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Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30
83/100
Punkte

Grundlage sind veröffentlichte Konditionen und Leistungsangaben

Proton VPN ist das VPN für Menschen, die Datenschutz ernst nehmen. Entwickelt vom Team hinter ProtonMail – Wissenschaftlern des CERN – vereint Proton VPN Schweizer Datenschutzrecht, vollständig quelloffene Apps und einen funktionalen kostenlosen Tarif. Nur wenige VPN-Anbieter bieten ein vergleichbares Maß an Transparenz. In unserer 100-Punkte-Bewertung prüfen wir, ob Proton VPN neben dem exzellenten Datenschutz auch bei Geschwindigkeit und Funktionsumfang überzeugt.

Die Highlights unserer Proton VPN Bewertung

  • Proton VPN erreicht in unserer Bewertung 83/100 Punkte – unser Datenschutz-Tipp.
  • Alle Apps sind Open Source und auf GitHub einsehbar (GPLv3).
  • Kostenloser Tarif ohne Daten- und Zeitlimit – im Vergleich einzigartig.
  • Secure Core leitet Traffic zuerst durch die Schweiz, Island oder Schweden.

1 Sicherheit & Datenschutz

29/30
Punkte
Proton VPN setzt den Goldstandard in Sachen Transparenz: Alle Client-Apps (Windows, macOS, Linux, Android, iOS) sind vollständig Open Source unter der GPLv3-Lizenz und auf GitHub einsehbar. Jeder kann den Code prüfen – und unabhängige Sicherheitsaudits von SEC Consult haben dies bereits getan. Unter den großen kommerziellen Anbietern ist das selten (im Vergleich ist auch Mullvad komplett Open Source). Die Verschlüsselung erfolgt über WireGuard (ChaCha20-Poly1305), OpenVPN (AES-256) oder das hauseigene Stealth-Protokoll (für Zensurumgehung). Die Secure Core-Architektur leitet den Traffic zuerst durch hardened Server in der Schweiz, Island oder Schweden, bevor er den Zielserver erreicht – selbst wenn ein Endserver kompromittiert würde, bliebe die ursprüngliche IP-Adresse geschützt. Der Firmensitz in Genf unterliegt dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), das als eines der stärksten der Welt gilt. Die Schweiz ist weder EU- noch 5/9/14-Eyes-Mitglied. Proton VPN veröffentlicht einen Transparency Report und einen Warrant Canary. Die No-Logs-Politik wurde laut Proton 2026 zum fünften Mal in Folge von Securitum geprüft. Punktevergabe (29/30): Höchste Transparenz durch Open Source, jährliche No-Logs-Audits und Schweizer Recht. Minimaler Abzug, weil die Audits nur die Angaben zum Zeitpunkt der Prüfung bestätigen können.

2 Geschwindigkeit & Leistung

14/20
Punkte
Mit dem WireGuard-Protokoll liefert Proton VPN gute Geschwindigkeiten für den Alltag. Wie viel Geschwindigkeit verloren geht, hängt von Leitung, Serverentfernung und Auslastung ab; unsere Einstufung („schnell“) ist eine redaktionelle Einschätzung, keine eigene Messreihe. Streaming-Unterstützung gibt es nur in den Bezahltarifen (ab VPN Plus); im kostenlosen Tarif sind Streaming und P2P nicht verfügbar. Eine Garantie gibt es nicht, da Streaming-Dienste erkannte VPN-Adressen fortlaufend sperren. Secure Core leitet den Verkehr über einen zusätzlichen Server und ist dadurch spürbar langsamer, bietet dafür aber mehr Privatsphäre. Das Stealth-Protokoll ist für Netze mit Deep Packet Inspection (DPI) gedacht und verschleiert VPN-Traffic. Die Geschwindigkeit ist dabei naturgemäß reduziert. Punktevergabe (14/20): Solide Geschwindigkeiten für den Alltag, aber nicht ganz auf dem Niveau der Geschwindigkeits-Champions. Secure Core verlangsamt erwartungsgemäß. Stealth-Protokoll als Option für Netze mit VPN-Sperren.

