im Vergleich – Die Infografik

Der größte Kostenfaktor beim Wertpapierhandel sind die Ordergebühren. Diese variieren je nach Broker erheblich. Die Grafik zeigt die Orderprovision einiger bekannter Anbieter bei einem Ordervolumen von 1.000 € (Standard-Handelsplatz bzw. Standardmodell):

Orderkosten pro 1.000€ Order

Trade Republic 1€
Scalable Capital (FREE) 0,99€
finanzen.net zero 0€
ING (4,90 € + 0,25 %) 7,40€

Basis: 1.000 € Ordervolumen. Stand: Oktober 2026. Ohne Handelsplatzentgelte und Spreads. Scalable FREE: Käufe von ETFs der Anbieter Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers ab 250 € kosten 0 €. finanzen.net zero: Mindestordervolumen und Spread beachten.

Rechenbeispiel

64 €

Unterschied pro Jahr

Bei 10 Orders à 1.000 € zahlen Sie bei ING rund 74 € Orderprovision, bei Trade Republic 10 €. Mit größeren Orders oder Filialbank-Preisen wächst der Abstand deutlich.

Achtung: Versteckte Kosten

Achten Sie nicht nur auf die Ordergebühren! Börsenplatzgebühren, Fremdkosten und Spread können die tatsächlichen Kosten deutlich erhöhen.

Welche Arten von Depots gibt es?

Der deutsche Markt bietet verschiedene Depot-Typen für unterschiedliche Anlegerprofile. Die Wahl hängt von Ihren Bedürfnissen, Ihrem Handelsvolumen und Ihren bevorzugten Anlagestrategien ab.

Depot-Typen im Überblick

TypBeispieleKostenIdeal für
Neo-BrokerTrade Republic, Scalable0-1€/OrderEinsteiger, ETF-Sparer
Online-Broker / DirektbankenING, Consorsbank, DKBca. 5–15 €/OrderAnleger, die viele Handelsplätze und ein Konto aus einer Hand wollen
Profi-BrokerCapTrader, LYNXca. 2–6 €/OrderAktive Trader, Optionen, Auslandsbörsen
FilialbankenSparkasse, Volksbankoft prozentual mit Mindestgebühr, je Institut verschiedenPersönliche Beratung

Neo-Broker (Trade Republic, Scalable Capital)

Neo-Broker sind moderne, meist App-basierte Broker mit minimalen Gebühren. Sie bieten 0 € Depotführung und Ordergebühren von meist 0–1 €. Geeignet für kostenbewusste Anleger und ETF-Sparer. Einschränkung: Oft stehen nur ein oder zwei außerbörsliche Handelsplätze zur Verfügung.

Trade Republic (Trade Republic Bank GmbH, eigene Banklizenz) bietet Aktien, ETFs, Derivate und Kryptowährungen, kostenlose Sparpläne und eine Fremdkostenpauschale von 1 € pro Order. Guthaben wird variabel verzinst (Stand 10/2026: 2,5 % p.a. laut Anbieter). Der Aktienhandel läuft im Wesentlichen über die LS Exchange (Lang & Schwarz), was bei illiquiden Titeln zu größeren Spreads führen kann.

Scalable Capital (Scalable Capital Bank GmbH) bietet zwei Broker-Modelle: FREE (0 € Grundgebühr, 0,99 € pro Trade; Käufe von ETFs der Anbieter Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers ab 250 € kosten 0 €) und PRIME+ (4,99 € im Monat, Trading-Flatrate: 0 € pro Trade ab 250 € Ordervolumen auf gettex und European Investor Exchange, darunter 0,99 €). Sparplanausführungen sind in beiden Modellen kostenlos; Orders über Xetra kosten 3,99 € zzgl. Handelsplatzgebühr. Guthaben wird laut Anbieter mit 2,60 % p.a. verzinst (variabel, Stand 10/2026). Ab etwa fünf Trades pro Monat kann PRIME+ günstiger sein als FREE. Zusätzlich gibt es eine Vermögensverwaltung (Robo-Advisor).

