KI Videos erstellen: 10 Generatoren im Preisvergleich
Von 4,99 € bis 25 $ pro Monat – wir vergleichen Einstiegstarife, Gratis-Stufen, Wasserzeichen und Nutzungsrechte der wichtigsten KI-Videogeneratoren. Preise direkt von den Anbieterseiten, Stand Oktober 2026.
Passenden Videogenerator finden
Der größte Unterschied: Erzeugt das Werkzeug eine frei erfundene Szene oder spricht ein Avatar Ihren Text ab? Beides zugleich bieten nur InVideo und HeyGen.
KI-Videogeneratoren im Vergleich
Sortiert nach dem günstigsten kostenpflichtigen Tarif, auf den Monat umgerechnet – bei Jahresabos gilt der Monatsbetrag bei Jahreszahlung (steht unter dem Preis). USD- und EUR-Beträge werden 1:1 gegenübergestellt, da sich der Wechselkurs laufend ändert.
Google Veo (Flow)
gemini.google.com
Funktionen
Tarife
- Gratis – 0 € Flow mit engem Tageslimit
- Google AI Plus – 4,99 €/Monat 200 Flow-Credits im Monat, 400 GB Speicher
- Google AI Pro – 21,99 €/Monat 1.000 Flow-Credits, 5 TB Speicher
- Google AI Ultra – 99,99 € (Ultra 5×) bzw. 219,99 € (Ultra 20×)/Monat 10.000 bzw. 25.000 Flow-Credits, ab 20 TB Speicher, YouTube Premium
Vorteile
- Preise nativ in Euro inklusive Umsatzsteuer – kein Wechselkursrisiko
- Veo 3.1 erzeugt Dialog, Geräusche und Musik direkt mit dem Bild, inklusive passender Lippenbewegung
- Vertragspartner im EWR ist die Google Ireland Limited
Nachteile
- Kein Jahresrabatt – der Monatspreis ist der Endpreis
- Videogenerierung ist Teil eines Rundum-Abos, kein spezialisiertes Schnitt-Werkzeug
- Kein 4K-Export
Krea
krea.ai
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ 100 Einheiten pro Tag, alle Videomodelle, kommerzielle Lizenz laut Tarifkarte
- Basic – 9 $/Monat, 5 $ bei Jahreszahlung 5.000 Einheiten (laut Anbieter ≈ 15 Videos mit Seedance 2.0 Fast)
- Pro – 35 $/Monat, 21 $ bei Jahreszahlung 20.000 Einheiten
- Max – 105 $/Monat, 63 $ bei Jahreszahlung 60.000 Einheiten
- Business – 200 $/Monat, 160 $ bei Jahreszahlung 80.000 Einheiten, Team-Funktionen
Vorteile
- 40 % Jahresrabatt – der höchste Nachlass im Vergleich
- Der kostenlose Tarif nennt in der Tarifkarte ausdrücklich eine kommerzielle Lizenz
- Bündelt Seedance, Kling, Veo und weitere Videomodelle sowie Upscaler bis 22K in einer Oberfläche
Nachteile
- Ohne Jahresbindung kostet Basic 9 $ und Pro 35 $
- Keine Avatar-Sprecher
- Preise nur in US-Dollar
Pika
pika.art
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ Keine monatlichen Credits (nur Kaufpakete), kein Wasserzeichen, keine kommerzielle Lizenz
- Starter – 10 $/Monat bzw. 8 $ bei Jahreszahlung 900 Credits, kommerzielle Lizenz
- Creator – 35 $/Monat bzw. 28 $ bei Jahreszahlung 3.150 Credits, mehr parallele Generierungen
- Fancy – 95 $/Monat bzw. 76 $ bei Jahreszahlung 8.550 Credits, Prioritäts-Warteschlange
Vorteile
- Mit 8 $ bei Jahreszahlung einer der günstigsten Tarife mit kommerzieller Lizenz
- Neben eigenen Modellen auch Seedance, MiniMax, Wan und Gemini Omni in einer Oberfläche
- API für Entwickler (dev.pika.art)
Nachteile
