Spritkosten berechnen: So geht's richtig
Die Spritkosten sind einer der größten laufenden Kostenfaktoren beim Auto. Mit unserem Rechner ermitteln Sie präzise, was Ihre Fahrten kosten – ob für den täglichen Arbeitsweg, den Urlaub oder die Jahreskosten. Die Formel ist einfach:
Spritkosten = (Strecke ÷ 100) × Verbrauch × Spritpreis
Bei aktuellen Benzinpreisen von etwa 2,05-2,20 €/Liter (Super E10, Oktober 2026) und einem Durchschnittsverbrauch von 7-8 L/100km zahlen Sie rund 15-17 € pro 100 km. Bei 15.000 km Jahresfahrleistung und 2,11 €/Liter (Ø E10) summiert sich das auf rund 2.200-2.550 € pro Jahr.
Aktuelle Spritpreise Deutschland – Oktober 2026
| Kraftstoff | Aktuell (Ø) | Günstig | Teuer |
|---|---|---|---|
| Super E10 | 2,11 € | ca. 2,00 € | ca. 2,25 € |
| Super E5 | ca. 2,17 € | ca. 2,06 € | ca. 2,31 € |
| Diesel | 2,26 € | ca. 2,15 € | ca. 2,40 € |
| Super Plus | ca. 2,30 € | ca. 2,20 € | ca. 2,45 € |
Stand: Oktober 2026. E10 und Diesel: bundesweiter Durchschnitt laut ADAC-Wochenauswertung vom 21.10.2026; E5, Super Plus und Spannen sind Richtwerte. Seit 1.10.2026 gilt eine befristete Senkung der Energiesteuer. Tipp: Seit 1.4.2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen – kurz davor ist es meist am günstigsten.
Spritkosten senken: 10 Spartipps
- Reifendruck prüfen: Zu niedriger Druck erhöht den Verbrauch um bis zu 5%
- Vorausschauend fahren: Gleichmäßiges Tempo spart bis zu 20% Sprit
- Niedrigtourig fahren: Früh hochschalten, bei 2.000 U/min schalten
- Klimaanlage bewusst nutzen: Verbrauch steigt um 0,5-1 L/100km
- Unnötiges Gewicht entfernen: 100 kg Zuladung = 0,3-0,5 L mehr Verbrauch
- Dachgepäckträger abnehmen: Erhöht den Luftwiderstand erheblich
- Motor nicht warmlaufen lassen: Im Stand verbraucht er 1-2 L/Stunde
- Tankstrategie: Kurz vor 12 Uhr tanken – seit 1.4.2026 dürfen Preise nur um 12 Uhr steigen
- Spritpreis-Apps nutzen: Clever Tanken, ADAC Spritpreise
- Fahrgemeinschaften bilden: Kosten teilen = Kosten halbieren
Wie viel Sprit brauche ich für 100 km?
Der durchschnittliche Verbrauch hängt stark vom Fahrzeugtyp ab:
- Kleinwagen: 5-6 L/100km (Fiat 500, VW up!, Renault Twingo)
- Kompaktklasse: 6-8 L/100km (Golf, Focus, A3)
- Mittelklasse: 7-9 L/100km (Passat, 3er BMW)
- SUV: 8-12 L/100km (Tiguan, Q5, X3)
- Sportwagen: 10-15 L/100km (AMG, M-Modelle, Porsche)
Benzin oder Diesel – was ist günstiger?
Diesel hat einen niedrigeren Literpreis und Dieselmotoren verbrauchen etwa 15-20% weniger als vergleichbare Benziner. Allerdings ist die Kfz-Steuer für Diesel höher. Faustregel: Ab etwa 15.000 km/Jahr lohnt sich Diesel finanziell.
