PayPal Gebühren für Verkäufer 2026 – Übersicht
| Transaktionstyp | Prozentual | Festgebühr | Bei 50 € | Bei 500 € |
|---|---|---|---|---|
| PayPal Checkout / Karte (EWR) | 2,99 % | 0,39 € | 1,89 € | 15,34 € |
| Waren & Dienstleistungen (App) | 2,49 % | 0,35 € | 1,60 € | 12,80 € |
| Checkout, Käufer aus UK | 4,28 % | 0,39 € | 2,53 € | 21,79 € |
| Checkout, andere Märkte | 4,98 % | 0,39 € | 2,88 € | 25,29 € |
| Mikrozahlung (nach Genehmigung) | 4,99 % | 0,09 € | — | — |
| Spende (Inland) | 2,49 % | 0,35 € | 1,60 € | 12,80 € |
| Gemeinnützige Organisation | 1,50 % | 0,35 € | 1,10 € | 7,85 € |
| QR-Code-Zahlung | 0,90 % | – | 0,45 € | 4,50 € |
Stand: Oktober 2026, laut PayPal-Gebührenseite für Händler in Deutschland (zuletzt aktualisiert 7.9.2026). Bei Zahlungen aus Großbritannien kommen 1,29 %, aus anderen Märkten außerhalb des EWR 1,99 % Zusatzgebühr hinzu. Zzgl. optionaler Währungsumrechnung (3 % über dem Basiswechselkurs).
PayPal Gebühren für Verkäufer 2026: Was Sie wissen müssen
PayPal ist der weltweit größte Online-Zahlungsanbieter und für viele Verkäufer unverzichtbar. Doch die Gebühren können sich erheblich auf die Marge auswirken – besonders bei kleinen Beträgen oder internationalen Transaktionen. Unser Rechner zeigt Ihnen genau, was PayPal pro Transaktion kostet.
Wie berechnet PayPal die Gebühren?
PayPal berechnet prozentuale Gebühren plus eine Festgebühr pro Transaktion. Für eine Zahlung über PayPal Checkout aus dem EWR sind das 2,99 % + 0,39 € vom Gesamtbetrag. Das heißt: Bei einem Verkauf für 50 € erhält der Verkäufer 48,12 € ausgezahlt (Gebühr 1,885 €, also 48,115 € netto, gerundet). Wird die Zahlung direkt in der PayPal-App als „Waren und Dienstleistungen“ gesendet, gelten 2,49 % + 0,35 €.
Gibt es günstigere Händlerkonditionen?
PayPal veröffentlicht für Deutschland keine festen Volumenstaffeln mehr. Händler mit hohem Umsatz können individuelle Konditionen beim PayPal-Vertrieb anfragen. Für viele Kleinstbeträge gibt es nach Genehmigung das Mikrozahlungsmodell (4,99 % + 0,09 €), für gemeinnützige Organisationen 1,50 % + 0,35 €.
Versteckte Kosten: Währungsumrechnung
Der größte Kostenfaktor bei internationalen Zahlungen ist der Wechselkursaufschlag von 3 %. Zusammen mit der Zusatzgebühr für Zahlungen außerhalb des EWR (bis 4,98 % + 0,39 €) können die Gesamtkosten schnell bei rund 8 % liegen. Tipp: Zahlungen möglichst in Euro empfangen, um diesen Aufschlag zu umgehen.
Rechenbeispiele: Was PayPal bei 10, 50 und 200 Euro kostet
Die Wirkung der Festgebühr wird oft unterschätzt. Bei PayPal Checkout aus dem EWR (2,99 % + 0,39 €) kostet eine Zahlung von 10 € genau 0,69 €, das sind 6,9 % des Betrags. Bei 20 € sind es 0,99 € (4,9 %), bei 50 € rund 1,89 € (3,8 %) und bei 200 € 6,37 € (3,2 %). Je kleiner die Bestellung, desto stärker drückt der feste Anteil von 0,39 € auf Ihre Marge. Für Händler mit vielen günstigen Artikeln ist das der wichtigste Hebel in der Kalkulation.
Bei Käufern aus Großbritannien (4,28 % + 0,39 €) kosten 100 € Umsatz 4,67 €, bei Käufern außerhalb von EWR und Vereinigtem Königreich (4,98 % + 0,39 €) sind es 5,37 €. Wird zusätzlich in eine andere Währung umgerechnet, kommen 3 % hinzu: Aus 5,37 € werden dann 8,37 €, also 8,4 % des Betrags. Der Rechner oben bildet genau diese Kombination ab, wenn Sie die Währungsumrechnung aktivieren.
Welcher Tarif passt zu welcher Zahlung?
Wer sich den passenden Satz heraussucht, spart Geld. Die Zahlung für Waren und Dienstleistungen in der App (2,49 % + 0,35 €) ist bei 100 € mit 2,84 € gegenüber 3,38 € bei Checkout um 0,54 € günstiger. Bei 100 Verkäufen zu je 40 € im Monat sind das rund 24 € im Monat oder 288 € im Jahr. Ob dieser Tarif für Ihren Shop überhaupt zur Verfügung steht, hängt jedoch von der Art der Abwicklung ab; maßgeblich sind die Angaben auf der Gebührenseite von PayPal für Ihr Händlerkonto.