- Das Free-Konto enthält keine monatlichen Gratis-Credits – nur Kaufpakete
- Ohne Abo keine kommerzielle Lizenz
- Ohne Jahresbindung kostet Starter 10 $
MiniMax Hailuo
hailuoai.video
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ Einmalige Test-Credits, nur Hailuo-Modelle
- Standard – 14,99 $/Monat bzw. 8,40 $ bei Jahreszahlung 1.000 Credits (≈ 143 s MiniMax H3 in 768p)
- Pro – 54,99 $/Monat bzw. 30,40 $ bei Jahreszahlung 4.500 Credits, Bildmodelle unbegrenzt
- Master – 119,99 $/Monat bzw. 71,20 $ bei Jahreszahlung 10.500 Credits
- Max – 184 $/Monat bei Jahreszahlung 27.000 Credits, Hailuo-2.x-Modelle unbegrenzt
Vorteile
- Laut Preisseite ab 0,034 $ je Sekunde Video (H3 Max, 480p) im Standard-Tarif, in höheren Tarifen ab 0,027 $
- Bis zu 47 % Rabatt bei Jahreszahlung
- Zusätzlich Zugriff auf Veo 3.1
Nachteile
- Keine dauerhafte Gratis-Stufe, nur einmalige Test-Credits
- Ohne Jahresbindung kostet Standard 14,99 $ statt 8,40 $
- Chinesischer Anbieter – zur Datenverarbeitung in der EU liegen keine belastbaren Angaben vor
InVideo AI
invideo.io
Funktionen
Tarife
- Starter – 20 €/Monat, 10 € bei Jahreszahlung 400 Credits, ausgewählte Modelle (Seedance 2.0 Fast/Mini)
- Plus – 60 €/Monat, 30 € bei Jahreszahlung 2.000 Credits, alle Modelle, Seedance 2.0 in 4K
- Max – 250 €/Monat (befristete Aktionspreise bei Mehrjahresbindung) 8.000 Credits, niedrigster Preis je Credit
Vorteile
- Aus einem Satz entsteht ein komplettes Video mit Szenen, Musik und Sprecher
- Preise in Euro
- Änderungen lassen sich per Textbefehl statt per Zeitleiste vornehmen
Nachteile
- Seit 2026 gibt es keinen kostenlosen Tarif mehr
- Im Starter-Tarif kein Zugriff auf die stärkeren Seedance-Modelle
- Häufig wechselnde, befristete Aktionsrabatte erschweren den Preisvergleich
- Keine öffentliche API
Runway
runwayml.com
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ 125 Credits einmalig, Wasserzeichen – aber volle Rechte
- Standard – 15 $/Monat, 12 $ bei Jahreszahlung 625 Credits im Monat (≈ 52 s Gen-4.5), 4K-Upscaling
- Pro – 35 $/Monat, 28 $ bei Jahreszahlung 2.250 Credits, unbegrenztes 4K-Upscaling, Stimmklon
- Max – 95 $/Monat, 76 $ bei Jahreszahlung 9.500 Credits, ungenutzte Credits einen Monat übertragbar
Vorteile
- Laut Nutzungsbedingungen beansprucht Runway kein Eigentum an den Videos und schränkt die kommerzielle Nutzung nicht ein – auch im Gratis-Tarif
- Neben eigenen Gen-4-Modellen auch Kling 4.0, Seedance und Nano Banana Pro
- 4K-Upscaling und API-Zugang vorhanden
Nachteile
- Die 125 Gratis-Credits gibt es nur einmal, nicht monatlich
- Nettopreise in US-Dollar
- Credits verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums – nur im Max-Tarif ist ein Monat Übertrag möglich
- Runway darf Ein- und Ausgaben laut Nutzungsbedingungen zum Training seiner Modelle verwenden
Synthesia
synthesia.io
Funktionen
Tarife
- Basic – 0 $ 500 Credits im Monat (10 Minuten), Wasserzeichen, nur Teilen per Link
- Starter – 19 $/Monat bzw. 14 $ bei Jahreszahlung (168 $/Jahr) Download, 15.000 Credits/Jahr (≈ 150 Minuten), 125+ Avatare
