Buchhaltungssoftware 2026: Der große Überblick
Die Digitalisierung der Buchhaltung ist für Freelancer, Selbstständige und Kleinunternehmer längst unverzichtbar. Mit der E-Rechnungspflicht ab 1. Januar 2025 im B2B-Bereich ist moderne Buchhaltungssoftware nicht mehr optional, sondern Pflicht.
Die gute Nachricht: Cloud-basierte Tools wie Sevdesk, Lexware Office oder Papierkram machen die Buchhaltung einfacher denn je. Sie erkennen Belege automatisch per KI, verbinden sich mit Ihrem Bankkonto und erstellen die EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) auf Knopfdruck.
Wichtig: E-Rechnungspflicht 2025
Ab dem 1. Januar 2025 müssen alle B2B-Rechnungen in Deutschland als E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) erstellt werden. Alle hier vorgestellten Tools unterstützen diesen Standard – achten Sie beim Tarifwechsel darauf, dass E-Rechnungen enthalten sind!
Die E-Rechnungspflicht einfach erklärt
Die E-Rechnung ist eine maschinenlesbare Rechnung im Format XRechnung oder ZUGFeRD. Im Gegensatz zur klassischen PDF-Rechnung kann sie vom Empfänger automatisch verarbeitet werden. Alle hier vorgestellten Buchhaltungstools unterstützen mindestens eines dieser Formate.
Für Kleinunternehmer nach §19 UStG gelten Übergangsfristen, aber eine frühzeitige Umstellung lohnt sich – zumal die Software die Erstellung automatisch übernimmt.
Die Top-Anbieter im Detail
Sevdesk: Der Testsieger
Sevdesk ist die umfassendste Lösung und bietet von EÜR bis GuV alles, was Selbstständige brauchen. Die automatische Belegerfassung per KI spart täglich Zeit. Besonders hervorzuheben: die ELSTER-Schnittstelle für die direkte Steuererklärung und der DATEV-Export für den Steuerberater. Ab 9,90€ für Rechnungen, ab 17,90€ für volle Buchhaltung.
Lexware Office (Lexoffice): Preis-Leistungs-Sieger
Lexware Office (ehemals Lexoffice) kommt vom Traditionshaus Haufe-Lexware und punktet mit günstigen Tarifen ab 6,90€. Für Freelancer reicht oft der M-Tarif (11,90€). Die E-Rechnungsfunktion ist allerdings nur im XL-Tarif (32,90€) enthalten – das ist im Vergleich zu Sevdesk ein Nachteil.
Papierkram: Beste Gratis-Option
Papierkram ist ideal für Einsteiger: Der komplett kostenlose Free-Tarif bietet Rechnungen, Zeiterfassung und Projektmanagement. Wer die volle Buchhaltung benötigt, zahlt 19,90€ im M-Tarif. Besonderheit: integrierte Zeiterfassung, die bei Sevdesk und Lexware extra kostet.
Die richtige Wahl für Ihre Situation
Unsere Empfehlungen
- Für Freelancer & Soloselbstständige: Papierkram (Free) oder Sevdesk Rechnung (9,90€)
- Für Kleinunternehmer mit EÜR: Sevdesk Buchhaltung (17,90€) oder Lexware L (19,90€)
- Für GmbH mit GuV/Bilanz: Sevdesk Pro (34,90€) oder BuchhaltungsButler
- Für Preisbewusste: Papierkram M (19,90€) mit Zeiterfassung inklusive
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für Freelancer empfehlen wir Papierkram (kostenlos mit Zeiterfassung) oder Sevdesk Buchhaltung (17,90€). Beide bieten EÜR, Rechnungen und Belegerfassung. Sevdesk hat zusätzlich die ELSTER-Schnittstelle für die direkte Steuererklärung.
Ja, seit dem 1. Januar 2025 sind E-Rechnungen im B2B-Bereich Pflicht. Alle hier vorgestellten Tools unterstützen XRechnung und ZUGFeRD. Bei Lexware Office ist die E-Rechnungsfunktion allerdings nur im XL-Tarif enthalten.
Die EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) ist für Freiberufler und Kleingewerbetreibende. Die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ist Teil der doppelten Buchführung für bilanzierungspflichtige Unternehmen (z.B. GmbH). Sevdesk und BuchhaltungsButler unterstützen beides.
Ja, alle Tools bieten einen DATEV-Export. Damit können Sie Ihre Buchhaltungsdaten direkt an Ihren Steuerberater übermitteln. Sevdesk und Lexware haben zusätzlich einen Steuerberater-Zugang, mit dem Ihr Steuerberater direkt ins System schauen kann.
Letzte Aktualisierung: Januar 2026 | Autor: Thomas Weber, Finanz-Experte bei Kosten.org