Vorteile Neo-Broker

  • ✓ Niedrige Ordergebühren (meist 0–1 €)
  • ✓ Keine Depotführungsgebühren
  • ✓ Kostenlose ETF-Sparpläne
  • ✓ Mobile-First mit intuitiven Apps
  • ✓ Schnelle Kontoeröffnung (VideoIdent)

Nachteile Neo-Broker

  • ✗ Nur 1-2 Handelsplätze verfügbar
  • ✗ Eingeschränkte Ordertypen
  • ✗ Support oft nur per Chat oder E-Mail
  • ✗ Weniger Analyse-Tools
  • ✗ Teils größere Spreads bei Nischentiteln

Online-Broker (ING, Consorsbank)

Die etablierten Online-Broker bieten ein breites Produktangebot mit Zugang zu den deutschen Börsen und vielen Auslandsbörsen. Die Kosten pro Order liegen meist höher als bei Neo-Brokern (häufig Grundgebühr plus Prozentsatz vom Kurswert, zzgl. Handelsplatzentgelt), dafür gibt es telefonischen Kundenservice und oft ein Girokonto aus einer Hand. Viele bieten außerdem Direkthandel-Aktionen mit reduzierten Gebühren.

Profi-Broker (CapTrader, LYNX)

Für aktive Trader und professionelle Anleger bieten diese Broker Zugang zu globalen Märkten, Optionen, Futures und marginierten Konten. Die Ordergebühren sind niedrig, aber die Komplexität ist höher. CapTrader und LYNX sind Vermittler (Introducing Broker) von Interactive Brokers: Ihr Konto liegt bei Interactive Brokers Ireland, abgesichert über das irische Investor Compensation Scheme (90 % des Verlusts, max. 20.000 €) – nicht über die deutsche Einlagensicherung.

Worauf sollte ich bei der Depot-Wahl achten?

Bei der Auswahl des richtigen Depots sollten Sie mehrere Faktoren berücksichtigen. Die günstigsten Gebühren nützen nichts, wenn der Broker nicht zu Ihrer Anlagestrategie passt.

Spar-Tipp: Mehrere Depots nutzen

Es ist völlig legal und oft sinnvoll, mehrere Depots bei verschiedenen Brokern zu führen. So nutzen Sie die Stärken jedes Anbieters optimal aus.

Ordergebühren und Handelskosten

Die Ordergebühren sind der größte Kostenfaktor für aktive Trader. Sie bestehen meist aus einer Grundgebühr plus einem prozentualen Anteil vom Ordervolumen. Viele Neo-Broker verlangen pauschal 0–1 € pro Order; bei Monatsmodellen (z. B. Scalable PRIME+) ist der Handel ab einem Mindestvolumen in der Grundgebühr enthalten.

Sparplan-Kosten

Für langfristige Anleger sind die Sparplan-Kosten entscheidend. Viele moderne Broker führen ETF-Sparpläne kostenlos aus, oft schon ab 1 € bis 25 € Mindestrate. Bei 200€ monatlicher Sparrate summieren sich selbst 1,5% Gebühren auf 36€ pro Jahr.

Produktangebot

Nicht jeder Broker bietet alle Anlageklassen an. Neo-Broker fokussieren sich meist auf Aktien, ETFs und teilweise Kryptowährungen. Online-Broker bieten zusätzlich Anleihen, Fonds und Zertifikate. Profi-Broker wie CapTrader oder LYNX ermöglichen auch den Handel mit Optionen, Futures und CFDs. Überlegen Sie vorab, welche Produkte Sie heute und in Zukunft handeln möchten.

Handelsplätze und Börsen

Die Anzahl der verfügbaren Handelsplätze beeinflusst die Preisqualität Ihrer Orders. Neo-Broker bieten meist nur einen oder wenige Handelsplätze (z. B. LS Exchange, gettex), während klassische Online-Broker Zugang zu allen deutschen Börsen (Xetra, Frankfurt, Stuttgart, Tradegate) sowie internationalen Märkten (NYSE, NASDAQ) ermöglichen. Bei größeren Orders oder weniger liquiden Werten kann der Spread je nach Handelsplatz mehr ausmachen als die Ordergebühr – ein Blick auf Geld- und Briefkurs vor der Order lohnt sich.