- Pro – 89 $/Monat bzw. 59 $ bei Jahreszahlung (708 $/Jahr) 72.000 Credits/Jahr (≈ 720 Minuten), 5 persönliche Avatare, 180+ Avatare
- Enterprise – auf Anfrage Unbegrenzte Minuten, 240+ Avatare, SSO, SCORM
Vorteile
- Bis zu 34 % Rabatt bei Jahreszahlung
- Mehr als 140 Sprachen und Stimmen inklusive Deutsch in jedem Tarif
- Laut Anbieter bei über 90 % der Fortune-100-Unternehmen im Einsatz
Nachteile
- Ohne Jahreszahlung kostet der Einstieg 19 $
- Im kostenlosen Tarif lässt sich das Video nicht herunterladen
- Nur Avatar-Videos – keine freie Szenengenerierung
Descript
descript.com
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ Begrenzte Transkription und Export
- Hobbyist – 24 $/Monat, 16 $ bei Jahreszahlung 1080p ohne Wasserzeichen, 10 Medienstunden, 400 KI-Credits
- Creator – 35 $/Monat, 24 $ bei Jahreszahlung 4K-Export, 30 Medienstunden, 800 KI-Credits, KI-Videomodelle
- Business – 65 $/Monat, 50 $ bei Jahreszahlung 40 Medienstunden, 1.500 KI-Credits, Übersetzung in 30+ Sprachen, eigene Avatare
Vorteile
- Text löschen heißt Video kürzen – der schnellste Weg für Podcasts und Interviews
- Füllwörter wie „äh“ lassen sich mit einem Klick im ganzen Projekt entfernen
- Deutsche Transkription und Untertitel inklusive
Nachteile
- Kein eigenständiger Szenengenerator – KI-Videomodelle gibt es erst ab Creator als Zusatz
- Keine öffentliche API
- Der günstige Preis gilt nur bei Jahreszahlung, 4K erst ab Creator
HeyGen
heygen.com
Funktionen
Tarife
- Free – 0 $ 3 Videos im Monat, 1 Minute, Wasserzeichen, 30+ Sprachen
- Creator – 29 $/Monat, rund 24,17 $ bei Jahreszahlung 600 Credits, 1080p, Videos bis 30 Minuten, eigener Avatar
- Pro – 49 $/Monat, rund 40,83 $ bei Jahreszahlung 1.000 Credits, 4K-Export, Seedance 2.5 und Veo 3.1
- Business – 149 $/Monat, rund 124,17 $ bei Jahreszahlung 1.500 Credits, Team-Workspace, SSO, SCORM-Export
Vorteile
- Klont Gesicht und Stimme aus einem kurzen Aufnahmevideo
- Übersetzt fertige Videos in 175+ Sprachen und Dialekte
- Ab Pro auch freie Szenen mit Seedance 2.5 und Veo 3.1 – Avatar und Szenengenerator in einem Abo
Nachteile
- Der kostenlose Tarif erlaubt nur drei Videos im Monat, jeweils mit Wasserzeichen
- 4K-Export erst ab dem Pro-Tarif
- Nettopreise in US-Dollar
Luma Dream Machine
lumalabs.ai
Funktionen
Tarife
- Plus – 30 $/Monat, 25 $ bei Jahreszahlung 10.000 Credits, kommerzielle Nutzung
- Pro – 90 $/Monat, 75 $ bei Jahreszahlung 40.000 Credits
- Ultra – 300 $/Monat, 250 $ bei Jahreszahlung 150.000 Credits
Vorteile
- Eigene Ray-Modelle plus Seedance, Kling und Veo 3.1 – transparente Credit-Preisliste je Modell und Auflösung
- Sehr großzügige Credit-Kontingente in den oberen Tarifen
- API für eigene Anwendungen
Nachteile
- Kein kostenloser Tarif im offiziellen Preisplan
- Mit 25 $ bei Jahreszahlung der teuerste Einstieg im Vergleich
- Keine Avatare; 4K nur über Fremdmodelle wie Seedance oder Kling
Einstiegspreise im Überblick
Günstigster kostenpflichtiger Tarif je Anbieter, pro Monat.
