KI-Chatbots im Vergleich: 7 Sprachmodelle und ihre Abo-Preise
ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot, Mistral, Grok und DeepSeek – Einstiegstarife von 4,99 € bis 17,84 € im Monat. Wir vergleichen Preise, Gratis-Stufen, Kontextfenster und den Umgang mit Ihren Daten. Preise direkt von den Anbieterseiten, Stand 30.10.2026.
Passenden Chatbot finden
Websuche, Dateianalyse und Sprachmodus haben inzwischen alle – als Filter wären sie wertlos. Hier stehen nur die Punkte, die wirklich unterscheiden.
Sprachmodelle im Abo-Vergleich
Sortiert nach dem günstigsten kostenpflichtigen Tarif. USD- und EUR-Beträge werden 1:1 gegenübergestellt, da sich der Wechselkurs laufend ändert.
DeepSeek
deepseek.com
Funktionen
Tarife
- Chat – 0 $ Voller Funktionsumfang ohne Abo
- API – nach Verbrauch Abrechnung je Million Token
Jahresrabatt: entfällt · Top-Tarif: nur API wird abgerechnet
Vorteile
- Kein Abo nötig – der Chat ist vollständig kostenlos
- Die Modellgewichte sind frei verfügbar, der Betrieb auf eigener Hardware ist möglich
- Sehr starke Leistung bei Mathematik und Programmierung
Nachteile
- Die Datenschutzerklärung nennt ausdrücklich eine Speicherung in der Volksrepublik China
- Ein Widerspruch gegen die Nutzung zum Training ist nur per E-Mail möglich
- Kein Auftragsverarbeitungsvertrag für den Einsatz im Unternehmen
- Keine Bildgenerierung, kein Sprachmodus
Google Gemini
gemini.google.com
Funktionen
Tarife
- Gratis – 0 € Flash-Lite-Modell, 15 GB Speicher
- Google AI Plus – 4,99 €/Monat Flash-Modell, doppelte Limits, 400 GB Speicher
- Google AI Pro – 21,99 €/Monat Gemini 4 Argon, vierfache Limits, 5 TB Speicher, YouTube Premium Lite
- Google AI Ultra – 99,99 € bzw. 219,99 €/Monat 5- bzw. 20-fache Pro-Limits, ab 20 TB Speicher, YouTube Premium
Jahresrabatt: Nein · Top-Tarif: bis 219,99 €
Vorteile
- Preise nativ in Euro inklusive Umsatzsteuer – kein Wechselkursrisiko
- Vertragspartner im EWR ist die Google Ireland Limited, nicht eine US-Gesellschaft
- Im Pro-Tarif stecken 5 TB Cloud-Speicher, YouTube Premium Lite und Google Home Premium
- Schon Google AI Plus für 4,99 € bringt 400 GB Speicher mit
Nachteile
- Chats fließen standardmäßig ins Training ein, teils mit menschlicher Durchsicht
- Von Menschen geprüfte Unterhaltungen bleiben laut Google bis zu drei Jahre gespeichert – auch nach dem Löschen im Verlauf
- Kein Jahresrabatt
ChatGPT (OpenAI)
openai.com
Funktionen
Tarife
- Free – 0 € Textchats mit GPT-6, sonst enge Limits, 27.000 Token Kontext
- Go – 8 €/Monat Mehr Uploads und Bilder – kann Werbung enthalten
- Plus – 23 €/Monat Reasoning-Modelle, Deep Research, erweiterte Codex-Nutzung
- Pro – 103 €, 229 € oder 510 €/Monat Drei Nutzungsstufen, Pro-Reasoning, 400.000 Token Kontext, API-Guthaben
- Business – 26 €/Nutzer, 21 € bei Jahreszahlung Ab zwei Nutzern
Jahresrabatt: nur Business · Top-Tarif: Pro bis 510 €
Vorteile
- Für Deutschland Preise in Euro inklusive 19 % Umsatzsteuer
- Deckt Text, Bild, Sprache, Datenanalyse und Programmierung in einem Abo ab
- Die größte Auswahl an Erweiterungen und Anbindungen
- Verantwortlicher für Nutzer im EWR ist die OpenAI Ireland Limited
Nachteile
- Der Go-Tarif kann Werbung enthalten – Sie zahlen und sehen trotzdem Anzeigen
- Go, Plus und Pro gibt es nur im Monatsabo, ein Jahresrabatt gilt nur für Business