Benutzerfreundlichkeit und Apps

Die Benutzeroberfläche sollte intuitiv und zu Ihrem Erfahrungslevel passen. Einsteiger profitieren von einfachen Apps wie Trade Republic, die den Fokus auf wenige Funktionen legen. Erfahrene Trader benötigen professionelle Charting-Tools, verschiedene Ordertypen (Limit, Stop-Loss, Trailing-Stop) und Echtzeitkurse. Einige Broker bieten kostenlose Demo-Konten an – nutzen Sie diese vor der Kontoeröffnung.

Kundenservice und Support

Bei Problemen ist guter Kundenservice Gold wert. Neo-Broker setzen vor allem auf Chat- und E-Mail-Support, während klassische Broker meist telefonische Hotlines haben. Prüfen Sie die Support-Zeiten und lesen Sie Erfahrungsberichte zur Reaktionsgeschwindigkeit. Besonders bei Depotüberträgen oder Steuerfragen ist schneller Support wichtig.

Depot eröffnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Eröffnung eines Depots ist heute vollständig digital möglich und dauert in der Regel nur 10-15 Minuten. Hier ist der typische Ablauf:

  1. Broker auswählen: Vergleichen Sie Kosten, Produktangebot und Benutzerfreundlichkeit
  2. Online-Antrag ausfüllen: Persönliche Daten, Steuer-ID und Beruf angeben
  3. Identitätsprüfung: Per VideoIdent (wenige Minuten) oder PostIdent (1-2 Tage)
  4. Depot wird freigeschaltet: Meist innerhalb von 1-2 Werktagen
  5. Geld einzahlen: Verrechnungskonto per Überweisung aufladen

Welche Dokumente benötige ich?

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID)
  • IBAN für das Referenzkonto

Depotübertrag: So geht's

Ein Depotübertrag von einem Broker zum anderen ist für Sie in der Regel kostenlos und dauert meist 1–4 Wochen. Der neue Broker übernimmt den Prozess für Sie. Der Bundesgerichtshof hat 2004 Entgeltklauseln für den Depotübertrag für unwirksam erklärt (Az. XI ZR 200/03); bei ausländischen Lagerstellen können allerdings Fremdkosten anfallen. Ein Wechsel ist besonders sinnvoll, wenn Sie bei einem teuren Anbieter sind oder bessere Konditionen möchten.

Checkliste: Broker-Wechsel in 8 Schritten

1

Neuen Broker auswählen

Vergleichen Sie Gebühren, Produktangebot und Benutzerfreundlichkeit

2

Depot bei neuem Broker eröffnen

Online-Antrag + VideoIdent, dauert ca. 10-15 Minuten

3

Depotauszug vom alten Broker anfordern

ISIN, Anzahl und Einstandskurse aller Wertpapiere

4

Übertragungsauftrag beim neuen Broker stellen

Die meisten Broker bieten Online-Formulare an

5

Laufende Sparpläne anpassen

Alte Sparpläne beenden, neue beim neuen Broker anlegen

6

Freistellungsauftrag übertragen

Beim alten Broker kündigen, beim neuen einrichten

7

Übertrag abwarten (1-4 Wochen)

Während dieser Zeit nicht handelbar, also Geduld!

8

Einstandskurse prüfen

Wichtig für die Steuerberechnung – ggf. korrigieren lassen

Tipp: Teilübertrag möglich

Sie müssen nicht alle Wertpapiere übertragen! Ein Teilübertrag ist möglich. Sinnvoll, wenn Sie z.B. exotische Wertpapiere behalten möchten, die der neue Broker nicht führt.

Steuern und Depot: Was Sie wissen müssen

Gewinne aus Wertpapiergeschäften unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und ggf. Kirchensteuer. Das ergibt 26,375 % ohne und rund 27,8 bis 28 % mit Kirchensteuer. Für Anleger ist es wichtig, die verschiedenen Steuerarten zu verstehen und optimal zu nutzen.