Welches Tool kann was? Die Funktionsmatrix
Die wichtigste Trennlinie verläuft zwischen Szenengeneratoren, die frei erfundene Bilder erzeugen, und Avatar-Tools, bei denen eine digitale Person Ihren Text abliest. Nur InVideo und HeyGen decken inzwischen beide Welten ab.
| Anbieter | Freie Szene aus Text | Foto animieren | Ton wird mitgeneriert | KI-Avatar als Sprecher | Lippensynchron | Deutsche Sprachausgabe | 4K-Export | API-Zugang | Gratis kommerziell nutzbar |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Google Veo (Flow) | |||||||||
| Krea | |||||||||
| Pika | |||||||||
| MiniMax Hailuo | |||||||||
| InVideo AI | |||||||||
| Runway | |||||||||
| Synthesia | |||||||||
| Descript | |||||||||
| HeyGen | |||||||||
| Luma Dream Machine |
Ton ist das neue Unterscheidungsmerkmal
Google Veo erzeugt Dialog, Geräusche und Musik zusammen mit dem Bild – inklusive passender Lippenbewegung. Über eingebundene Fremdmodelle wie Seedance oder Kling liefern inzwischen auch Luma, Pika und Runway Clips mit Ton – je nach gewähltem Modell.
Gratis heißt selten kommerziell
Nur 3 der 10 Anbieter erlauben die kommerzielle Nutzung schon im kostenlosen Tarif. Runway räumt die Rechte sogar in jedem Tarif ein, Pika verbietet sie gratis komplett.
Deutsch können vor allem die Avatar-Tools
Synthesia deckt über 140 Sprachen ab, HeyGen übersetzt fertige Videos samt Lippenbewegung. Die reinen Szenengeneratoren erwarten dagegen meist englische Prompts.
Angaben laut Anbieterseiten und Dokumentation, Stand Oktober 2026. Der Funktionsumfang ändert sich in diesem Markt monatlich – prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuelle Tarifseite des Anbieters.
Was kostet ein KI-Video wirklich?
Der Listenpreis sagt bei Videogeneratoren wenig aus, weil fast alle Anbieter nicht in Videos, sondern in Credits abrechnen. Wie viele Sekunden Sie für Ihr Kontingent bekommen, hängt vom gewählten Modell und von der Auflösung ab. Bei Runway etwa reichen die 625 Credits des Standard-Tarifs laut Preisseite für 52 Sekunden mit dem Spitzenmodell Gen-4.5 – oder für 104 Sekunden mit dem schnelleren Gen-4 Turbo. Am günstigsten pro Sekunde ist laut Preisseite MiniMax Hailuo: ab 0,034 $ in 480p, rund 0,06 $ in 768p.
Die drei Kostenfallen
Erstens die Umsatzsteuer. Acht der zehn verglichenen Anbieter weisen Nettopreise in US-Dollar aus. Aus den beworbenen 12 $ für Runway Standard werden mit 19 % deutscher Umsatzsteuer rund 14,30 $, plus ein bis zwei Prozent Fremdwährungsgebühr der Kreditkarte. Nur Google (brutto) und InVideo rechnen in Euro ab.
