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Postbank im Test 2026

Wie gut ist Postbank wirklich?

BaFin-reguliert 58/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
58/100
Punkte

Die Postbank bietet als Marke der Deutsche Bank AG drei Business-Giro-Modelle mit veröffentlichter Preisinformation an. Das Angebot verbindet Filialzugang und Bargeldgeschäft mit einer DATEV-Schnittstelle, verlangt aber Grundpreise ab 12,90 Euro im Monat. Im Test erreicht die Postbank 58 von 100 Punkten.

Die Highlights unseres Postbank Tests

  • Die Postbank erreicht im Test 58 von 100 Punkten und damit die Note Befriedigend (3,1).
  • Business Giro kostet 12,90 Euro im Monat, Business Giro aktiv plus 24,90 Euro.
  • Keine Freiposten, beleglose Buchungen kosten je nach Modell 0,12 bis 0,28 Euro.
  • Gründerkonto mit Stammkapitaleinzahlung und DATEV-Schnittstelle im ersten Jahr kostenfrei.

1 Kontoführung & Gebühren

7/30
Punkte
Die Postbank führt drei Geschäftskontomodelle. Business Giro kostet 12,90 Euro im Monat, Business Giro aktiv 16,90 Euro und Business Giro aktiv plus 24,90 Euro. Für Neukunden gilt eine befristete Aktion, nach der die Kontoführung bis Ende März 2027 entfällt; da es sich um eine zeitlich begrenzte Werbeaktion und nicht um einen dauerhaften Preis handelt, bewerten wir den regulären Listenpreis von 12,90 Euro. Freiposten enthält keines der drei Modelle. Jede beleglose Buchung kostet 0,28 Euro im Business Giro, 0,22 Euro im Business Giro aktiv und 0,12 Euro im Business Giro aktiv plus. Bargeld kann an den Postbank-Standorten eingezahlt und abgehoben werden; für Einzahlungen berechnet die Bank 3,00 Euro je angefangene 5.000 Euro. Damit ist das Bargeldgeschäft möglich, aber kostenpflichtig. **Punktevergabe (7/30):** Der monatliche Grundpreis erhält 4 Punkte, weil das günstigste Modell mit 12,90 Euro in die Stufe bis 20 Euro fällt. Bei den Buchungsposten vergeben wir 0 Punkte, da kein Modell Freiposten enthält und jede Buchung berechnet wird. Für die Bargeldein- und -auszahlung gibt es 3 Punkte, weil sie möglich, aber entgeltpflichtig ist.

2 Karten & Zahlungsverkehr

15/20
Punkte
Für den Kontoinhaber ist die Postbank Card ohne zusätzliches Kartenentgelt im Konto enthalten. Die Mastercard Business Card als echte Kreditkarte kostet bei gleichzeitiger Kontoeröffnung im ersten Jahr 40 Euro und danach 80 Euro im Jahr; jede weitere Karte schlägt ebenfalls mit 80 Euro im Jahr zu Buche. Verfügbar ist die Kreditkarte zudem erst ab dem Modell Business Giro aktiv. Zusatzkarten für Mitarbeitende sind damit möglich, aber deutlich kostenpflichtig. Beim Zahlungsverkehr steht der volle Leistungsumfang eines Universalinstituts zur Verfügung. SEPA-Lastschriften lassen sich einziehen, Sammelüberweisungen, Daueraufträge und Echtzeitüberweisungen sind Bestandteil des Onlinebankings. Die IBAN ist deutsch, Behörden- und Lieferantenzahlungen laufen ohne Besonderheiten. **Punktevergabe (15/20):** Für die im Grundpreis enthaltene Karte vergeben wir 5 Punkte, da die Postbank Card ohne Kartenentgelt enthalten ist, die echte Kreditkarte aber gesondert berechnet wird. Zusatzkarten für Mitarbeitende sind gegen Gebühr verfügbar, das ergibt 3 von 5 Punkten. Der SEPA-Lastschrifteinzug ist im Kontomodell enthalten und erhält die vollen 7 Punkte.

3 Buchhaltung & Integration

10/20
Punkte
Die Postbank stellt eine DATEV-Schnittstelle bereit, die im ersten Jahr kostenfrei ist und anschließend mit 10 Euro im Monat berechnet wird. Ergänzend erhalten Neukunden zwölf Monate sevDesk ohne Aufpreis, und über die PSD2-Schnittstellen lassen sich weitere Buchhaltungsprogramme anbinden. Damit ist die Anbindung an die gängigen Werkzeuge gegeben, wenn auch nach dem ersten Jahr kostenpflichtig. Eine Belegerfassung mit Upload und Zuordnung innerhalb des Onlinebankings konnten wir nicht belegen; die Belegverarbeitung findet in den angebundenen Programmen statt. Ebenso ließ sich kein integriertes Unterkontenmodell mit eigener IBAN für Rücklagen nachweisen. Wer Umsatzsteuerrücklagen trennen möchte, benötigt ein weiteres Konto mit eigenen Entgelten. Beide fehlenden Angaben weisen wir hier ausdrücklich aus. **Punktevergabe (10/20):** Die Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware erreichen die vollen 10 Punkte, weil DATEV-Anbindung und mehrere Buchhaltungstools unterstützt werden. Bei der Belegerfassung vergeben wir 0 Punkte, da sich keine Belegfunktion im Konto nachweisen ließ. Für Unterkonten gibt es 0 Punkte, weil kein entsprechendes Modell belegbar ist.