Die Mikrozahlung (4,99 % + 0,09 €) ist nur nach Genehmigung verfügbar und rechnet sich bei kleinen Beträgen: Unterhalb von 15 € ist sie günstiger als der reguläre Checkout, bei 10 € zahlen Sie 0,59 € statt 0,69 €. Darüber kippt das Verhältnis. Die QR-Code-Zahlung mit 0,90 % ohne Festgebühr ist für den stationären Verkauf besonders günstig; bei 50 € fallen lediglich 0,45 € an. Gemeinnützige Organisationen können nach Genehmigung 1,50 % + 0,35 € zahlen.
PayPal, Umsatzsteuer und Buchhaltung
Für die Umsatzsteuer zählt der Betrag, den der Kunde zahlt, nicht die Auszahlung nach Abzug der Gebühren. Auf einen Verkauf für 119 € brutto entfallen 19 € Umsatzsteuer, auch wenn PayPal nur rund 115 € auf Ihr Konto überweist. Die Gebühren selbst buchen Sie als Betriebsausgabe, am besten mit der monatlichen Gebührenübersicht von PayPal als Beleg. Wer als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausweist, kalkuliert ohne diesen Effekt, sollte aber die Umsatzgrenzen im Blick behalten.
Der Zahlungsdienst PayPal wird in Europa von PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A. mit Sitz in Luxemburg betrieben, einem Kreditinstitut unter luxemburgischer Aufsicht. Die Angabe der Gebühren in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nicht vorgeschrieben, wohl aber eine korrekte Preisangabe gegenüber Verbrauchern. Wichtig: Die Zahlungsart „Freunde und Familie“ ist laut PayPal für private Zahlungen gedacht. Für gewerbliche Verkäufe sollten Sie sie nicht anbieten, auch wenn sie gebührenfrei wirkt.
So senken Sie Ihre PayPal-Kosten
Erstens: Bieten Sie zusätzlich eine zweite Zahlungsart an, etwa SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über einen anderen Anbieter, und prüfen Sie, wie viele Kunden sie nutzen. Zweitens: Rechnen Sie in Euro ab, damit der Aufschlag von 3 % für die Währungsumrechnung entfällt. Drittens: Fragen Sie bei hohen Umsätzen beim PayPal-Vertrieb nach individuellen Konditionen, denn feste Staffeln veröffentlicht PayPal für Deutschland nicht mehr. Viertens: Legen Sie die Gebühren nicht per Preisaufschlag auf einzelne Zahlungsarten um, ohne die rechtlichen Vorgaben zu prüfen, denn das Zuschlagsverbot nach § 270a BGB gilt für viele gängige Zahlungsmittel.
Häufige Fragen zu PayPal Gebühren
Für Zahlungen über PayPal Checkout aus dem EWR nimmt PayPal 2,99 % + 0,39 € pro Transaktion. Bei Käufern aus Großbritannien kommen 1,29 %, aus anderen Märkten 1,99 % hinzu (bis 4,98 % + 0,39 €). Händler mit hohem Volumen können individuelle Konditionen anfragen.
Ja, für die meisten EU-Transaktionen ist PayPal teurer. Stripe berechnet für Standard-Karten aus dem EWR 1,5 % + 0,25 €, während PayPal Checkout 2,99 % + 0,39 € verlangt. Allerdings hat PayPal eine höhere Kundenakzeptanz, was zu mehr Verkäufen führen kann.
Es gibt mehrere Wege, PayPal-Kosten zu senken: individuelle Konditionen anfragen (bei hohem Volumen), Zahlungen in Euro empfangen (spart 3% Währungsgebühr), und Mikrozahlungstarif aktivieren (nach Genehmigung durch PayPal), falls Sie viele Kleinstbeträge empfangen.
Der Verkäufer trägt die Gebühren. Der Käufer zahlt den vollen Preis und PayPal zieht die Gebühren automatisch vom empfangenen Betrag ab. Ob ein gesonderter Aufschlag für die Zahlart PayPal zulässig ist, hängt von den aktuellen PayPal-Nutzungsbedingungen und § 270a BGB ab; üblich ist, die Gebühren in den Verkaufspreis einzukalkulieren.
Die Mikrozahlung (4,99 % + 0,09 €) ist nach Genehmigung unterhalb von rund 15 € günstiger als PayPal Checkout (2,99 % + 0,39 €). Bei 10 € zahlen Sie 0,59 € statt 0,69 €. Bei höheren Beträgen ist der reguläre Checkout günstiger. Ob sich der Antrag lohnt, hängt von Ihrem durchschnittlichen Warenkorb ab.
Die Umsatzsteuer berechnet sich auf den vom Kunden gezahlten Betrag, nicht auf die Auszahlung nach Gebühren. Die PayPal-Gebühren sind für Sie eine Betriebsausgabe. Wie die Gebühren umsatzsteuerlich zu behandeln sind, klären Sie im Zweifel mit Ihrer Steuerberatung.
Bei einem Käufer außerhalb von EWR und Vereinigtem Königreich zahlen Sie 4,98 % + 0,39 €. Bei 100 € sind das 5,37 €. Kommt eine Währungsumrechnung hinzu, erhöhen 3 % die Gesamtkosten auf 8,37 €. Aktivieren Sie im Rechner die Währungsumrechnung, um Ihren konkreten Fall zu berechnen.