eBay Verkaufsprovision nach Kategorie 2026
| Kategorie | Provision | Festgebühr | Bei 50 € | Bei 500 € |
|---|---|---|---|---|
| Standardkategorien (Sport, Baby, Haustier, Möbel & Wohnen, Business & Industrie u. a.) | 14 % | 0,45 € | 7,45 € | 70,45 € |
| Technik-Geräte (Computer, Handys, Foto, TV, Haushaltsgeräte) | 7 % | 0,45 € | 3,95 € | 35,45 € |
| Technik-Zubehör | 12 % | 0,45 € | 6,45 € | 60,45 € |
| Garten & Terrasse, Heimwerker | 13 % | 0,45 € | 6,95 € | 65,45 € |
| Kleidung & Accessoires | 12 % / 3 %* | 0,45 € | 6,45 € | 60,45 € |
| Bücher, Filme, Musik, Videospiele | 12 % / 3 %* | 0,45 € | 6,45 € | 60,45 € |
| Auto & Motorrad: Teile | 12 % / 3 %* | 0,45 € | 6,45 € | 60,45 € |
| Reifen, Felgen, Kompletträder | 6,5 % / 3 %* | 0,45 € | 3,70 € | 32,95 € |
| Uhren & Schmuck (ohne Shop) | 16 % / 3 %* | 0,45 € | 8,45 € | 80,45 € |
Stand: Oktober 2026, laut eBay-Hilfeseite „Gebühren für gewerbliche Verkäufer“. Alle Beträge netto zzgl. 19 % USt. Festgebühr 0,45 € pro Bestellung über 10 € (sonst 0,35 €). * Satz gilt für den Anteil bis 990 €, darüber 3 %. In den Kategorien ohne Staffel gilt für Artikel im Zustand „Gebraucht“, „Neu: Sonstige“ oder „Refurbished“ teils ein ermäßigter Satz von 5 %. Für Verkäufer mit Servicestatus „Unterdurchschnittlich“ gelten höhere Sätze.
eBay Gebühren 2026: Was Verkäufer wissen müssen
eBay ist Deutschlands größter Online-Marktplatz und berechnet Verkäufern eine Verkaufsprovision für gewerbliche Verkäufer, die je nach Produktkategorie meist zwischen 6,5 % und 16 % liegt (Technik-Geräte 7 %, Standardkategorien 14 %). Hinzu kommt eine Festgebühr von 0,45 € pro Bestellung über 10 € (darunter 0,35 €). Alle Gebühren für gewerbliche Verkäufer verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Privatverkäufer zahlen für Verkäufe innerhalb Deutschlands keine Verkaufsprovision.
Wie berechnet eBay die Provisionen?
Die Verkaufsprovision wird auf den Gesamtbetrag erhoben, den der Käufer zahlt – das heißt, inklusive Versandkosten und Umsatzsteuer (laut eBay.de-Gebührenseite). Die Gebühren von eBay selbst werden anschließend netto zzgl. 19 % USt ausgewiesen. Im Beispiel sind die Preise brutto, also inkl. einer ggf. enthaltenen USt: Bei einem Artikel für 50 € plus 6 € Versand (= 56 € Gesamtbetrag) in einer Standardkategorie (14 %) zahlen Sie 7,84 € + 0,45 € = 8,29 € netto (zzgl. USt) an eBay. Der Rechner arbeitet mit diesem Gesamtbetrag – tragen Sie daher Ihre Bruttopreise ein. In einigen Kategorien (z. B. Kleidung, Bücher, Autoteile) gilt der Prozentsatz nur für den Anteil bis 990 €; für den Rest werden 3 % fällig.
Angebotsgebühren und Shop-Abos
Gewerbliche Verkäufer ohne Shop zahlen pro Angebot eine Angebotsgebühr von 0,35 € (Festpreis) bzw. 0,50 € (Auktion). Ein Shop-Abo enthält ein Monatskontingent an Angeboten: Basis 39,95 €/Monat (400 Festpreisangebote), Top 79,95 € (2.500), Premium 299,95 € (unbegrenzt), jeweils netto. Privatverkäufer können 320 Angebote im Monat ohne Angebotsgebühr einstellen, danach kostet jedes 0,50 €.