Was im Spritpreis steckt: Steuern, CO₂-Preis und Marge
Ein Liter Kraftstoff besteht zu einem großen Teil aus staatlichen Abgaben. Nach dem Energiesteuergesetz (EnergieStG) beträgt der Regelsatz für Benzin 65,45 Cent und für Diesel 47,04 Cent je Liter; auf den Gesamtpreis kommt zusätzlich die Umsatzsteuer von 19 Prozent, die auch auf die Energiesteuer erhoben wird. Dazu schlägt der nationale CO₂-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) durch, für den der Gesetzgeber für 2026 einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ vorgesehen hat. Das macht bei Benzin netto rund 13 bis 15 Cent je Liter aus. Die auf dieser Seite genannte befristete Senkung der Energiesteuer seit dem 1. Oktober 2026 wirkt sich daher direkt an der Zapfsäule aus; die Regelsätze oben gelten ohne diese Senkung.
Der Rest des Preises verteilt sich auf Rohöl- oder Produktpreise an den Märkten, Transport, Lagerung und die Marge von Mineralölkonzern und Tankstelle. Weil der Rohölpreis in US-Dollar notiert wird, wirkt auch der Wechselkurs auf die Preise in Euro. Diesel ist nicht deshalb günstiger, weil er billiger herzustellen wäre, sondern weil er niedriger besteuert wird. Die Preise sind seit dem 1. April 2026 nur noch einmal täglich um 12 Uhr nach oben anpassbar, gesenkt werden darf jederzeit – für die Praxis heißt das: kurz vor 12 Uhr tanken, nicht kurz danach.
Rechenbeispiele: Benzin, Diesel und E-Auto im Jahresvergleich
Mit den hinterlegten Werten lässt sich die Rechnung schnell nachvollziehen. Ein Benziner mit 7,5 Litern je 100 km verbraucht bei 15.000 km Jahresfahrleistung 1.125 Liter. Zu 2,11 Euro je Liter (Super E10) sind das 2.373,75 Euro im Jahr oder knapp 198 Euro im Monat. Ein Diesel, der laut Faustregel etwa 17 Prozent weniger verbraucht, also rund 6,2 Liter, kommt auf 930 Liter und zu 2,26 Euro auf 2.101,80 Euro. Der Vorteil liegt hier bei rund 270 Euro im Jahr, den eine höhere Kfz-Steuer und oft ein höherer Anschaffungspreis ganz oder teilweise wieder aufzehren.
Das E-Auto schneidet bei den reinen Energiekosten deutlich besser ab: 18 kWh je 100 km zu 0,35 Euro je kWh ergeben 6,30 Euro je 100 km, bei 15.000 km also 945 Euro. Gegenüber dem Benziner sparen Sie in diesem Beispiel rund 1.430 Euro im Jahr. Dabei ist der Haushaltsstrompreis zugrunde gelegt; an öffentlichen Schnellladesäulen liegt der Preis je kWh oft deutlich höher, sodass der Vorteil dort schrumpft. Die Spritkosten pro Kilometer betragen beim Benziner im Beispiel etwa 15,8 Cent. Das ist nur ein Teil der Kosten: Wertverlust, Versicherung, Steuern, Wartung und Reifen kommen hinzu, weshalb ein Pkw insgesamt ein Mehrfaches davon je Kilometer kostet.
Verbrauch richtig ermitteln und Fehlerquellen vermeiden
Die Herstellerangabe nach dem WLTP-Prüfverfahren, die in der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnung steht, ist ein Laborwert. Im Alltag liegt der Verbrauch meist höher, vor allem bei Kurzstrecken, im Winter und bei hohem Tempo. Für den Rechner sollten Sie deshalb Ihren echten Durchschnitt verwenden. Das geht mit der Volltankmethode: Tanken Sie voll, notieren Sie Kilometerstand und Liter beim nächsten Volltanken und teilen Sie die getankten Liter durch die gefahrenen Kilometer mal 100. Über mehrere Tankfüllungen gemittelt erhalten Sie einen belastbaren Wert. Realverbräuche anderer Fahrer finden Sie in Portalen wie Spritmonitor.de.