- Chats werden standardmäßig zum Training genutzt; der Widerspruch muss aktiv gesetzt werden
- Großer Preissprung nach oben: Die kleinste Pro-Stufe kostet 103 € statt 23 € für Plus
xAI Grok
x.ai
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ Begrenzte Chat- und Agent-Anfragen
- Plus – 8 $/Monat Grok Chat, Voice, Imagine und Build, Cursor, X-Premium-Häkchen
- Premium – 30 $/Monat 4-fache Plus-Nutzung, neueste Modelle, Bilder und Videos
- Super – 100 $/Monat 15-fache Plus-Nutzung, Vorrang zu Spitzenzeiten
- Ultra – 200 $/Monat 50-fache Plus-Nutzung
- Teams – ab 30 $/Nutzer und Monat Gemeinsames Kontingent, zentrale Abrechnung
Jahresrabatt: Nein · Top-Tarif: Ultra 200 $
Vorteile
- Greift direkt auf aktuelle Beiträge auf X zu
- Schon der Plus-Tarif für 8 $ enthält Bildgenerierung und das Programmier-Werkzeug Cursor
- Das Nutzungskontingent erneuert sich wöchentlich statt monatlich
Nachteile
- Die neuesten Grok-Modelle gibt es erst ab Premium für 30 $
- Alle Funktionen teilen sich ein gemeinsames Kontingent – auch die Nutzung in Cursor
- Fremdmodelle in Cursor werden zusätzlich zu API-Listenpreisen abgerechnet
- Die Verarbeitung stützt sich auf ein „berechtigtes Interesse“ statt auf Ihre Einwilligung
Microsoft Copilot
microsoft.com
Funktionen
Tarife
- Copilot (gratis) – 0 € Chat ohne Abo, mit Limits
- Microsoft 365 Single – 10 €/Monat oder 99 €/Jahr 1 Person, Office-Apps, 1 TB OneDrive, Copilot
- Microsoft 365 Family – 13 €/Monat oder 129 €/Jahr Bis 6 Personen, 2 TB geteilt – KI aber nur für den Käufer
- Microsoft 365 Premium – 22 €/Monat oder 219 €/Jahr Bis 6 Personen, 2 TB, großzügigere Limits und agentische KI – nur für den Käufer
- Microsoft 365 Pro – 110 €/Monat, nur monatlich 5 TB geteilt, höchstes Copilot-Nutzungsvolumen
Jahresrabatt: rund 17 % · Top-Tarif: Microsoft 365 Pro 110 €
Vorteile
- Preise nativ in Euro inklusive Umsatzsteuer
- Word, Excel, PowerPoint, Outlook und 1 TB OneDrive stecken im selben Abo
- Rund 17 % Nachlass bei Jahreszahlung
- Copilot sitzt direkt in den Office-Programmen statt in einem separaten Fenster
Nachteile
- Im Family-Tarif lassen sich die KI-Funktionen nicht mit den anderen fünf Personen teilen – nur der Käufer bekommt sie
- „Copilot Pro“ als eigenständiges Verbraucherabo gibt es nicht mehr
- Das Kontextfenster wird nicht ausgewiesen
- Kein eigenes Programmier-Werkzeug im Abo
Claude (Anthropic)
claude.com
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ Nur die Modelle Sonnet und Haiku, ohne Opus
- Pro – 20 $/Monat, 17 $ bei Jahreszahlung (200 $ im Voraus) Opus, Claude Code, Projekte
- Max – ab 100 $/Monat 5- oder 20-fache Pro-Nutzung, monatliches API-Guthaben
- Team – 25 $/Nutzer, 20 $ bei Jahreszahlung 2 bis 150 Plätze; Premium-Plätze 125 $ bzw. 100 $
Jahresrabatt: 15 % · Top-Tarif: Max ab 100 $
Vorteile
- Als einziger Anbieter im Vergleich wird mit Ihren Chats nur trainiert, wenn Sie ausdrücklich zustimmen
- Der Inkognito-Chat wird nie zum Training verwendet
- Claude Code als eigenes Programmier-Werkzeug ist im Pro-Abo enthalten
- Verantwortlicher für Nutzer im EWR ist die Anthropic Ireland, Limited
Nachteile
- Keine Bildgenerierung
- Der kostenlose Tarif bietet das stärkste Modell Opus nicht
- Preise in US-Dollar, auch auf der deutschen Seite
- Kein Sprachmodus am Desktop
Mistral (Vibe)
mistral.ai
Funktionen
Tarife