Internationaler Verkauf: 0 bis 3,3 % Zusatzgebühr
Für Lieferungen in die Eurozone und nach Schweden fällt keine internationale Gebühr an. Für andere Ziele berechnet eBay je nach Region 1,2 % bis 3,3 % des Gesamtbetrags (3,3 % für „alle anderen Länder“). Wer das Programm eBay Internationaler Versand nutzt, zahlt für berechtigte Artikel keine internationale Gebühr. Rechnet eBay Beträge in eine andere Währung um, kommt die Gebühr für die Währungsumrechnung hinzu (3 %, ab 2. Dezember 2026 3,25 %).
Rechenbeispiele aus verschiedenen Kategorien
Ein Artikel in einer Standardkategorie für 50 € mit 6 € Versand ergibt einen Gesamtbetrag von 56 €. Die Provision beträgt 7,84 € (14 %), dazu kommen 0,45 € Festgebühr, zusammen 8,29 € oder 14,8 %. Bei einem Artikel für nur 8 € inklusive Versand sind es 1,12 € plus 0,35 €, also 1,47 € (18,4 %), denn unter 10 € gilt die niedrigere Festgebühr, die prozentual aber stärker ins Gewicht fällt. Kleine Beträge sind auf eBay damit überproportional teuer.
Ein Smartphone aus der Kategorie Technik-Geräte für 480 € plus 20 € Versand kostet bei 7 % auf 500 € genau 35,00 € plus 0,45 €, also 35,45 € (7,1 %). Ein Reifensatz für 400 € bei 6,5 % kostet 26,00 € plus 0,45 €. Besonders aufschlussreich ist die Staffel: Bei Kleidung im Wert von 1.200 € gelten 12 % nur für die ersten 990 € (118,80 €), für die restlichen 210 € nur 3 % (6,30 €). Mit Festgebühr sind das 125,55 € oder rund 10,5 % statt der 12 %, die man zunächst vermuten würde.
Netto, brutto und die Umsatzsteuer auf eBay-Gebühren
Alle genannten Gebühren sind Nettobeträge. Auf die 8,29 € aus dem ersten Beispiel kommen 19 % Umsatzsteuer, sodass Ihnen tatsächlich 9,87 € berechnet werden. Als umsatzsteuerpflichtiger Händler können Sie diese Vorsteuer in der Regel abziehen, Kleinunternehmer können das nicht und tragen die Gebühren daher effektiv brutto. Der Rechner zeigt die Netto-Gebühren, also die Werte ohne Umsatzsteuer, wie sie auch auf der Gebührenseite von eBay ausgewiesen werden.
Besonders wichtig ist, dass die Provision auf den Gesamtbetrag erhoben wird, den der Käufer zahlt. Darin stecken Versandkosten und gegebenenfalls Umsatzsteuer. Wer also einen Bruttopreis von 119 € verlangt, zahlt die Provision auch auf den enthaltenen Umsatzsteueranteil. Das ist ein Grund, warum die Kalkulation immer von den Bruttopreisen ausgehen sollte, so wie es der Rechner erwartet.
Privat oder gewerblich: Welche Regeln gelten?
Privatverkäufer zahlen für Verkäufe innerhalb Deutschlands keine Verkaufsprovision. Die Grenze zum Gewerbe ist allerdings fließend: Wer regelmäßig, in größerem Umfang, mit Neuware oder zum Weiterverkauf eingekaufter Ware verkauft, gilt als Unternehmer, auch wenn er sich als Privatperson sieht. Folgen sind unter anderem Impressumspflicht nach § 5 DDG, Widerrufsrecht für Verbraucher nach § 355 BGB, die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren (bei Gebrauchtware kann sie vertraglich auf ein Jahr verkürzt werden, § 476 BGB) sowie Steuerpflichten.