Zweitens die Jahresbindung. Bei Krea kostet Pro monatlich 35 $ statt 21 $, bei MiniMax Hailuo der Standard-Tarif 14,99 $ statt 8,40 $, bei InVideo Starter 20 € statt 10 €. Der Rabatt von 17 bis 50 % ist verlockend, aber er bindet Sie zwölf Monate an ein Werkzeug in einem Markt, in dem 2026 mit OpenAI Sora ausgerechnet der bekannteste Name verschwunden ist.
Drittens das Wasserzeichen. Die meisten Gratis-Stufen brennen ein Logo ins Bild – bei Runway, HeyGen und Synthesia etwa. Pika verzichtet zwar auf das Wasserzeichen, gibt im Free-Konto aber keine Gratis-Credits mehr aus. Synthesia geht noch weiter und lässt das Video im kostenlosen Tarif gar nicht erst herunterladen – Sie können es nur im Browser ansehen. Wer testen will, ob ein Werkzeug taugt, sollte das einkalkulieren.
Kostenbeispiel: Was kostet eine Minute Video?
Rechnet man die Kontingente der Einstiegstarife (Jahreszahlung, Stand Oktober 2026) mit den Credit-Preislisten der Anbieter in Sekunden um, ergeben sich sehr unterschiedliche Minutenpreise:
| Tarif | Preis/Monat | Kontingent | ≈ Videolänge laut Anbieter | ≈ je Minute |
|---|---|---|---|---|
| Synthesia Starter (Avatar) | 14 $ | 15.000 Credits/Jahr | ~150 Min. im Jahr | ~1,10 $ |
| Luma Plus (Ray3.2, 720p) | 25 $ | 10.000 Credits | 500 s (100 Credits je 5 s) | ~3 $ |
| MiniMax Hailuo Standard (H3, 768p) | 8,40 $ | 1.000 Credits | ~143 s | ~3,50 $ |
| Luma Plus (Ray3.2, 1080p) | 25 $ | 10.000 Credits | 125 s (400 Credits je 5 s) | ~12 $ |
| Runway Standard (Gen-4.5) | 12 $ | 625 Credits | 52 s | ~13,80 $ |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens sind Avatar-Videos pro Minute um ein Vielfaches billiger als frei generierte Szenen – ein sprechender Avatar ist technisch weniger aufwendig. Zweitens entscheidet die Auflösung: Bei Luma kostet dieselbe Sekunde in 1080p viermal so viel wie in 720p. Für Social-Media-Clips reicht oft die niedrigere Stufe, hochskalieren lässt sich später – Runway bietet 4K-Upscaling schon im Standard-Tarif. Alle Werte verstehen sich netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
Szenengenerator oder Avatar-Tool?
Die Kategorie „KI-Video“ umfasst zwei grundverschiedene Produktarten, die oft in einen Topf geworfen werden.
Szenengeneratoren erfinden Bilder, die es nie gegeben hat: ein Astronaut auf einem Pferd, eine Drohnenfahrt über eine Stadt, die nicht existiert. Dafür stehen Runway, Google Veo, Pika, Luma Dream Machine, Krea und MiniMax Hailuo. Typische Einsatzgebiete sind Werbeclips, Musikvideos, Social-Media-Kurzfilme und Stimmungsbilder. Die Clips sind meist fünf bis zehn Sekunden lang; längere Szenen entstehen durch Aneinanderreihen.
Avatar-Tools lassen eine digitale Person Ihren Text vorlesen. Sie tippen ein Skript, wählen Avatar und Sprache, fertig ist das Video. Das leisten Synthesia, HeyGen und InVideo, mit Abstrichen auch Descript. Typische Einsatzgebiete sind Schulungen, Produkterklärungen, Unternehmensmitteilungen und mehrsprachige Anleitungen. Hier zählen Sprachauswahl, Lippensynchronität und Freigabeprozesse – nicht die Bildästhetik.
