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easyname im Test 2026

Wie gut ist easyname wirklich?

60/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-14
60/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

easyname bringt eine ungewöhnliche Kombination in den VPS-Vergleich: österreichisches Rechenzentrum, echte Traffic-Flatrate, inkludierte Windows-Lizenz und ein deutschsprachiges Support-Team am Telefon. Wer dagegen automatisieren will, steht vor einer Wand – für die Cloud Server gibt es weder API noch CLI noch Terraform-Provider. Wir haben easyname nach unserer VServer-Methodik über alle fünf Kapitel geprüft.

Die Highlights unseres easyname Tests

  • Ab 6,90€/Monat (Aktion 3,45€)
  • Rechenzentrum Wien, ISO/IEC 27001
  • Traffic-Flatrate
  • Windows-Lizenz inklusive

1 Leistung & Spezifikationen

21/28
Punkte
Die Linux-Linie umfasst sechs Größen: Cloud Server XS mit 1 vCore, 2 GB RAM und 50 GB SSD für regulär 6,90€/Monat (inkl. 20% österreichischer USt., 3,45€ in den ersten 6 Monaten) bis XXL mit 16 vCore, 32 GB RAM und 800 GB SSD für 54,90€. Spec-vergleichbar mit dem Hetzner CX23 oder dem netcup VPS 500 ist der Cloud Server S mit 2 vCore, 4 GB RAM und 100 GB SSD zu regulär 10,90€ – rund das Doppelte der deutschen Mitbewerber. Als Unterbau nennt easyname aktuelle DELL-PowerEdge-Hardware, die konkrete CPU-Generation wird nicht veröffentlicht, eine Dedicated-vCPU-Option gibt es nicht. Gespeichert wird auf SSD, nicht auf NVMe. CPU, RAM und Speicher lassen sich per Klick und ohne Neustart hochstufen, stufenlos konfigurieren lässt sich aber nichts, GPU-Instanzen fehlen. Die Verfügbarkeit ist mit 99,9% angegeben, eine Gutschriftregelung ist nicht dokumentiert. Die Betriebssystem-Liste ist mit Debian 10–12, Ubuntu 20.04/22.04, AlmaLinux 8/9, RockyLinux 8 und Windows Server 2016–2022 einen Schritt hinter dem Markt – Debian 13 und Ubuntu 24.04 LTS fehlen.

2 Netzwerk & Traffic

11/20
Punkte
Die Traffic-Flatrate ist echt: kein Volumenlimit, keine Nachberechnung bei Lastspitzen – das holt die volle Punktzahl im Teilkriterium. Ausgebremst wird sie von der Anbindung. easyname garantiert eine Peak-Bandbreite von 120 Mbit/s pro Server; Hetzner liefert 10 Gbit/s, netcup 2,5 Gbit/s, selbst der gedrosselte Contabo-Einstieg 200 Mbit/s. Für einen Webserver reicht das, für Backup-Transfers, Mediendateien oder Migrationen ist es der Flaschenhals im Test. Beim Netzwerk-Funktionsumfang bleibt es beim Nötigsten: je eine IPv4- und IPv6-Adresse sind inklusive, weitere IPv4-Adressen gibt es nur auf Anfrage. Load Balancer, Floating IPs und private Netzwerke bietet easyname nicht an – wer mehrere Server verbinden will, baut das selbst.

3 Verwaltung & Tools

7/20
Punkte
Verwaltet wird in zwei Oberflächen: Vertrag und Abrechnung im easyname Control Panel, der Server selbst im Serververwaltungssystem CloudPit mit Ein-Klick-OS-Installation, VNC-Konsole und Backup-/Snapshot-Dashboard. CloudPit ist aufgeräumt und wird in Kundenbewertungen ausdrücklich gelobt, der Sprung zwischen zwei Panels bleibt trotzdem ein Bruch. Der große Ausfall betrifft die Automatisierung: Die CloudPit-API (v2/v3, JSON:API) deckt Domains, Webhosting, DNS-Zonen und Zertifikate ab – Endpunkte für Cloud Server existieren nicht, der Server taucht dort nur als SSO-Sprungziel auf. Es gibt kein CLI und keinen Terraform-Provider. Infrastructure as Code ist mit easyname nicht möglich. Managed Kubernetes, Managed Datenbanken oder ein PaaS fehlen ebenfalls; als Ersatz gibt es Plesk Obsidian als kostenpflichtiges Addon und einen Managed-Server-Service mit Monitoring, Updates und wahlweise 8/5- oder 24/7-Bereitschaft. Praxis-Notiz: Neue Server werden vor der Freischaltung manuell geprüft, das dauert an Werktagen bis zu 24 Stunden – Cloud-typisches Hochfahren in Sekunden gibt es hier nicht.