- Free – 0 € Chat, Websuche und Vibe fürs Programmieren mit Limits
- Student – 5,99 $/Monat netto Pro-Funktionen mit Nachweis
- Pro – 17,84 €/Monat 150 Schnellantworten am Tag, Vibe ganztägig, API-Guthaben
- Team – 29,74 €/Nutzer und Monat 200 Schnellantworten, bis 30 GB pro Nutzer; Preisrechner ab 59 € im Monat
Jahresrabatt: Nein · Top-Tarif: Team 29,74 €/Nutzer
Vorteile
- Französischer Anbieter mit Datenhaltung in der EU – das stärkste DSGVO-Argument im Vergleich
- Für Deutschland Preise in Euro inklusive Umsatzsteuer
- Offene Modelle wie Mistral 7B lassen sich auf eigener Hardware betreiben
- Studierende zahlen mit Nachweis nur 5,99 $ netto
Nachteile
- Unter den Anbietern mit Euro-Preisen der teuerste Einstieg
- Kein Jahresrabatt
- Kommerzieller Selbstbetrieb braucht laut Mistral eine eigene Lizenz
- Das Kontextfenster wird nicht einheitlich ausgewiesen
Einstiegspreise im Überblick
Günstigster kostenpflichtiger Tarif je Anbieter, pro Monat. DeepSeek hat keinen Bezahltarif für Privatkunden.
Was kostet ein KI-Abo im Jahr?
Hochgerechnet auf zwölf Monate mit den Listenpreisen der Anbieter, Stand 30.10.2026. Dollar-Beträge zusätzlich mit 19 % Umsatzsteuer, ohne Fremdwährungsgebühr.
| Tarif | Abrechnung | Pro Jahr |
|---|---|---|
| Google AI Plus | 12 × 4,99 € | 59,88 € |
| ChatGPT Go | 12 × 8 € | 96 € |
| Microsoft 365 Single | Jahresabo | 99 € |
| Grok Plus | 12 × 8 $ netto | 96 $ (114,24 $ brutto) |
| Claude Pro | Jahresabo, im Voraus | 200 $ (238 $ brutto) |
| Mistral Pro | 12 × 17,84 € | 214,08 € |
| Google AI Pro | 12 × 21,99 € | 263,88 € |
| ChatGPT Plus | 12 × 23 € | 276 € |
| Claude Pro | 12 × 20 $ netto | 240 $ (285,60 $ brutto) |
Wer zwei Abos parallel hält – etwa ChatGPT Plus fürs Schreiben und Claude Pro fürs Programmieren –, landet schnell bei über 500 € im Jahr. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob ein Bündel wie Microsoft 365 oder Google AI Pro die eigene Nutzung schon abdeckt.
Welcher Chatbot kann was? Die Funktionsmatrix
Antworten schreiben, im Web suchen, PDFs lesen und sprechen können alle 7 – das taugt nicht als Auswahlkriterium. Interessant wird es bei Abrechnung, Datenschutz und dem, was sonst noch im Abo steckt.
| Anbieter | Preise in Euro | EU-Vertragspartner | Kein Training mit Chats | Bildgenerierung enthalten | Programmier-Werkzeug | Selbst betreibbar | Speicher oder Office dabei | Team-Tarif |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DeepSeek | ||||||||
| Google Gemini | ||||||||
| ChatGPT (OpenAI) | ||||||||
| xAI Grok | ||||||||
| Microsoft Copilot | ||||||||
| Claude (Anthropic) | ||||||||
| Mistral (Vibe) |
Nur einer trainiert nicht mit
Bei Claude fließen Chats ausschließlich nach ausdrücklicher Zustimmung ins Training, der Inkognito-Modus nie. Bei allen anderen ist die Nutzung voreingestellt – der Widerspruch muss aktiv in den Einstellungen gesetzt werden.
Euro-Preise werden zur Regel
Google, Microsoft, OpenAI und Mistral nennen für Deutschland Euro-Bruttopreise. Nur Anthropic und xAI rechnen noch in US-Dollar netto ab – dort kommen 19 % Umsatzsteuer und je nach Karte eine Fremdwährungsgebühr hinzu.
Manchmal zahlen Sie doppelt
Google AI Pro enthält 5 TB Speicher und YouTube Premium Lite, Microsoft 365 bringt Office und 1 TB OneDrive mit. Wer diese Dienste ohnehin bezahlt, bekommt die KI dort faktisch geschenkt.
