Kinderkonto 2026: Früh den Umgang mit Geld lernen
Ein Kinderkonto ist mehr als nur ein Sparkonto – es ist der erste Schritt zur finanziellen Bildung Ihres Kindes. In einer zunehmend bargeldlosen Gesellschaft ist es wichtiger denn je, dass Kinder früh den verantwortungsvollen Umgang mit Geld lernen. Mit modernen Taschengeldkarten wie Bling oder Revolut Junior können Eltern ihren Kindern praktische Finanzbildung vermitteln – begleitet von Echtzeit-Kontrolle und kindgerechten Apps.
Der Markt für Kinderkonten hat sich 2026 grundlegend gewandelt. Neben klassischen Bankkonten wie dem DKB Girokonto u18 oder dem comdirect JuniorGiro gibt es innovative FinTech-Lösungen, die speziell für die Bedürfnisse von Familien entwickelt wurden. Diese verbinden modernste Technologie mit pädagogischen Konzepten zur Finanzerziehung.
Wussten Sie schon?
Laut einer Studie der ING Bank haben Kinder, die früh den Umgang mit eigenem Geld lernen, im Erwachsenenalter ein 40% besseres Spar- und Ausgabeverhalten. Die Einrichtung eines Kinderkontos ab 7 Jahren wird von Finanzexperten empfohlen.
Arten von Kinderkonten: Prepaid vs. Girokonto
Bei Kinderkonten unterscheiden wir grundsätzlich zwei Kategorien:
1. Prepaid-Karten mit App (Bling, Revolut Junior, Pockid)
Prepaid-Lösungen sind keine echten Girokonten, sondern aufladbare Karten mit zugehöriger App. Der Vorteil: Sie können nur das ausgeben, was aufgeladen wurde – eine Überziehung ist unmöglich. Die Eltern haben volle Kontrolle über Ausgabelimits, können Transaktionen in Echtzeit verfolgen und das Geld bei Bedarf sofort sperren.
Besonders hervorzuheben sind die Finanzbildungs-Features: Kinder können durch erledigte Haushaltsaufgaben Taschengeld verdienen, Sparziele setzen und lernen spielerisch den Wert des Geldes kennen. Der Nachteil: Oft sind monatliche Gebühren fällig (typisch 2-3€) und es gibt keine eigene IBAN.
2. Echte Girokonten (DKB u18, comdirect, Commerzbank)
Kinder-Girokonten von etablierten Banken bieten eine eigene IBAN, mit der das Kind Überweisungen empfangen kann. Diese Konten sind in der Regel komplett kostenlos und wachsen mit dem Kind mit. Die Debitkarte ermöglicht kontaktloses Bezahlen, oft weltweit kostenloses Abheben und Apple Pay/Google Pay.
Der Nachteil: Es gibt meist keine speziellen Kinder-Apps mit Finanzbildungs-Features. Das Banking erfolgt über die normale Bank-App der Eltern. Für Familien, die Wert auf pädagogische Funktionen legen, sind Prepaid-Lösungen daher oft die bessere Wahl.
| Merkmal | Prepaid-Karten | Girokonten |
|---|---|---|
| Monatliche Kosten | 0-3€ | Kostenlos |
| Eigene IBAN | ❌ Nein | ✅ Ja |
| Finanzbildung | ✅ Aufgaben & Sparziele | ❌ Keine |
| Eltern-Kontrolle | ✅ Echtzeit | ⚠️ Eingeschränkt |
| Überziehungsschutz | ✅ 100% | ✅ Guthabenbasis |
| Ideal für | Jüngere Kinder | Ältere Kinder/Jugendliche |
Finanzbildung: Warum Kinderkonten so wichtig sind
Die finanzielle Bildung beginnt idealerweise bereits im Grundschulalter. Ein Kinderkonto bietet die perfekte Grundlage:
- Praktisches Lernen: Kinder verstehen den Wert des Geldes, wenn sie eigene Ausgaben tätigen und sehen, wie sich ihr Kontostand verändert.
- Sparziele setzen: Ob neues Spielzeug oder Smartphone – Sparziele motivieren und lehren Geduld.