4 Sicherheit & Backup

14/18
Punkte
Das Rechenzentrum in Wien ist nach ISO/IEC 27001 zertifiziert, mit biometrischer Zutrittskontrolle, 24/7-Videoüberwachung, redundanter Klimatisierung und USV; der Strom ist atomstromfrei und CO2-neutral. Für DSGVO-Zwecke bleiben alle Daten in der EU, ein deutsches Rechenzentrum oder eine SOC-2-Zertifizierung gibt es aber nicht, und weil Wien der einzige Standort ist, lässt sich auch keine Geo-Redundanz wählen. DDoS-Schutz ist laut Anbieter inklusive, eine Abwehrkapazität wird nirgends beziffert und auf der Produktseite taucht das Thema gar nicht auf. Beim Backup liefert easyname mehr, als der Preis vermuten lässt: Tägliche Sicherungen laufen automatisch, der Zugriff reicht sieben Tage zurück, und wiederherstellen lassen sich sowohl der komplette Server als auch einzelne Dateien. Dazu kommen manuelle Snapshots vor riskanten Änderungen. Technisch stehen Voll- und inkrementelle Backups dahinter, die sich als Laufwerk mounten lassen. Das ist der einzige Punkt, an dem easyname die deutschen Mitbewerber im Testfeld klar schlägt – bei Hetzner und netcup kosten automatische Backups Aufpreis.

5 Preis & Support

7/14
Punkte
Der Einstieg kostet regulär 6,90€/Monat für den Cloud Server XS, in den ersten 6 Monaten 3,45€. Wir bewerten wie immer den Regelpreis – der Aktionspreis läuft aus, der reguläre bleibt. Alle Preise verstehen easyname-typisch 20% österreichische Umsatzsteuer, der Vergleich mit deutschen Brutto-Preisen fällt dadurch leicht zuungunsten von easyname aus. Abgerechnet wird monatlich bei einem Monat Vertragslaufzeit, ohne Einrichtungsgebühr und mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie; eine stundengenaue Abrechnung wie bei Hetzner oder netcup gibt es nicht, und die Aktionspreise hängen laut Fußnote teilweise an Mindestlaufzeiten. Der Support ist die Stärke: deutschsprachig per Telefon (+43 1 353 2222), Live-Chat und Ticket, dazu eine der umfangreichsten VPS-Tutorial-Sammlungen im deutschsprachigen Raum mit über 80 Anleitungen von Docker über Mailcow bis Shopware. Erreichbar ist das Team allerdings nur Montag bis Donnerstag 9–18 Uhr und Freitag 9–17 Uhr – kein Wochenende, keine Nachtschicht. Für einen Server, der auch nachts läuft, ist das die empfindlichste Lücke im Angebot; 24/7-Bereitschaft gibt es nur im kostenpflichtigen Managed-Server-Service.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Echte Traffic-Flatrate
  • Serverstandort Wien mit ISO/IEC 27001
  • Windows-Lizenz inklusive
  • Deutschsprachiger Telefon-Support

Nachteile

  • 120 Mbit/s Anbindung
  • Keine Server-API, kein CLI, kein Terraform
  • Kein Load Balancer, keine Floating IP, kein VPC
  • Support ohne 24/7

Fazit: easyname im Test

60/100
Gut (3,0)

easyname ist ein klassischer Hoster mit VPS-Angebot, kein Cloud-Anbieter. Für Einsteiger, Windows-Anwender und alle, die österreichischen Serverstandort und einen deutschsprachigen Ansprechpartner am Telefon höher gewichten als Technik, ist das Angebot stimmig. Für Entwickler und Agenturen, die Server per API ausrollen, Load Balancer brauchen oder große Datenmengen bewegen, ist easyname im Vergleichsfeld keine Option – dort fehlen schlicht die Werkzeuge, und 120 Mbit/s sind 2026 zu wenig.

Wie sind deine Erfahrungen mit easyname? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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