Angaben laut Anbieterseiten, Datenschutzerklärungen und Dokumentation, Stand 30.10.2026. Die Tarife dieser Anbieter ändern sich mehrmals im Jahr – prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuelle Preisseite.
Welches KI-Abo lohnt sich für wen?
Die Leistungsunterschiede zwischen den Spitzenmodellen sind 2026 kleiner geworden, als die Marketingversprechen vermuten lassen. Für die meisten Alltagsaufgaben – Texte entwerfen, zusammenfassen, übersetzen, recherchieren – liefern ChatGPT, Claude und Gemini vergleichbar gute Ergebnisse. Die Entscheidung fällt deshalb seltener über die Antwortqualität als über den Preis, den Datenschutz und die Frage, was sonst noch im Abo steckt.
Die günstigste Rechnung: Bündel prüfen
Wer ohnehin Cloud-Speicher oder ein Office-Paket bezahlt, sollte zuerst dort nachsehen. Google AI Pro für 21,99 € enthält 5 TB Speicher, YouTube Premium Lite und Google Home Premium; schon Google AI Plus für 4,99 € bringt 400 GB Speicher mit. Microsoft 365 Single für 10 € im Monat beziehungsweise 99 € im Jahr bringt Word, Excel, PowerPoint, Outlook, 1 TB OneDrive und Copilot mit. Gemessen am Einzelpreis eines reinen KI-Abos wie ChatGPT Plus für 23 € ist das der klar bessere Schnitt.
Eine Falle steckt allerdings im Microsoft-365-Family-Tarif: Er gilt für bis zu sechs Personen, die KI-Funktionen bekommt aber ausschließlich der Käufer. Wer das Abo für die Familie bucht und davon ausgeht, dass alle Copilot nutzen können, zahlt für eine Leistung, die nur eine Person erhält.
Datenschutz: die drei Fragen, die zählen
Erstens: Wird mit meinen Chats trainiert? Bei sechs der sieben verglichenen Anbieter lautet die Antwort ja, und zwar voreingestellt. Nur Anthropic dreht das um: Claude verwendet Ihre Unterhaltungen erst, wenn Sie ausdrücklich zustimmen, und den Inkognito-Chat nie. Bei allen anderen müssen Sie den Widerspruch selbst in den Einstellungen suchen.
Zweitens: Wer ist mein Vertragspartner? Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum ist bei Google die Google Ireland Limited zuständig – ein EU-Unternehmen mit den damit verbundenen Pflichten. Auch OpenAI und Anthropic nennen für den EWR irische Gesellschaften als Verantwortliche (OpenAI Ireland Limited bzw. Anthropic Ireland, Limited). Mistral sitzt in Frankreich und hält die Daten in der EU. Bei xAI verkauft laut Preisseite die X Subscription Corp die Abos, bei DeepSeek nennt die Datenschutzerklärung ausdrücklich eine Speicherung in der Volksrepublik China.
Drittens: Wie lange bleiben die Daten liegen? Hier ist Google besonders deutlich: Unterhaltungen, die zur Qualitätssicherung von Menschen geprüft wurden, bleiben bis zu drei Jahre gespeichert – auch dann, wenn Sie den Chat in Ihrem Verlauf längst gelöscht haben. Wer berufliche Inhalte eingibt, sollte das wissen.
Das Kontextfenster: der unterschätzte Wert
Wie viel Text ein Modell gleichzeitig überblicken kann, entscheidet darüber, ob Sie einen 40-seitigen Vertrag am Stück analysieren lassen können oder ihn in Häppchen zerlegen müssen. Gemessen wird in Token; ein Token entspricht etwa 0,75 Wörtern.
Gemini nennt bis zu einer Million Token und Uploads von bis zu 1.500 Seiten. Claude gibt in allen Tarifen bis zu einer Million Token an, abhängig vom gewählten Modell. Bei ChatGPT ist das Bild unübersichtlich: Der kostenlose Tarif kommt im Schnellmodus auf 27.000 Token, Go und Plus auf 54.000 (beim Nachdenken 256.000), erst der Pro-Tarif erreicht 128.000 im Schnellmodus und 400.000 beim Nachdenken. Microsoft und xAI weisen gar keine Werte aus.