Freistellungsauftrag nutzen

Jeder Anleger hat einen Sparerpauschbetrag von 1.000€ pro Jahr (2.000€ für Ehepaare). Bis zu diesem Betrag bleiben Kapitalerträge steuerfrei. Richten Sie unbedingt einen Freistellungsauftrag bei Ihrem Broker ein! Bei mehreren Depots oder Konten können Sie den Betrag auf mehrere Freistellungsaufträge aufteilen – insgesamt darf er aber nicht überschritten werden.

Die Vorabpauschale bei ETFs

Seit 2018 werden thesaurierende ETFs jährlich mit der Vorabpauschale besteuert. Diese berechnet sich aus dem Fondswert am Jahresanfang, 70 % des jährlich vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Basiszinses und ist auf die tatsächliche Wertsteigerung des Jahres begrenzt. Bei negativem Basiszins (für 2021 und 2022) betrug sie 0 €; seit dem Anstieg des Basiszinses (Jahre 2023 bis 2025: 2,55 %, 2,29 % und 2,53 %) fällt sie wieder spürbar an. Der Broker zieht die Steuer Anfang des Folgejahres automatisch vom Verrechnungskonto ab – achten Sie auf ausreichendes Guthaben oder einen Freistellungsauftrag.

Quellensteuer bei ausländischen Dividenden

Bei Dividenden aus dem Ausland fällt oft Quellensteuer im Ursprungsland an. Die USA erheben z. B. 15 % (mit Doppelbesteuerungsabkommen und hinterlegtem Formular W-8BEN). Die Quellensteuer wird bis zur Höhe des Abkommenssatzes auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet; deutsche Broker erledigen das automatisch. Liegt der einbehaltene Satz darüber (z. B. Schweiz 35 %, anrechenbar 15 %), müssen Sie die Differenz selbst im Quellenstaat zurückfordern.

Verlustverrechnung nutzen

Verluste können mit Gewinnen verrechnet werden und reduzieren so Ihre Steuerlast. Wichtig: Aktienverluste können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden, andere Verluste (ETFs, Fonds) dagegen mit allen Kapitalerträgen. Nicht verrechnete Verluste trägt der Broker automatisch ins nächste Jahr vor. Wer Verluste mit Gewinnen bei einem anderen Broker verrechnen will, beantragt bis 15. Dezember eine Verlustbescheinigung und macht sie in der Steuererklärung geltend.

Steuer-Tipp: Optimale Nutzung des Freibetrags

Wer den Sparerpauschbetrag nicht ausschöpft, kann gegen Jahresende Anteile mit Kursgewinn verkaufen und direkt wieder kaufen. So werden Gewinne steuerfrei im Rahmen des Freibetrags realisiert und der Einstandskurs steigt (oft „Steuer-Reset" genannt). Das ist legal; Ordergebühren und Spreads sollten den Effekt aber nicht aufzehren.

Automatischer Steuerabzug

Deutsche Broker führen die Steuern automatisch an das Finanzamt ab. Sie müssen sich um nichts kümmern. Nach Jahresende erhalten Sie eine Jahressteuerbescheinigung. Deren Werte können Sie in der Anlage KAP Ihrer Steuererklärung angeben, falls Sie Günstigerprüfung beantragen oder überzahlte Steuern zurückfordern möchten.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches Depot passt für Anfänger?

Für Einsteiger zählen vor allem: keine Depotgebühr, kostenlose ETF-Sparpläne, eine verständliche App und eine Einlagensicherung für das Verrechnungskonto. Diese Punkte erfüllen viele Neo-Broker, etwa Trade Republic oder Scalable Capital, aber auch einige Direktbanken. Vergleichen Sie zusätzlich Mindestsparrate, ETF-Auswahl und Handelsplätze.

Wie sicher ist mein Geld im Depot?

Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören auch bei einer Insolvenz des Brokers Ihnen (Kursrisiken trägt natürlich weiterhin der Anleger). Guthaben auf dem Verrechnungskonto bei einer EU-Bank ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt. Bei Wertpapierfirmen ohne Banklizenz bzw. Konten bei Interactive Brokers Ireland gilt stattdessen eine Anlegerentschädigung von 90 %, max. 20.000 €.