Beachten Sie außerdem die Kraftstoffsorte: E10 enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol, E5 bis zu 5 Prozent. Ob Ihr Motor E10 verträgt, steht in der Betriebsanleitung oder auf der Verträglichkeitsliste des Herstellers; die meisten neueren Benziner sind freigegeben. Super Plus lohnt sich nur, wenn der Hersteller es vorschreibt. Im Ausland schwanken die Preise stark, wie unser Blogartikel zu den Spritpreisen in Europa zeigt; ein Umweg zum Tanken lohnt sich aber nur, wenn die Ersparnis die Mehrkilometer deutlich übersteigt.
Häufige Fragen zu Spritkosten
Formel: Strecke (km) ÷ 100 × Verbrauch (L/100km) × Spritpreis (€/L). Beispiel: 250 km bei 7 L/100km und 2,11 €/L = 36,93 €.
Laut ADAC-Wochenauswertung vom 21. Oktober 2026 kostete Super E10 durchschnittlich 2,11 €/Liter und Diesel rund 2,26 €; Super E5 liegt meist einige Cent über E10. Seit 1. Oktober 2026 gilt eine befristete Senkung der Energiesteuer. Die Preise schwanken je nach Tageszeit und Tankstelle deutlich.
Bei einem durchschnittlichen Tank von 50 Litern und einem Benzinpreis von 2,11 € (E10, Oktober 2026) kostet eine volle Tankfüllung etwa 105,50 €. Große SUVs mit 70-80 Liter Tank zahlen entsprechend mehr.
Seit 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, senken dürfen sie jederzeit. Laut ADAC ist Tanken deshalb kurz vor 12 Uhr meist am günstigsten; direkt nach 12 Uhr steigen die Preise spürbar. Die alte Faustregel „abends tanken“ gilt damit nicht mehr.
Bei den "Treibstoffkosten" ist das E-Auto klar günstiger: Etwa 6-7 € pro 100 km (18 kWh à 0,35 €) vs. 15-17 € beim Verbrenner (7-8 L à 2,11 €). Bei 15.000 km/Jahr sparen Sie rund 1.300-1.600 € Energiekosten. Allerdings sind E-Autos in der Anschaffung teurer – die Gesamtrechnung hängt vom Modell ab.
Bei durchschnittlich 15.000 km/Jahr (1.250 km/Monat), 7,5 L/100km Verbrauch und 2,11 €/L Benzin ergeben sich monatliche Spritkosten von etwa 198 €. Pendler mit 20.000 km/Jahr zahlen rund 264 € pro Monat.
Bei 7,5 L/100km und 2,11 €/L (Super E10) verbrauchen Sie auf 500 km 37,5 Liter und zahlen 79,13 €. Mit einem Diesel mit 6,2 L/100km und 2,26 €/L sind es 31 Liter und 70,06 €. Zum Vergleich: Ein E-Auto mit 18 kWh/100km kommt bei 0,35 €/kWh auf 31,50 € – an öffentlichen Ladesäulen mit höherem Preis entsprechend mehr.
Tanken Sie voll, notieren Sie den Kilometerstand, fahren Sie normal weiter und tanken Sie beim nächsten Mal wieder voll. Die getankte Menge geteilt durch die gefahrenen Kilometer mal 100 ergibt den Verbrauch in L/100km. Mitteln Sie mehrere Füllungen, um Ausreißer durch Kurzstrecken oder Autobahnfahrten auszugleichen. Die Werte aus dem Prospekt (WLTP) liegen im Alltag in der Regel niedriger als die Praxis.
Wesentliche Bestandteile sind der Produktpreis, die Energiesteuer nach dem Energiesteuergesetz (Benzin 65,45 ct/l, Diesel 47,04 ct/l im Regelsatz), der CO₂-Preis nach dem BEHG, die Kosten für Transport und Lagerung, die Marge sowie 19 % Umsatzsteuer auf den gesamten Betrag. Die befristete Senkung der Energiesteuer seit 1. Oktober 2026 verringert den Steueranteil vorübergehend.