- Budgetierung: Mit festen Taschengeldzahlungen lernen Kinder, ihr Budget einzuteilen.
- Verantwortung: Die eigene Karte bedeutet auch Verantwortung – Kinder lernen, auf ihre Karte aufzupassen.
- Digitale Kompetenz: Der Umgang mit Banking-Apps bereitet auf die zunehmend digitale Finanzwelt vor.
Eltern-Tipp
Verbinden Sie das Taschengeld mit kleinen Aufgaben im Haushalt. Apps wie Bling und Pockid bieten dafür fertige Aufgaben-Systeme. So lernen Kinder: Geld muss verdient werden. Belohnen Sie nicht nur Pflichten, sondern auch besondere Leistungen wie gute Noten.
Die Top-Anbieter im Detail
Bling Card – Der Finanzbildungs-Champion
Die Bling Card ist eine Prepaid-Mastercard speziell für Kinder ab 7 Jahren. Die Stärke liegt im pädagogischen Konzept: Eltern können Aufgaben erstellen, die das Kind erledigen muss, um Taschengeld zu verdienen. Die Kinder-App ist kindgerecht gestaltet und motiviert zum Sparen. Mit 2,99€/Monat gehört Bling zu den kostenpflichtigen Lösungen, bietet dafür aber den umfangreichsten Funktionsumfang.
Revolut Junior – Die internationale Lösung
Revolut <18 ist ideal für Familien, die bereits Revolut nutzen. Das Junior-Konto wird über die Eltern-App verwaltet und ist im Standard-Abo kostenlos enthalten. Besonders stark: Die weltweite Nutzbarkeit mit günstigen Wechselkursen – perfekt für Reisen. Die virtuelle Karte ist sofort verfügbar, die physische Karte folgt per Post.
DKB Girokonto u18 – Die Bank-Lösung
Das DKB Girokonto u18 ist ein vollwertiges, kostenloses Girokonto mit eigener IBAN. Als Aktivkunde können Kinder weltweit kostenlos Bargeld abheben. Besonderheit: Das Konto kann bereits ab Geburt eröffnet werden – ideal für langfristiges Sparen. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Elternteil ein DKB-Konto hat.
Kinderkonto eröffnen: So funktioniert's
Die Eröffnung eines Kinderkontos erfordert die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten. Folgende Dokumente werden benötigt:
- Ausweis des Kindes (Personalausweis oder Reisepass)
- Geburtsurkunde des Kindes
- Ausweise beider Eltern
- Bei getrennt lebenden Eltern: Vollmacht oder Sorgerechtsbeschluss
Die meisten Anbieter ermöglichen eine komplett digitale Kontoeröffnung via Video-Ident. Bei Prepaid-Lösungen wie Bling oder Revolut Junior ist die Einrichtung meist in weniger als 10 Minuten abgeschlossen – die physische Karte wird dann innerhalb weniger Tage per Post zugestellt.
Sicherheit bei Kinderkonten
Die Sicherheit steht bei allen Anbietern an erster Stelle:
- Überziehungsschutz: Alle Kinderkonten werden auf Guthabenbasis geführt – Schulden sind unmöglich.
- Eltern-Kontrolle: Ausgaben können in Echtzeit verfolgt, Limits gesetzt und Karten sofort gesperrt werden.
- Kontaktlos-Limits: Kleine Beträge können kontaktlos bezahlt werden, für größere Einkäufe ist die PIN erforderlich.
- Online-Zahlungen: Können von Eltern komplett deaktiviert werden.
- Einlagensicherung: Bei echten Girokonten greift die deutsche Einlagensicherung bis 100.000€.
Wichtig
Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Grundregeln: PIN niemals weitergeben, Karte sicher aufbewahren, bei Verlust sofort melden. Die meisten Apps ermöglichen eine Sperrung mit einem Klick in der Eltern-App.
Unsere Empfehlungen 2026
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Letzte Aktualisierung: Januar 2026 | Autorin: Sandra Krüger, Finanzexpertin | Quellen: Anbieter-Websites, eigene Tests