Kann ich mehrere Depots haben?

Ja, Sie können beliebig viele Depots bei verschiedenen Brokern führen. Viele Anleger nutzen z.B. Trade Republic für Sparpläne und CapTrader für Optionshandel.

Was kostet ein Depotübertrag?

Ein Depotübertrag zwischen deutschen Instituten ist für Sie in der Regel kostenlos (BGH, Az. XI ZR 200/03); bei Auslandslagerstellen können Fremdkosten anfallen. Der neue Broker übernimmt den Prozess für Sie. Der Übertrag dauert je nach Broker meist 1–4 Wochen.

ETF-Sparplan oder Einzelaktien – was ist besser?

Breit gestreute ETFs verteilen das Geld automatisch auf hunderte oder tausende Unternehmen und senken so das Einzelwertrisiko; Einzelaktien erfordern mehr Recherche und schwanken stärker. Kursverluste sind bei beiden möglich. Dies ist keine Anlageberatung – welche Form passt, hängt von Anlagehorizont und Risikobereitschaft ab.

Wann muss ich Steuern auf Gewinne zahlen?

Deutsche Broker führen die Abgeltungsteuer (26,375 % inkl. Soli, zzgl. ggf. Kirchensteuer) automatisch ab, wenn Sie Gewinne realisieren, Zinsen oder Dividenden erhalten und bei thesaurierenden Fonds über die Vorabpauschale. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparerpauschbetrag (1.000 € pro Person, 2.000 € bei Zusammenveranlagung) steuerfrei.

Gibt es eine Mindesteinlage bei Brokern?

Die meisten Neo-Broker wie Trade Republic und Scalable Capital haben keine Mindesteinlage. Bei Profi-Brokern können Mindestanforderungen an Einzahlung oder Erfahrung gelten – die Angaben ändern sich, prüfen Sie sie vor der Kontoeröffnung auf der Seite des Anbieters.

Gibt es Negativzinsen auf dem Verrechnungskonto?

Seit der Zinswende zahlen viele Broker wieder positive Zinsen auf das Verrechnungskonto. Laut Anbieterseiten (Stand 10/2026) zahlt Trade Republic 2,5 % p.a. und Scalable Capital 2,60 % p.a. – beide Sätze sind variabel und können sich jederzeit ändern. Negativzinsen („Verwahrentgelte") verlangen die großen Broker derzeit nicht.

Wie werden Dividenden ausgezahlt?

Dividenden werden automatisch auf Ihr Verrechnungskonto gutgeschrieben. Bei deutschen Aktien erfolgt dies meist innerhalb von 1-2 Tagen nach dem Zahltag, bei ausländischen Aktien kann es 2-4 Wochen dauern. Der Broker behält automatisch die Abgeltungssteuer ein.

Trade Republic oder Scalable Capital – was ist besser?

Das hängt vom Handelsverhalten ab. Trade Republic berechnet pauschal 1 € pro Order. Scalable Capital kostet im Modell FREE 0,99 € pro Trade (bestimmte ETF-Käufe ab 250 € gratis); PRIME+ (4,99 €/Monat) enthält Trades ab 250 € Ordervolumen. Bei wenigen Orders im Monat liegen beide gleichauf, ab etwa fünf Orders pro Monat kann PRIME+ günstiger sein. Sparpläne sind bei beiden kostenlos.

KB

Konstantin Botschmanowski

Finanzexperte ✓ Verifiziert

Gründer von kosten.org. Als ehemaliger Kundenberater bei einem Online Broker und aktiver Trader mit über 10 Jahren Erfahrung in den Finanzmärkten bewerte ich regelmäßig Depots, Broker und Finanzprodukte anhand ihrer veröffentlichten Konditionen. Mein Fokus: Transparente Vergleiche ohne versteckte Kosten!

Aktualisiert: Oktober 2026 Redaktionell geprüft 10+ Jahre Finanzmarkt-Erfahrung