Eine Domain kostet bei einem Anbieter 4 €, beim nächsten 18 € – für exakt dasselbe Produkt. Dieser Vergleich zeigt die tatsächlichen Jahreskosten von 16 Registraren für 1945 Endungen, in Euro und standardmäßig nach dem Preis der Neuregistrierung sortiert.
Erstes Jahr oder Verlängerung – worauf du achten solltest
Standardmäßig zeigt dieser Vergleich den Preis der Neuregistrierung fürs erste Jahr – also den Betrag, den du beim Kauf tatsächlich bezahlst. Ist er ein befristetes Angebot, steht „Aktion" darüber und der reguläre Listenpreis darunter.
Der zweite Wert ist die Verlängerung, und die ist bei langfristigen Projekten oft entscheidender: Eine .de für unter 1 € oder eine .shop für unter 2 € klingt gut – ab dem zweiten Jahr kostet dieselbe .shop je nach Anbieter rund 27 bis 66 € im Jahr, die .de bei den großen Hostern 12 bis 16 €. Wer eine Domain zehn Jahre hält, zahlt neun Jahre den Verlängerungspreis. Über die Sortierung oben rechts kannst du die Liste jederzeit auf die Verlängerung umstellen; im Portfolio-Rechner wird ohnehin mit den Verlängerungspreisen gerechnet.
Diese Kostenpunkte übersieht man leicht
- Einrichtungsgebühr – bei den meisten Anbietern 0 €, manche Hoster rechnen sie bei einzelnen Endungen trotzdem ab. Steht in der Detailtabelle jedes Anbieters.
- Transfergebühr – beim Umzug zu einem anderen Registrar fällt in der Regel eine Jahresgebühr an, die die Laufzeit um ein Jahr verlängert. Bei .de ist der Transfer oft kostenlos.
- WHOIS-Schutz – bei Porkbun und OVHcloud inklusive, bei Dynadot ist Domain-Privacy ebenfalls enthalten; andere lassen sich den Datenschutz extra bezahlen. Bei .de-Domains sind die Halterdaten ohnehin nicht öffentlich abrufbar.
- Wiederherstellungsgebühr – wer die Verlängerung verpasst, zahlt für die Rettung einer gelöschten Domain oft ein Vielfaches des Jahrespreises, bei FORMALITY etwa 89,25 € für eine .com. Automatische Verlängerung und eine aktuelle E-Mail-Adresse im Kundenkonto sind deshalb Pflicht.
- Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist – viele deutsche Hoster verlängern Domains automatisch um 12 Monate und verlangen eine Kündigung vor Ablauf, bei Domain-Offensive etwa 30 Tage. Wer umziehen will, sollte den Transfer rechtzeitig vor dem Verlängerungstermin anstoßen.
- Umsatzsteuer – wir zeigen den Preis so, wie ihn der Anbieter ausweist. Die deutschen Anbieter und ACTIVE 24 rechnen inklusive 19 % MwSt., bei OVHcloud rechnen wir die 19 % auf den Nettopreis auf, die US-Registrare Dynadot und Porkbun weisen keine deutsche MwSt. aus. Ob an deren Kasse noch Umsatzsteuer dazukommt, hängt davon ab, ob du als Privatperson oder mit USt-IdNr. bestellst – rechne im Zweifel 19 % dazu.
- Domain im Hosting-Paket – viele Webhosting-Tarife enthalten eine Domain gratis. Das ist nur dann günstiger, wenn du das Hosting ohnehin brauchst.
Anbieter aus Deutschland oder aus dem Ausland?
Preislich liegen US-Registrare wie Porkbun oder Dynadot fast immer vorn – eine .com kostet dort rund 10 € im Jahr (ohne deutsche MwSt.), bei deutschen Anbietern zwischen rund 13 € (febas, hosttech) und knapp 29 € (checkdomain). Dafür bekommst du bei STRATO, Domain-Offensive oder checkdomain deutschsprachigen Support, Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer und deutsches Vertragsrecht.
Wenn dir der Anbieterstandort wichtig ist, filtere oben nach Sitz des Anbieters: nur Deutschland, die EU oder Anbieter außerhalb der EU.
Technisch macht der Standort des Registrars für die Domain selbst keinen Unterschied: Nameserver, DNS und Weiterleitung funktionieren überall gleich. Der Registrar ist nur die Verwaltungsstelle.
So kommen die Preise zustande
Ein eigener Crawler liest die Preislisten der Anbieter aus – bei Porkbun, OVHcloud und Domain-Offensive direkt aus deren öffentlichen Preis-Schnittstellen, bei allen anderen Anbietern von den Preis- und Domainseiten. Anschließend wird alles auf eine gemeinsame Basis gebracht:
- Monatspreise (z. B. bei STRATO, IONOS oder DomainFactory) werden mit 12 multipliziert (Jahrespreis).
- Weist ein Anbieter netto zzgl. Umsatzsteuer aus (OVHcloud), rechnen wir 19 % dazu.
- US-Dollar wird mit dem EZB-Referenzkurs in Euro umgerechnet. Dynadot hat eine eigene Euro-Preisliste, die wir direkt übernehmen.
- Die US-Registrare Dynadot und Porkbun weisen keine deutsche Umsatzsteuer aus – ihre Preise stehen hier unverändert so, wie sie dort stehen.
Der aktuelle Datenstand ist der 14. September 2026. Anbieter ändern ihre Preise ohne Vorankündigung – prüfe den Preis vor dem Kauf noch einmal beim Anbieter.
Häufige Fragen
Welcher Anbieter ist am günstigsten?
Was kostet eine .de-Domain im Jahr?
Warum ist das erste Jahr so viel billiger?
Kann ich eine Domain zu einem günstigeren Anbieter umziehen?
Sind die Preise inklusive Mehrwertsteuer?
Wie viel spare ich, wenn ich mehrere Domains umziehe?
Was passiert, wenn ich vergesse, meine Domain zu verlängern?
Brauche ich Hosting beim selben Anbieter?
Quellen und weiterführende Informationen
Die Preise stammen direkt von den Anbieter-Seiten:
- Porkbun: Preisliste (öffentliche API)
- OVHcloud: Domain-Preise
- Dynadot: TLD-Preisliste (EUR)
- STRATO: Domain-Preise
- Domain-Offensive: Domain-Preise
- checkdomain: Domain-Preise
- hosttech: Domain-Preisliste
- Variomedia: Domainpreisliste
- FORMALITY: Domain-Preise
- ACTIVE 24: Information und Preise
- IONOS: Domain-Preise
- united-domains: Domain-Endungen
- netcup: Domain-Endungen
- hostworld: Domains
- DomainFactory: Preislisten
- febas: Domains
- EZB: Euro-Referenzkurse
Letzte Aktualisierung: September 2026
Konstantin Botschmanowski
Finanzexperte ✓ VerifiziertGründer von kosten.org. Als ehemaliger Kundenberater bei einem Online Broker und aktiver Trader mit über 10 Jahren Erfahrung in den Finanzmärkten bewerte ich regelmäßig Depots, Broker und Finanzprodukte anhand ihrer veröffentlichten Konditionen. Mein Fokus: Transparente Vergleiche ohne versteckte Kosten!