Wer sich das Abo sparen kann
Alle sieben Anbieter haben eine dauerhafte Gratis-Stufe. Wer den Chatbot nur gelegentlich nutzt, kommt damit gut aus – die Limits greifen erst bei intensiver Nutzung. Mistral ist im kostenlosen Tarif breit aufgestellt: Er enthält Chat, Websuche, Bildgenerierung und begrenzte Programmier-Sitzungen mit Vibe. DeepSeek verlangt für die Privatnutzung gar nichts, verlagert die Daten dafür nach China.
Wer dagegen beruflich täglich damit arbeitet, stößt schnell an die Grenzen. Dann lohnt der Blick auf die Nutzungsmenge statt auf den Preis: Claude Max kostet ab 100 $ netto, die kleinste ChatGPT-Pro-Stufe 103 € – beide liefern ein Vielfaches des Kontingents der Standard-Abos.
Vor dem Abschluss: Probemonat, Kündigung, Limits
Probemonat nutzen: Microsoft bietet Microsoft 365 Single, Family und Premium einen Monat kostenlos zum Ausprobieren an, auch Google nennt für Google AI Pro einen Probezeitraum. Beide Abos verlängern sich danach automatisch – tragen Sie sich das Enddatum ein.
Kündigungsfrist beachten: Die Abos lassen sich monatlich beenden, aber nicht in letzter Minute. xAI verlangt zum Beispiel, dass Sie mindestens 24 Stunden vor der Verlängerung kündigen. Bei Google gibt es für angebrochene Abrechnungszeiträume keine Erstattung.
Limits verstehen: „Unbegrenzt“ heißt bei keinem Anbieter wirklich unbegrenzt. Google rechnet in Gemini mit rechenbasierten Limits, die sich alle fünf Stunden erneuern, bis ein Wochenlimit erreicht ist. xAI erneuert das gemeinsame Kontingent wöchentlich, OpenAI spricht von unbegrenzten Textchats „mit Schutz vor Missbrauch“. Wer regelmäßig an Grenzen stößt, sollte vor einem Tarifsprung prüfen, ob ein Nachkauf von Guthaben günstiger ist – Google und xAI bieten das an.
Was wir nicht bewerten
Wir stellen keine Rangliste der Antwortqualität auf. Die gängigen Benchmarks messen Prüfungsaufgaben, nicht Ihren Arbeitsalltag, und die Reihenfolge ändert sich mit jedem Modell-Update. Ebenso wenig nennen wir Preise, die wir nicht selbst auf der Anbieterseite nachlesen konnten – deshalb fehlt Perplexity, dessen Preisseite den automatisierten Abruf blockiert. Meta AI, Qwen und You.com haben kein Bezahlabo für Privatkunden und sind aus diesem Grund nicht enthalten.
Ein Hinweis zu den Angaben von xAI: Die Preisseite auf x.ai firmiert inzwischen unter „SpaceX Super Intelligence“ und bündelt Grok mit X-Premium-Funktionen und dem Programmier-Werkzeug Cursor. Statt früher zwei SuperGrok-Stufen gibt es nun fünf Privatkundentarife von Free bis Ultra für 200 $; alle Preise verstehen sich ohne Umsatzsteuer.
Häufige Fragen
Die Einstiegstarife reichen von 4,99 € für Google AI Plus bis 17,84 € für Mistral Pro. Dazwischen liegen ChatGPT Go mit 8 €, Grok Plus mit 8 $ netto, Microsoft 365 Single mit 10 € und Claude Pro mit 17 $ netto bei Jahreszahlung beziehungsweise 20 $ monatlich. DeepSeek hat gar keinen Bezahltarif – der Chat ist vollständig kostenlos. Alle 7 verglichenen Anbieter haben außerdem eine dauerhafte Gratis-Stufe. Nach oben ist die Spanne groß: ChatGPT Pro kostet bis zu 510 €, Google AI Ultra bis zu 219,99 € und Grok Ultra 200 $ im Monat.
Claude ist der einzige Anbieter im Vergleich, bei dem Ihre Chats nur nach ausdrücklicher Zustimmung ins Training einfließen; der Inkognito-Modus wird grundsätzlich nie zum Training verwendet. Für die Frage, wo die Daten liegen, ist Mistral die klarste Wahl – der französische Anbieter hält die Daten in der EU. Google, OpenAI und Anthropic nennen für Nutzer im EWR jeweils eine irische Gesellschaft als Verantwortlichen. Google trainiert aber standardmäßig mit und behält von Menschen geprüfte Unterhaltungen bis zu drei Jahre. Bei DeepSeek nennt die Datenschutzerklärung ausdrücklich eine Speicherung in der Volksrepublik China.