Die Grenze verschwimmt allerdings: HeyGen bindet ab dem Pro-Tarif Seedance 2.5 und Veo 3.1 ein und setzt Avatare in frei beschriebene Szenen, InVideo kombiniert Sprecher mit Seedance-Clips. Wer beides braucht, kommt dort mit einem Abo aus.
Descript ist der Sonderfall: Es ist in erster Linie ein Schnittprogramm für vorhandene Videos; KI-Videomodelle gibt es erst ab dem Creator-Tarif als Zusatz. Sie bearbeiten das automatisch erstellte Transkript, und das Video folgt dem Text. Wer Podcasts, Interviews oder Bildschirmaufnahmen nachbearbeitet, spart damit mehr Zeit als mit jedem Generator.
Ein Markt, der sich schnell dreht
Der bekannteste Name ist verschwunden: OpenAI Sora wurde laut OpenAI am 26. April 2026 für Web und App abgeschaltet, die Sora-API war bis zum 24. September 2026 befristet. Gleichzeitig hat Google mit „AI Plus“ für 4,99 € eine neue Einstiegsklasse geschaffen, InVideo seinen Gratis-Tarif gestrichen und Pika sein Free-Konto auf Kaufpakete umgestellt. Der zweite große Trend: Fast alle Plattformen sind zu Sammelstellen fremder Modelle geworden. Seedance, Kling und Veo tauchen inzwischen bei Runway, Luma, Krea, Pika, HeyGen und InVideo auf – die Wahl der Plattform entscheidet dann vor allem über Preis je Credit, Oberfläche und Nutzungsrechte.
Nicht in den Vergleich aufgenommen haben wir Anbieter, deren Preise sich auf der eigenen Website nicht nachlesen lassen, weil sie erst nach dem Login erscheinen. Das betrifft Kling AI, Higgsfield und Canva. Preise, die wir nicht selbst an der Quelle prüfen konnten, nennen wir nicht. Die Kling-Modelle lassen sich aber über mehrere verglichene Dienste nutzen: Bei Runway kostet ein 5-Sekunden-Clip mit Kling 4.0 in 1080p 118 Credits (bis 30.11.2026 rabattiert 89), Luma berechnet 79 Credits je Sekunde, und auch Krea führt Kling in seiner Modellauswahl.
Was wir nicht bewerten
Wir stellen keine Rangliste der Bildqualität auf, weil es dafür keinen überprüfbaren Maßstab gibt – das Ergebnis hängt stark vom Motiv, vom Prompt und vom Zufall ab. Ebenso wenig treffen wir Aussagen zur DSGVO-Konformität, solange die Anbieter keine belastbaren Angaben zu Serverstandort und Auftragsverarbeitung machen. Bei MiniMax Hailuo und Kling AI fehlen solche Angaben vollständig; wer damit personenbezogene Aufnahmen verarbeitet, sollte das im Unternehmen vorher klären.
Häufige Fragen
Der günstigste Einstieg ist Google AI Plus für 4,99 € im Monat, weil die Videofunktion Flow dort Teil des Gesamtabos ist. Unter den spezialisierten Videogeneratoren ist Krea mit 5 $ bei Jahreszahlung am günstigsten (monatlich 9 $), gefolgt von Pika mit 8 $ und MiniMax Hailuo mit 8,40 $ im Jahresabo. Runway kostet 12 $ im Jahresabo und 15 $ monatlich. Nach oben ist die Skala offen: Luma Ultra liegt bei 300 $, InVideo Max bei 250 € im Monat. 6 der 10 Anbieter haben eine dauerhaft kostenlose Stufe – meist mit Wasserzeichen.
Ja, aber mit Einschränkungen. 6 Anbieter haben eine Gratis-Stufe, doch nur 3 erlauben darin auch die kommerzielle Nutzung: Runway beansprucht laut Nutzungsbedingungen kein Eigentum an den Videos und schränkt die kommerzielle Nutzung in keinem Tarif ein, Krea nennt die kommerzielle Lizenz in der Free-Tarifkarte, und Descript ist ein Schnittprogramm ohne Rechteproblem. Pika gibt im Free-Konto keine Gratis-Credits mehr aus und erteilt dort keine kommerzielle Lizenz, Synthesia lässt das Gratis-Video gar nicht erst herunterladen.
