Steuerberater Kostenrechner
Gebühren nach StBVV 2026 berechnen
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StBVV-Gebührenrahmen
Wissenswertes zu Steuerberaterkosten
Was ist die StBVV?
- • Steuerberatervergütungsverordnung regelt alle Gebühren
- • Gebühren basieren auf dem Gegenstandswert
- • Berater wählen Satz im Gebührenrahmen
- • Seit Juli 2025 wurden Gebühren um 6% erhöht
Typische Kosten 2026
- • Einfache ESt: 200-500 €
- • ESt mit V+V: 400-800 €
- • EÜR: 200-600 €
- • Buchhaltung/Monat: 100-400 €
Steuerberater Kosten 2026: Was kostet ein Steuerberater wirklich?
Die Frage "Was kostet ein Steuerberater?" beschäftigt viele Steuerzahler – ob Arbeitnehmer, Freiberufler oder Unternehmer. Die gute Nachricht: Steuerberatergebühren sind in Deutschland gesetzlich geregelt durch die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Mit unserem Rechner ermitteln Sie die zu erwartenden Kosten basierend auf Ihrer individuellen Situation.
Laut Bundessteuerberaterkammer haben Steuerberater im Durchschnitt Erstattungen von über 1.000 € pro Mandant erwirkt. Die Investition in professionelle Steuerberatung lohnt sich daher oft – besonders bei komplexeren Steuerfällen oder Selbstständigen.
Steuerberater Kosten nach Leistung – Übersicht 2026
| Leistung | Kosten von-bis | Durchschnitt |
|---|---|---|
| Einkommensteuererklärung (einfach) | 150 – 400 € | ~250 € |
| Einkommensteuererklärung (komplex) | 400 – 1.000 € | ~600 € |
| Anlage V (Vermietung, pro Objekt) | 80 – 250 € | ~150 € |
| Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) | 150 – 600 € | ~350 € |
| Buchhaltung (monatlich) | 80 – 400 € | ~200 € |
| Jahresabschluss (Bilanz) | 800 – 5.000 € | ~2.000 € |
| Beratungsgespräch (pro Stunde) | 80 – 200 € | ~120 € |
Angaben netto zzgl. 19% MwSt. Tatsächliche Kosten hängen vom Gegenstandswert und der Komplexität ab.
Steuerberater-Kosten: Der komplette Ratgeber
So werden Steuerberater-Gebühren berechnet
Die Berechnung nach StBVV folgt einem klaren Schema. Die wichtigsten Faktoren:
- Gegenstandswert: Bei der ESt sind dies Ihre Einkünfte, bei Buchhaltung der Umsatz
- Gebührentabelle: Je nach Leistung gilt Tabelle A (Beratung), B (Abschlüsse) oder C (Buchführung)
- Zehntelsatz: Steuerberater dürfen einen Satz zwischen Minimum und Maximum wählen (z.B. 1/10 bis 6/10)
- Mittelgebühr: Der durchschnittliche Satz, der bei "normaler" Komplexität angesetzt wird
Wann lohnt sich ein Steuerberater?
Ein Steuerberater rechnet sich besonders in diesen Fällen:
- Selbstständige & Freiberufler: EÜR, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer – hier ist Expertise Gold wert
- Vermieter: Anlage V mit Abschreibungen, Werbungskosten und Schuldzinsen ist komplex
- Kapitalanleger: Verlustverrechnung, Günstigerprüfung, ausländische Quellensteuer
- Arbeitnehmer mit Nebeneinkünften: Mehrere Einkunftsarten erhöhen die Komplexität
- Erbschaft/Schenkung: Hier geht es oft um große Summen und Freibeträge
Steuerberater vs. Lohnsteuerhilfeverein vs. Selbst machen
Die Alternativen im Vergleich:
- Steuerberater: Höchste Kompetenz, für alle Steuerfälle, 150-1.000+ € je nach Leistung
- Lohnsteuerhilfeverein: Nur für Arbeitnehmer ohne Gewerbeeinkünfte, 50-400 €/Jahr Mitgliedschaft
- Steuersoftware: Für einfache Fälle, 15-50 € pro Erklärung (WISO, smartsteuer, etc.)