3 Server & Standorte

14/18
Punkte
Proton VPN betreibt laut Anbieter über 20.000 Server in mehr als 140 Ländern – eines der größten Netzwerke im Vergleich. Die Serverqualität ist hoch: Proton VPN setzt ausschließlich auf eigene oder langfristig gemietete Bare-Metal-Server und nutzt keine Virtual-Private-Server. Die Secure Core Server in der Schweiz, Island und Schweden sind das Herzstück der Infrastruktur: Physisch gesichert in hochsicheren Rechenzentren, bieten sie eine zusätzliche Routing-Schicht für maximale Privatsphäre. P2P-Server sind in vielen Ländern verfügbar, spezielle Streaming-Server ebenfalls. Im kostenlosen Tarif stehen Server in 10 Ländern zur Verfügung, die zufällig zugewiesen werden – das ist eingeschränkt, für einfaches Surfen aber ausreichend. Virtuelle Standorte werden transparent gekennzeichnet. Punktevergabe (14/18): Großes Netzwerk mit über 140 Ländern und hochwertigen Bare-Metal-Servern. Abzüge für die begrenzte Serverauswahl im Free-Tier und weniger Spezialserver-Kategorien als die Konkurrenz.

4 Funktionen & Benutzerfreundlichkeit

16/20
Punkte
Proton VPN bietet Apps für alle Plattformen: Windows, macOS, Linux (mit GUI!), Android, iOS und Chromebook. Besonders hervorzuheben ist die Linux-App mit grafischer Oberfläche – die meisten Konkurrenten bieten unter Linux nur eine Kommandozeilen-Version. Die Benutzeroberfläche zeigt eine Weltkarte mit allen Serverstandorten und ist intuitiv bedienbar. Bis zu 10 Geräte können gleichzeitig verbunden werden (im Plus-Tarif) – gleichauf mit NordVPN und ExpressVPN Basic, mehr als bei CyberGhost (7) und Mullvad (5). Die Free-Version erlaubt 1 Gerät. Split-Tunneling ist auf Windows und Android verfügbar. NetShield blockiert Werbung, Malware und Tracker auf DNS-Ebene und funktioniert effektiv. Der Kundenservice ist per E-Mail und Live-Chat erreichbar, allerdings nicht rund um die Uhr. Die Wissensdatenbank ist umfangreich und gut strukturiert. Punktevergabe (16/20): Starke Apps mit Linux-GUI und 10 gleichzeitigen Geräten. Abzüge für den eingeschränkteren Kundenservice ohne 24/7-Verfügbarkeit und fehlendes Split-Tunneling auf Apple-Geräten.

5 Preis & Tarife

10/12
Punkte
Proton VPN bietet als einziger Anbieter im Vergleich einen dauerhaft kostenlosen Tarif: kein Daten- und Zeitlimit, keine Werbung, keine Logs – begrenzt auf 1 Gerät und zufällig zugewiesene Server in 10 Ländern, ohne Streaming und P2P. Der Tarif VPN Plus kostet 3,49 €/Monat im 2-Jahres-Abo (83,76 € für 24 Monate, danach Verlängerung zu 83,88 € pro Jahr) – etwas teurer als Surfshark (2,49 €) und CyberGhost (2,19 €). Das 1-Jahres-Abo liegt bei 4,49 €/Monat, der Monatstarif bei 9,99 €. Proton Unlimited (7,99 €/Monat im 2-Jahres-Abo) enthält zusätzlich Proton Mail, Calendar, Drive und Pass. Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie ist Standard. Für datenschutzbewusste Nutzer, die das gesamte Proton-Ökosystem nutzen möchten, bietet das Unlimited Bundle einen hervorragenden Mehrwert. Die Preise sind fair, wenn man die Open Source-Philosophie und den Schweizer Firmensitz berücksichtigt. Punktevergabe (10/12): Einziger Anbieter im Vergleich mit dauerhaft kostenloser Version. Faire Preise und 30-Tage-Garantie. Leichter Abzug, weil der Plus-Tarif im Vergleich zu Surfshark teurer ist.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Vollständig Open Source (GPLv3)
  • Kostenloser Tarif ohne Datenlimit
  • Schweizer Datenschutzrecht
  • Secure Core für maximale Privatsphäre
  • Linux-App mit grafischer Oberfläche
  • 10 gleichzeitige Geräte (Plus)

Nachteile

  • Support nicht 24/7 verfügbar
  • Geschwindigkeit hinter NordVPN/Surfshark
  • Free-Version: 1 Gerät, Serverland zufällig (10 Länder)
  • Secure Core verlangsamt die Verbindung

Fazit: Proton VPN in der Bewertung

83/100
Sehr Gut (1,9)

Proton VPN ist mit 83 von 100 Punkten unser Datenschutz-Tipp: Open Source, Schweizer Recht, jährliche No-Logs-Audits und Secure Core bieten ein sehr hohes Maß an Transparenz. Der kostenlose Tarif ohne Daten- und Zeitlimit ist im Vergleich einzigartig; VPN Plus gibt es ab 3,49 €/Monat im 2-Jahres-Abo. Für Nutzer, die Privatsphäre über alles stellen, gibt es keine bessere Wahl.

Wie sind deine Erfahrungen mit Proton VPN? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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