Ja, inzwischen 4 von 7: Google, Microsoft, OpenAI und Mistral weisen für Deutschland Euro-Preise inklusive Umsatzsteuer aus. Anthropic und xAI rechnen weiterhin in US-Dollar netto ab. Aus 20 $ für Claude Pro werden mit 19 % deutscher Umsatzsteuer rund 23,80 $, und je nach Kreditkarte kommt noch eine Fremdwährungsgebühr hinzu. Vorsicht beim Umrechnen: Die Euro-Preise sind keine Wechselkurs-Umrechnung – ChatGPT Plus kostet in Deutschland 23 €, in den USA 20 $ zuzüglich Steuer.
Das Kontextfenster gibt an, wie viel Text ein Modell gleichzeitig im Blick behalten kann – gemessen in Token, wobei ein Token etwa 0,75 Wörtern entspricht. Wer lange Verträge, ganze Bücher oder umfangreichen Programmcode analysieren lassen will, braucht ein großes Fenster. Gemini und Claude nennen bis zu einer Million Token, bei Claude abhängig vom Modell. ChatGPT liegt je nach Modell und Tarif zwischen 27.000 und 400.000 Token. Microsoft, Mistral und xAI machen dazu keine einheitlichen Angaben.
Für Privatkunden gibt es nur bei zwei Anbietern einen Nachlass: Claude gibt 15 % auf den Pro-Tarif, Microsoft rund 17 % auf Microsoft 365. OpenAI bietet die Jahreszahlung nur für den Business-Tarif an (21 statt 26 € pro Nutzer), Google, Mistral und xAI gar nicht. Wo es einen Rabatt gibt, sollten Sie abwägen: Der Markt bewegt sich schnell, und ein Wechsel ist der wirksamste Hebel, wenn ein Konkurrent nachzieht.
5 der 7 Anbieter legen ein eigenes Programmier-Werkzeug ins Abo: Claude bringt Claude Code bereits im Pro-Tarif mit, OpenAI stellt Codex bereit, Google die Entwicklungsplattform Antigravity, Mistral das Werkzeug Vibe für Terminal und Entwicklungsumgebung, und bei Grok ist ab dem Plus-Tarif Cursor enthalten. Microsoft Copilot für Privatkunden hat keines – dafür ist GitHub Copilot ein separates Produkt mit eigener Abrechnung.
Ja, bei 2 der 7 Anbieter: Mistral und DeepSeek veröffentlichen Modellgewichte, sodass sich die Modelle auf einem eigenen Server betreiben lassen. Für Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben ist das oft der einzige gangbare Weg, weil dabei überhaupt keine Daten das Haus verlassen. Achten Sie auf die Lizenz: Mistral erlaubt offene Modelle wie Mistral 7B unter Apache 2.0, verlangt für kommerzielle Einsätze anderer Modelle aber eine eigene Lizenz. Die Leistung hängt außerdem stark von der verfügbaren Grafikhardware ab, und die Spitzenmodelle von OpenAI, Anthropic und Google gibt es ausschließlich als Dienst.
Bei Euro-Preisen wie bei Google, Microsoft, OpenAI und Mistral steht der Endbetrag fest: 23 € für ChatGPT Plus sind 23 € auf der Abrechnung. Bei Dollar-Netto-Preisen wie bei Anthropic und xAI kommt die Umsatzsteuer erst an der Kasse hinzu, und Ihre Bank rechnet den Dollarbetrag zum Tageskurs um – der Betrag schwankt also von Monat zu Monat leicht. Wer ein Unternehmen hat und eine Umsatzsteuer-ID angibt, bekommt bei Anbietern mit Reverse-Charge-Verfahren – OpenAI weist an der Kasse darauf hin – eine Rechnung ohne Umsatzsteuer und führt die Steuer selbst ab.
Perplexity blockiert den automatisierten Abruf seiner eigenen Preisseite, sodass sich die Tarife nicht an der Quelle prüfen lassen. Wir nennen grundsätzlich keine Preise, die wir nicht selbst beim Anbieter nachgelesen haben. Sobald die Angaben wieder öffentlich abrufbar sind, nehmen wir Perplexity auf. Ebenfalls nicht enthalten sind Meta AI und Qwen, weil es dafür kein Bezahlabo für Privatkunden gibt.
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