Ein Robo-Advisor übernimmt die komplette Geldanlage: Portfolio-Auswahl, Kauf, Verkauf und Rebalancing laufen automatisch. Der wichtigste Unterschied zwischen den Anbietern ist die jährliche Gebühr – über 10 oder 20 Jahre macht schon ein halber Prozentpunkt einen spürbaren Unterschied im Endvermögen.
Konditionen tagesaktuell aus dem FinanceAds-Vergleichsrechner für 10.000 € Einmalanlage und 100 € monatliche Sparrate. Die ausgewiesene Gebühr ist die jährliche Gebühr des Anbieters; die Kosten der eingesetzten ETFs (TER) kommen hinzu. Kapitalanlagen unterliegen Kursschwankungen – Verluste sind möglich.
Was ist ein Robo-Advisor?
Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung: Du beantwortest einige Fragen zu Anlageziel, Anlagedauer und Risikobereitschaft, danach investiert der Anbieter dein Geld automatisch in ein breit gestreutes Portfolio – meist aus ETFs. Kauf, Verkauf und die regelmäßige Rückführung auf die Zielgewichtung (Rebalancing) übernimmt der Anbieter. Du brauchst kein Börsenwissen und musst dich nicht selbst um die Auswahl einzelner Wertpapiere kümmern.
Worauf du beim Vergleich achten solltest
- Servicegebühr p.a. – die jährliche Gebühr des Anbieters, berechnet auf dein Anlagevolumen. Sie ist der größte Kostenblock, den du beeinflussen kannst.
- Fondskosten (TER) – die Kosten der eingesetzten ETFs kommen zur Servicegebühr hinzu und werden direkt im Fonds verrechnet.
- Mindestanlage – manche Anbieter starten ab wenigen Euro, andere verlangen vierstellige Einmalanlagen.
- Sparplan – wer monatlich einzahlen will, sollte auf eine niedrige Mindestsparrate achten.
- Anlagestrategien – je mehr Risikostufen zur Auswahl stehen, desto genauer lässt sich das Portfolio auf dich zuschneiden.
- Rebalancing – automatisches Umschichten hält das Risiko über die Jahre konstant.
Robo-Advisor oder ETF-Sparplan selbst anlegen?
Ein ETF-Sparplan im eigenen Depot ist die günstigere Variante: Es fällt nur die TER des ETFs an, eine Servicegebühr entfällt. Dafür musst du die Auswahl der ETFs, die Aufteilung und das Rebalancing selbst übernehmen – und in schwachen Börsenphasen die Nerven behalten. Ein Robo-Advisor kostet zusätzlich rund 0,5 bis 1 % pro Jahr, nimmt dir dafür aber alle Entscheidungen ab. Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigen möchte, fährt mit einem Robo-Advisor oft besser als mit einem Depot, das nie bespart wird.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Robo-Advisor?
Ab welchem Betrag lohnt sich ein Robo-Advisor?
Ist mein Geld beim Robo-Advisor sicher?
Was bedeutet Rebalancing?
Kann ich jederzeit wieder aussteigen?
Quellen und weiterführende Informationen
Für diesen Vergleich haben wir folgende unabhängige Tests und offizielle Quellen ausgewertet:
- Stiftung Warentest: Robo-Advisor im Test
- Finanztip: Robo-Advisor
- BaFin: Finanzanlagen & digitale Vermögensverwaltung
Letzte Aktualisierung: September 2026
Konstantin Botschmanowski
Finanzexperte ✓ VerifiziertGründer von kosten.org. Als ehemaliger Kundenberater bei einem Online Broker und aktiver Trader mit über 10 Jahren Erfahrung in den Finanzmärkten teste ich regelmäßig Depots, Broker und Finanzprodukte. Mein Fokus: Transparente Vergleiche ohne versteckte Kosten!