- ELSTER (Finanzamt): Kostenlos, aber ohne Hilfestellung oder Optimierung
Steuerberaterkosten von der Steuer absetzen
Gute Nachricht: Steuerberaterkosten sind teilweise absetzbar! Die Regeln:
- Einkommensteuererklärung: Nur der Teil für die Ermittlung der Einkünfte (z.B. Anlage V) – nicht der Mantelbogen
- Buchhaltung & EÜR: Vollständig als Betriebsausgabe absetzbar
- Gewerbe-/Umsatzsteuer: Vollständig absetzbar
- Beratungsgespräche: Als Betriebsausgabe oder Werbungskosten, je nach Thema
5 Tipps um Steuerberaterkosten zu senken
- Belege sortieren: Je besser vorbereitet, desto weniger Arbeit für den Berater
- Buchhaltung vorarbeiten: Kontieren Sie einfache Buchungen selbst (z.B. mit sevDesk, lexoffice)
- Fragen bündeln: Statt vieler Telefonanrufe lieber ein strukturiertes Meeting
- Pauschalhonorar vereinbaren: Für wiederkehrende Leistungen oft günstiger
- Online-Steuerberater: Digitale Kanzleien sind oft 20-30% günstiger
Häufige Fragen zu Steuerberater-Kosten
Eine einfache Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer ohne besondere Einkünfte kostet typischerweise 150-400 € netto. Der genaue Preis hängt vom Gegenstandswert (Ihre Einkünfte) und dem gewählten Gebührensatz des Steuerberaters ab. Bei einem Bruttojahresgehalt von 45.000 € liegt die Mittelgebühr bei etwa 250 €.
Die StBVV schreibt Höchstsätze vor, die nicht überschritten werden dürfen – außer es wurde vorher eine schriftliche Vergütungsvereinbarung getroffen. Innerhalb des Gebührenrahmens wählt der Steuerberater nach eigenem Ermessen. Bei besonders komplexen Fällen oder schneller Bearbeitung kann der Höchstsatz angesetzt werden. Ein seriöser Berater erklärt auf Nachfrage, warum er einen bestimmten Satz wählt.
Für Selbstständige fallen in der Regel mehrere Leistungen an: Die EÜR kostet 150-600 €, die Einkommensteuererklärung 200-600 €, Umsatzsteuererklärung 100-300 € und ggf. Gewerbesteuererklärung 100-300 €. Bei einem Jahresumsatz von 80.000 € müssen Sie mit Gesamtkosten von 500-1.500 € pro Jahr rechnen. Laufende Buchhaltung kommt extra (80-300 €/Monat).
Ja, seriöse Steuerberater geben gerne einen Kostenvoranschlag. Fragen Sie beim Erstgespräch nach den ungefähren Kosten basierend auf Ihren Einkünften und benötigten Leistungen. Viele Berater bieten auch Pauschalpreise für Standardleistungen an oder eine Honorarvereinbarung mit Festpreis.
Üblich ist die Rechnungsstellung nach Fertigstellung der jeweiligen Leistung – also nach Abgabe der Steuererklärung oder des Jahresabschlusses. Bei laufender Buchhaltung wird meist monatlich oder quartalsweise abgerechnet. Zahlungsziele betragen typischerweise 14-30 Tage. Vorkasse ist unüblich und ein Warnsignal.
Ja, zum 1. Juli 2025 wurden die StBVV-Gebühren um etwa 6% erhöht. Diese neuen Sätze gelten auch 2026 unverändert. Die Erhöhung war notwendig, um gestiegene Personal- und Sachkosten in den Kanzleien auszugleichen. Für 2026 sind keine weiteren Erhöhungen geplant.