4 Rechtsformen & Kontoeröffnung

14/16
Punkte
Die Postbank führt Geschäftskonten für Freiberufler, Einzelunternehmen und Gewerbetreibende sowie für Personengesellschaften wie GbR, OHG und KG und für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG. Damit ist die Rechtsformabdeckung im Vergleichsfeld vollständig und deutlich breiter als bei den digitalen Anbietern. Für Gründerinnen und Gründer gibt es ein Gründerkonto, das bei einer Gewerbeanmeldung von höchstens 365 Tagen eröffnet werden kann; die Einzahlung des Stammkapitals für eine GmbH oder UG in Gründung ist möglich und die Einzahlungsbestätigung wird ausgestellt. Die Kontoeröffnung kann wahlweise vollständig online oder in einer Filiale erfolgen. Eine belastbare Zusage, dass das Konto binnen 24 Stunden nutzbar ist, konnten wir den öffentlich einsehbaren Unterlagen nicht entnehmen, weshalb wir hier nicht die volle Punktzahl vergeben. **Punktevergabe (14/16):** Die zugelassenen Rechtsformen umfassen Einzelunternehmen, Personen- und Kapitalgesellschaften und erhalten die vollen 7 Punkte. Für das Gründungs- beziehungsweise Einzahlungskonto vergeben wir 5 Punkte. Bei Verfahren und Dauer der Kontoeröffnung setzen wir 2 Punkte an, weil der Prozess digital möglich ist, eine Freischaltung binnen 24 Stunden aber nicht nachweisbar ist.

5 Sicherheit & Service

12/14
Punkte
Die Postbank ist seit der Verschmelzung eine Marke der Deutsche Bank AG und arbeitet damit unter deren Vollbanklizenz. Guthaben sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde geschützt, zusätzlich greift der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Der Einlagenschutz entspricht damit dem der Muttergesellschaft. Der Kundenservice ist über eine deutschsprachige Telefonhotline sowie über die Postbank-Standorte erreichbar. Eine feste persönliche Betreuung durch einen namentlich benannten Firmenkundenberater ist im Geschäftskundensegment der Postbank nicht standardmäßig vorgesehen; sie bleibt dem Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank vorbehalten. Die Banking-App steht für iOS und Android bereit und deckt Überweisungen, Kartensteuerung, Umsätze und Freigaben ab. **Punktevergabe (12/14):** Für die eigene Banklizenz mit gesetzlicher Einlagensicherung über die Deutsche Bank AG vergeben wir die vollen 6 Punkte. Die Erreichbarkeit des Kundenservice erhält 3 Punkte für die deutschsprachige Hotline ohne festen Ansprechpartner. Die Banking-App für iOS und Android mit vollem Funktionsumfang ergibt 3 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Vollständige Rechtsformabdeckung von Freiberuflern bis zur Kapitalgesellschaft
  • Gründerkonto mit Einzahlung des Stammkapitals für GmbH und UG
  • DATEV-Schnittstelle im ersten Jahr kostenfrei, dazu zwölf Monate sevDesk
  • Bargeldein- und -auszahlung an den Postbank-Standorten möglich
  • Gesetzliche Einlagensicherung über die Banklizenz der Deutsche Bank AG

Nachteile

  • Grundpreis ab 12,90 Euro im Monat ohne jedes Freikontingent
  • Jede beleglose Buchung kostet je nach Modell 0,12 bis 0,28 Euro
  • Kreditkarte erst ab Business Giro aktiv und mit 80 Euro Jahresgebühr
  • DATEV-Schnittstelle nach dem ersten Jahr für 10 Euro im Monat
  • Keine Belegerfassung und keine Unterkonten mit eigener IBAN nachweisbar

Fazit: Postbank im Test

58/100
Befriedigend (3,1)

Die Postbank liefert ein solides Filialkonto mit vollständiger Rechtsformabdeckung, Gründerkonto und Bargeldzugang, das preislich unter der Deutschen Bank liegt. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn das Buchungsvolumen überschaubar bleibt, denn Freiposten gibt es keine. Digital arbeitende Selbstständige finden bei FYRST dieselbe Sicherheit zu deutlich niedrigeren laufenden Kosten.

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