Die Plattform muss nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz Daten von Verkäufern an das Bundeszentralamt für Steuern melden, sobald im Jahr mehr als 30 Verkäufe oder mehr als 2.000 € Erlös erreicht werden. Das ist kein Beweis für ein Gewerbe, kann aber Nachfragen des Finanzamts auslösen. Wer Elektro- und Elektronikgeräte oder verpackte Waren gewerblich in Verkehr bringt, muss außerdem die Vorgaben des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes und des Verpackungsgesetzes beachten.
Wann lohnt sich ein Shop-Abo?
Ein Shop-Abo verändert die Rechnung an zwei Stellen: Es enthält ein Kontingent an Angeboten und senkt in einigen Kategorien die Staffelschwelle, im Rechner etwa bei Uhren und Schmuck auf 500 €. Bei einem Schmuckstück für 600 € zahlen Sie mit Shop 80,00 € (16 % auf 500 €) plus 3,00 € (3 % auf 100 €), ohne Shop 16 % auf 600 €, also 96,00 €. Dafür fällt das Abo von 39,95 € monatlich (Basic) an. Ein Shop rechnet sich vor allem bei vielen Angeboten oder bei Artikeln, die in der Staffel profitieren. Rechnen Sie dazu Ihre durchschnittliche Zahl neuer Angebote pro Monat gegen die Grundgebühr, bevor Sie sich festlegen.
Häufige Fragen zu eBay Gebühren
Für gewerbliche Verkäufer hängt die Provision von der Kategorie ab: Standardkategorien 14 %, Technik-Geräte 7 %, Technik-Zubehör 12 %, Kleidung sowie Bücher/Filme/Musik 12 % (bis 990 €, darüber 3 %), Uhren & Schmuck 16 %. Hinzu kommt eine Festgebühr von 0,45 € pro Bestellung über 10 € (sonst 0,35 €), alles netto zzgl. USt.
Ja, mit Einschränkungen. Privatverkäufer in Deutschland zahlen derzeit keine Verkaufsprovision für Verkäufe innerhalb Deutschlands. Gebühren können aber für Zusatzoptionen, Promoted Listings und internationalen Versand anfallen.
Das hängt vor allem von der Zahl der Angebote ab: Ohne Shop kostet jedes Festpreisangebot 0,35 € netto. Der Basis-Shop (39,95 €/Monat netto) enthält 400 Festpreisangebote; ab etwa 115 Angeboten im Monat sind die Angebotsgebühren damit schon gedeckt. Hinzu kommen Verkaufstools und bei einzelnen Kategorien andere Provisionsstaffeln.
Die Gebühren für gewerbliche Verkäufer sind nach Kategorien gestaffelt: Standardkategorien 14 %, Technik-Geräte 7 %, für Gebrauchtware und Refurbished in vielen Kategorien 5 %. Für internationale Verkäufe außerhalb von Eurozone und Schweden fallen 1,2–3,3 % an. Ab 2. Dezember 2026 steigt die Gebühr für die Währungsumrechnung von 3 % auf 3,25 %. Maßgeblich ist immer die aktuelle eBay-Gebührenseite.
In einer Standardkategorie (14 %) zahlen Sie auf 56 € Gesamtbetrag 7,84 € Provision plus 0,45 € Festgebühr, also 8,29 € netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Das sind rund 14,8 % des Gesamtbetrags. In der Kategorie Technik-Geräte (7 %) wären es 3,92 € + 0,45 €.
Ja. Die Verkaufsprovision wird auf den Gesamtbetrag erhoben, den der Käufer zahlt, einschließlich Versandkosten und Umsatzsteuer. Tragen Sie im Rechner deshalb Artikelpreis und Versand brutto ein, um das Ergebnis nicht zu unterschätzen.
Es gibt keine feste Umsatzgrenze. Entscheidend sind Regelmäßigkeit, Umfang, Neuware und Einkauf zum Weiterverkauf. Die Meldeschwelle der Plattform von mehr als 30 Verkäufen oder 2.000 € Erlös im Jahr ist keine Grenze zum Gewerbe. Im Zweifel klären Sie Ihren Status mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.