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Tidal im Test 2026

Wie gut ist Tidal wirklich?

82/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-08
82/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

Tidal ist der Premium-Dienst für echte Audiophile. Mit MQA-Qualität, Dolby Atmos und der höchsten Künstlervergütung aller Dienste richtet sich Tidal an anspruchsvolle Musikliebhaber.

Die Highlights unseres Tidal Tests

  • MQA Hi-Res Audio bis 24-bit/352 kHz
  • Dolby Atmos & Sony 360 Reality Audio
  • Höchste Künstlervergütung
  • Exklusive Vorab-Releases

1 Musikkatalog & Inhalte

29/35
Punkte
Tidal bietet über 100 Millionen Songs und deckt alle Major-Labels und die meisten Independent-Künstler ab. Der Katalog steht quantitativ auf Augenhöhe mit Spotify und Apple Music, wobei Tidal bei bestimmten Nischen-Genres gelegentlich Lücken aufweist. Das Alleinstellungsmerkmal sind exklusive Vorab-Releases und Musikvideos in hoher Qualität. Durch die enge Verbindung zur Musikindustrie (gegründet von Jay-Z, inzwischen im Besitz von Block/Square) bekommt Tidal gelegentlich Early-Access-Inhalte vor anderen Plattformen. Podcasts spielen bei Tidal eine untergeordnete Rolle – hier konzentriert man sich klar auf Musik. Dafür gibt es ein wachsendes Angebot an Live-Sessions, Studio-Mitschnitten und Behind-the-Scenes-Content. **Punktevergabe (29/35):** Sehr großer Katalog mit exklusiven Musik-Inhalten. Abzug für das schwächere Podcast-Angebot und gelegentliche Nischen-Lücken im Vergleich zu Spotify.

2 Audioqualität

20/20
Punkte
Tidal setzt Maßstäbe in der Audioqualität: MQA (Master Quality Authenticated) liefert bis zu 24-bit/352 kHz aus dem Studio-Master. Dazu kommen Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio für immersiven 3D-Klang. Im HiFi Plus-Tarif ist alles ohne Aufpreis enthalten. Die MQA-Technologie ist einzigartig: Sie komprimiert Hi-Res-Audio so effizient, dass echte Studio-Qualität auch über Mobilfunknetze streambar wird. Mit einem MQA-kompatiblen DAC wird das Signal bis zur Original-Master-Auflösung entfaltet. Für Audiophile mit hochwertiger Anlage ist das ein echtes Erlebnis. Allerdings ist MQA nicht unumstritten: Kritiker bemängeln, dass es sich um ein proprietäres Format handelt und nicht alle Audiosysteme es nativ unterstützen. Apple Music bietet im Vergleich offenes ALAC an. **Punktevergabe (20/20):** Absolute Spitzenklasse. MQA, Dolby Atmos und 360 Reality Audio machen Tidal zur technisch besten Option für Audiophile. Gleichauf mit Apple Music auf höchstem Niveau.

3 Features & Algorithmen

13/20
Punkte
Tidals „My Mix"-Playlists und der Discovery-Bereich bieten personalisierte Empfehlungen, die funktional sind, aber deutlich hinter Spotifys Algorithmen zurückbleiben. Die Vorschläge sind weniger überraschend und treffen seltener den persönlichen Geschmack. Dafür bietet Tidal einzigartige Features: Musikvideos in Hi-Res-Qualität sind direkt in der App verfügbar, das „Tidal Connect"-Feature erlaubt nahtloses Streaming zu kompatiblen Geräten, und die Künstler-Connect-Funktion bietet exklusive Behind-the-Scenes-Inhalte direkt von den Artists. Die Direct Artist Payouts im HiFi Plus-Tarif sind ein ethisches Alleinstellungsmerkmal: Ein Teil des Abos geht direkt an die am meisten gehörten Künstler des Nutzers, nicht nur in den allgemeinen Pool. Für musikethisch bewusste Hörer ist das ein starkes Argument. **Punktevergabe (13/20):** Solide Features mit einzigartigem Künstler-Fokus und Musikvideo-Integration. Die schwächeren Empfehlungsalgorithmen kosten aber deutlich Punkte im Vergleich zur Konkurrenz.

4 Preis & Tarife

12/15
Punkte
Tidal ist der teuerste Streaming-Dienst: HiFi kostet 10,99€/Monat (Standard-Qualität + FLAC), HiFi Plus 19,99€/Monat (MQA + Dolby Atmos + Direct Artist Payouts). Der Family-Tarif für HiFi Plus liegt bei 29,99€/Monat – fast doppelt so teuer wie Spotifys Family-Tarif. Für den HiFi-Basis-Tarif ist der Preis identisch mit Spotify, Apple Music und Deezer. Der Aufpreis entsteht erst beim HiFi Plus-Tarif, der die volle Audiophilen-Erfahrung freischaltet. Es gibt keinen kostenlosen werbefinanzierten Tarif. Für Audiophile, die bereits in hochwertige Audio-Hardware investiert haben, sind die zusätzlichen 9€/Monat für MQA-Qualität durchaus gerechtfertigt. Für Gelegenheitshörer ist der Aufpreis hingegen schwer zu rechtfertigen. **Punktevergabe (12/15):** Premium-Preis für Premium-Qualität. Der HiFi-Basis-Tarif ist wettbewerbsfähig, aber HiFi Plus und Family-Preise sind für viele Nutzer zu hoch. Kein Free-Tier.

5 Plattformen & Kompatibilität

8/10
Punkte
Tidal ist auf iOS, Android, Windows, macOS und im Web verfügbar. CarPlay und Android Auto werden unterstützt. Kein Linux-Support. Die Desktop-App ist vollwertig und gut optimiert für die Wiedergabe von Hi-Res-Inhalten. Besonders hervorzuheben ist die breite Unterstützung für High-End-Audio-Hardware: MQA-kompatible DACs, Bluesound-Multi-Room-Systeme, Sonos, und viele AV-Receiver unterstützen Tidal nativ. Für Audiophile mit entsprechender Anlage ist die Integration hervorragend. Tidal Connect ermöglicht direktes Streaming zu kompatiblen Geräten ohne Bluetooth-Kompression – ein wichtiges Feature für Nutzer, die Wert auf unkomprimierte Signalwege legen. **Punktevergabe (8/10):** Gute Plattformabdeckung mit exzellenter High-End-Audio-Integration. Abzug für fehlendes Linux und die vergleichsweise geringe Smart-Home-Abdeckung außerhalb der Audiophilen-Welt.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Beste Audioqualität
  • Dolby Atmos + 360 Audio
  • Exklusive Releases
  • Künstlerfreundlich
  • Musikvideos

Nachteile

  • Teuerster Dienst
  • Schwächere Algorithmen
  • HiFi Plus teuer

Fazit: Tidal im Test

82/100
Sehr gut (1,4)

Tidal ist die erste Wahl für Audiophile, die bereit sind, für höchste Audioqualität zu zahlen. MQA und Dolby Atmos setzen neue Maßstäbe. Für den Durchschnittsnutzer ist der Preis aber schwer zu rechtfertigen.

Wie sind deine Erfahrungen mit Tidal? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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