Kartenterminal 2026: Kein Geschäft ohne Kartenzahlung
Kartenzahlung ist in Deutschland längst Standard: Über 60% aller Bezahlvorgänge im stationären Handel erfolgen per Karte oder Smartphone. Wer kein Kartenterminal anbietet, verliert Kunden – besonders in Gastronomie, Einzelhandel und bei Dienstleistungen.
Die gute Nachricht: Kartenterminals sind heute günstiger und einfacher als je zuvor. Mobile Kartenleser wie SumUp oder Zettle kosten ab 29€ ohne monatliche Gebühren. Für Geschäfte mit hohem Umsatz können Mietgeräte mit niedrigeren Transaktionsgebühren langfristig günstiger sein.
Marktübersicht 2026
Der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland erreicht 2026 einen neuen Höchststand. Kontaktlose Zahlungen (NFC) machen inzwischen über 80% aller Kartentransaktionen aus. Apple Pay und Google Pay werden von allen modernen Terminals unterstützt.
Welche Arten von Kartenterminals gibt es?
| Typ | Beschreibung | Ideal für | Preis |
|---|---|---|---|
| Mobiler Kartenleser | Verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone | Marktstand, Foodtruck, Lieferdienst | 29-79€ |
| Stationäres Terminal | Festes Gerät am Tresen mit Kabel oder WLAN | Einzelhandel, Restaurant | Miete 5-30€/Mo |
| Smart-Terminal | Android-basiertes Terminal mit Display + Apps | Gastronomie, Ketten | 200-500€ oder Miete |
| SoftPOS | Handy wird zum Terminal (NFC im Smartphone) | Freelancer, Kleingewerbe | 0€ (nur App) |
Gebührenmodelle: Pauschale vs. Prozentsatz
Bei Kartenterminals gibt es zwei Gebührenmodelle:
- Prozentual (SumUp, Zettle, myPOS): 1,20-1,69% pro Transaktion, keine Grundgebühr. Ideal für niedrige Umsätze unter 2.000€/Monat
- Gemischt (Bezahlexperten, CCV): Kleine Grundgebühr + niedrigere %-Gebühr (z.B. 7,90€ + 0,25%). Lohnt sich ab 2.000-3.000€ Kartenumsatz/Monat
Rechenbeispiel
Bei 5.000€ Kartenumsatz/Monat: SumUp kostet 69,50€ (1,39%). Bezahlexperten kostet 20,40€ (7,90€ + 0,25% × 5.000). Ab ca. 2.500€ Umsatz wird das Mietmodell günstiger!
Kauf vs. Miete: Was lohnt sich?
Kauf (SumUp, Zettle, myPOS)
✓ Keine Vertragsbindung
✓ Einmalige
Kosten ab 29€
✓ Perfekt für
Einsteiger & niedrigen Umsatz
✗
Höhere %-Gebühr pro Transaktion
Miete (Bezahlexperten, CCV)
✓ Niedrigere Transaktionsgebühren
✓
Professionelle Geräte
✓ Service &
Austausch inklusive
✗ Monatliche
Grundgebühr + Vertragsbindung
Kassensystem-Integration & TSE-Pflicht
Seit 2020 gilt in Deutschland die TSE-Pflicht (Technische Sicherungseinrichtung): Jede elektronische Kasse muss über eine zertifizierte TSE verfügen, die alle Transaktionen manipulationssicher speichert. Die meisten Kartenterminal-Anbieter bieten TSE-konforme Kassensystem-Apps an – SumUp mit SumUp POS, Zettle mit Zettle POS, und CCV mit integrierten Lösungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Bei Kaufgeräten (SumUp, Zettle) fallen 0€ Grundgebühr an – Sie zahlen nur pro Transaktion (1,20-1,69%). Bei Mietgeräten zahlen Sie 5-30€/Monat plus niedrigere Transaktionsgebühren.
Für kleine Cafés und Imbisse empfehlen wir SumUp (einfach, keine Grundgebühr). Für Restaurants mit hohem Umsatz sind Bezahlexperten oder CCV günstiger. Wichtig: Wählen Sie ein Terminal mit Trinkgeld-Funktion!
Achtung: Zettle (PayPal) unterstützt keine girocard! Da girocard die meistgenutzte Karte in Deutschland ist, ist das ein erheblicher Nachteil. SumUp, Bezahlexperten, CCV und Concardis unterstützen girocard vollständig.
Die Auszahlungszyklen variieren: SumUp 1-3 Werktage, Zettle 1-2 Werktage (auf PayPal sofort), myPOS sofort auf das myPOS-Geschäftskonto. Bei Miet-Anbietern wie Bezahlexperten dauert es in der Regel 3-5 Werktage.
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 | Quellen: Hersteller-Websites, eigene Tests
Konstantin Botschmanowski
Finanzexperte ✓ VerifiziertGründer von kosten.org. Als ehemaliger Kundenberater bei einem Online Broker und aktiver Trader mit über 10 Jahren Erfahrung in den Finanzmärkten teste ich regelmäßig Depots, Broker und Finanzprodukte. Mein Fokus: Transparente Vergleiche ohne versteckte Kosten!