Geschäftskonto Vergleich 2026: Der umfassende Ratgeber für Unternehmer
Die Wahl des richtigen Geschäftskontos ist eine der wichtigsten finanziellen Entscheidungen für Ihr Unternehmen. In diesem umfassenden Vergleich analysieren wir die besten Firmenkonten für GmbH, UG, Einzelunternehmer und Freiberufler – mit transparenten Kostenaufstellungen und Expertenbewertungen. Unser Ziel: Ihnen helfen, das optimale Geschäftskonto für Ihre individuellen Anforderungen zu finden.
Infografik: Geschäftskonto Kosten im Überblick | Quelle: kosten.org Marktanalyse Januar 2026
Was ist ein Geschäftskonto und wer braucht es?
Ein Geschäftskonto (auch Firmenkonto oder Business-Konto genannt) ist ein spezielles Bankkonto, das ausschließlich für geschäftliche Transaktionen genutzt wird. Anders als ein Privatkonto bietet es spezielle Funktionen für Unternehmer: DATEV-Schnittstellen für die Buchhaltung, mehrere Zugangsberechtigungen für Mitarbeiter, Firmenkreditkarten und oft auch integrierte Rechnungstools.
Wichtig zu wissen:
Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) ist ein separates Geschäftskonto gesetzlich vorgeschrieben. Für Einzelunternehmer und Freiberufler ist es nicht Pflicht, aber dringend empfohlen – für saubere Buchhaltung und professionelles Auftreten.
Geschäftskonto Kosten: Was Sie wirklich bezahlen
Die Kosten für ein Geschäftskonto setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Unser Vergleich zeigt: Es gibt erhebliche Unterschiede – von 0€ bei modernen Online-Banken bis zu 50€+ pro Monat bei traditionellen Filialbanken mit Premium-Services.
Die wichtigsten Kostenfaktoren:
- Grundgebühr (Kontoführung): Zwischen 0€ und 40€ pro Monat. Viele Neobanken wie FINOM, N26 Business oder FYRST bieten kostenlose Grundtarife.
- Buchungskosten: Je nach Anbieter 0€ bis 0,50€ pro Transaktion. Bei vielen Anbietern sind 20-300 Buchungen pro Monat inklusive.
- Kartenkosten: Debitkarten meist kostenlos, Firmenkreditkarten ab 0€ bis 30€/Jahr.
- Bargeldabhebungen: Oft limitiert kostenlos (3-5x/Monat), danach 1-3€ pro Abhebung.
- SEPA-Überweisungen: Bei den meisten Anbietern in den Buchungen enthalten.
Online-Bank vs. Filialbank: Was passt zu Ihrem Unternehmen?
Die Entscheidung zwischen einer digitalen Neobank und einer traditionellen Filialbank hängt von Ihren Prioritäten ab:
Online-Banken (FINOM, N26, Holvi)
- • Niedrige bis keine Grundgebühren
- • Schnelle digitale Kontoeröffnung
- • Moderne App mit Buchhaltungs-Integration
- • DATEV-Export oft inklusive
- • Ideal für: Startups, Freelancer, E-Commerce
Filialbanken (Commerzbank, Postbank)
- • Persönliche Beratung vor Ort
- • Bargeldeinzahlung am Schalter
- • Kreditlinien & Finanzierungen
- • Höhere Einlagensicherung
- • Ideal für: Einzelhandel, Gastro, Handwerk
Geschäftskonto für GmbH & UG: Besondere Anforderungen
Für die Gründung einer GmbH oder UG benötigen Sie zwingend ein Geschäftskonto – noch vor der notariellen Beurkundung. Das Stammkapital (25.000€ bei GmbH, ab 1€ bei UG) muss auf dieses Konto eingezahlt werden. Die Bank stellt dann eine Einzahlungsbestätigung aus, die Sie beim Notar vorlegen.
Wichtig: Nicht alle Banken eröffnen Konten für UGs in Gründung. Besonders gut geeignet sind:
- FYRST (Sparkassen-Gruppe) – Spezialisiert auf Gründer, FYRST Base kostenlos
- Qonto – Premium-Features für wachsende GmbHs
- Penta – Multi-User, ideal für Teams
- Commerzbank – Traditionell, mit persönlicher Beratung
Die besten Geschäftskonten für Freiberufler
Als Freiberufler oder Soloselbstständiger haben Sie besonders gute Optionen. Da keine Kapitalgesellschaft vorliegt, akzeptieren die meisten Banken auch ihre günstigsten Tarife. Unsere Top-Empfehlungen:
| Anbieter* | Grundgebühr | Ideal für | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| N26 Business* | 0€/Monat | Minimalisten | 0,1% Cashback |
| FINOM Solo* | 0€/Monat | Buchhaltungs-Fans | DATEV-Export, Rechnungen |
| Kontist* | 0€/Monat | Steuersparer | Automatische Steuerrücklage |
| Holvi* | 0€/Monat | Kreativschaffende | Integrierte Rechnungen |
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DATEV-Export: Warum dieser Feature so wichtig ist
Der DATEV-Export ist eine standardisierte Schnittstelle, die Ihre Kontoumsätze direkt an Buchhaltungsprogramme wie lexoffice, sevDesk oder DATEV Unternehmen Online überträgt. Das bedeutet:
- Zeitersparnis: Keine manuelle Übertragung von Buchungen
- Fehlerreduzierung: Automatisierte Kategorisierung
- Steuerberater-freundlich: Daten im Standardformat
- Echtzeit-Übersicht: Immer aktuelle Finanzdaten
Anbieter mit DATEV-Export: FINOM, FYRST, Qonto, Holvi, Postbank, Commerzbank – im kostenlosen Vergleich oben markiert.
Geschäftskonto eröffnen: So funktioniert's
Die Kontoeröffnung für ein Geschäftskonto ist bei Online-Banken oft in weniger als 15 Minuten erledigt. Was Sie benötigen:
- Personalausweis oder Reisepass – für die Video-Identifikation
- Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug – je nach Rechtsform
- Gesellschaftsvertrag – bei GmbH/UG
- Steuernummer – falls vorhanden
- Nachweis der Geschäftsadresse – bei einigen Anbietern
Tipp für Gründer:
Viele Banken akzeptieren auch eine Gewerbeanmeldung in Bearbeitung. FYRST und FINOM sind besonders gründerfreundlich und ermöglichen die Kontoeröffnung bereits vor der offiziellen Gewerbeanmeldung.
Fazit: Das beste Geschäftskonto 2026
Es gibt nicht das beste Geschäftskonto – sondern das beste für Ihre Situation. Unsere Empfehlungen:
- Für Kostenbewusste: N26 Business, FINOM Solo, Kontist (alle 0€)
- Für GmbH-Gründer: FYRST Base oder Qonto Basic
- Für viele Transaktionen: FYRST Complete (unbegrenzt für 10€)
- Für Bargeld-Branchen: Postbank Business Giro oder Commerzbank
- Für Teams: Penta Advanced oder Qonto Smart
Stand: Januar 2026 | Alle Angaben ohne Gewähr. Die Konditionen können je nach Bonität und Geschäftsmodell variieren. Links mit * sind Affiliate-Links – bei Abschluss erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.