Google Veo erzeugt Dialog, Umgebungsgeräusche und Musik zusammen mit dem Bild – inklusive passender Lippenbewegung der gezeigten Personen. Über eingebundene Modelle wie Seedance oder Kling bieten inzwischen auch Luma, Pika und Runway Clips mit Ton an; bei Luma weist die Preisliste je Modell aus, ob Audio enthalten ist. Bei den Avatar-Tools Synthesia, HeyGen und InVideo ist Ton ohnehin der Kern: Dort geben Sie einen Text ein, und der Avatar spricht ihn.
OpenAI hat Sora eingestellt. Laut OpenAI-Hilfecenter wurden Web- und App-Version am 26. April 2026 abgeschaltet, der API-Zugang war bis zum 24. September 2026 befristet. Wer bisher mit Sora gearbeitet hat, findet in Runway, Google Veo und Luma Dream Machine die nächstliegenden Alternativen. Der Fall zeigt, wie schnell sich dieser Markt dreht – ein Argument gegen lange Jahresbindungen.
Alle mit $ ausgewiesenen Beträge sind Nettopreise US-amerikanischer Anbieter. Beim Kauf aus Deutschland schlägt der Zahlungsabwickler 19 % Umsatzsteuer auf – aus 12 $ werden also rund 14,30 $. Je nach Kreditkarte kommen ein bis zwei Prozent Fremdwährungsgebühr hinzu. Google weist im Vergleich Euro-Bruttopreise aus, InVideo zeigt in Deutschland ebenfalls Euro-Preise. Außerdem gelten viele beworbene Preise nur bei Jahreszahlung – der Monatspreis liegt 17 bis 50 % höher.
Fast alle Anbieter rechnen nicht in Videos, sondern in Credits ab. Wie viele Sekunden Sie dafür bekommen, hängt vom gewählten Modell und von der Auflösung ab – ein hochauflösendes Video kann ein Vielfaches eines einfachen kosten. Bei Luma etwa kosten 5 Sekunden mit Ray3.2 in 720p 100 Credits, in 1080p 400 Credits. Bei Runway reichen die 625 Credits des Standard-Tarifs für 52 Sekunden Gen-4.5. Rechnen Sie deshalb vor dem Abschluss nach, wie viele Sekunden Ihr Kontingent tatsächlich ergibt. Nicht genutzte Credits verfallen bei den meisten Anbietern am Ende des Abrechnungszeitraums; Runway Max und HeyGen übertragen sie einen Monat.
Das hängt vom Zweck ab. Für Schulungen, Produkterklärungen und Unternehmensmitteilungen brauchen Sie ein Avatar-Tool: Sie geben einen Text ein, eine digitale Person spricht ihn. Das leisten Synthesia, HeyGen, InVideo und Descript. Für Werbeclips, Musikvideos oder kreative Kurzfilme brauchen Sie einen Szenengenerator, der frei erfundene Bilder erzeugt – dafür stehen Runway, Google Veo, Pika, Luma, Krea und MiniMax. HeyGen (ab Pro) und InVideo kombinieren inzwischen beides in einem Abo.
HeyGen exportiert ab dem Pro-Tarif (49 $) in 4K, Descript ab Creator (35 $, im Jahresabo 24 $). Runway bietet 4K-Upscaling bereits im Standard-Tarif, ab Pro unbegrenzt. Bei Luma und InVideo gibt es 4K über eingebundene Modelle wie Seedance 2.0 – bei Luma kostet das 261 Credits je Sekunde, also rund doppelt so viel wie 1080p. Für Social Media reicht meist 1080p, was Credits spart.
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