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Proton VPN im Test 2026

Wie gut ist Proton VPN wirklich?

83/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-15
83/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

Proton VPN ist das VPN für Menschen, die Datenschutz ernst nehmen. Entwickelt vom Team hinter ProtonMail – Wissenschaftlern des CERN – vereint Proton VPN Schweizer Datenschutzrecht, vollständig quelloffene Apps und einen funktionalen kostenlosen Tarif. Kein anderer VPN-Anbieter bietet ein vergleichbares Maß an Transparenz. In unserem 100-Punkte-Test prüfen wir, ob Proton VPN neben dem exzellenten Datenschutz auch bei Geschwindigkeit und Funktionsumfang überzeugt.

Die Highlights unseres Proton VPN Tests

  • Proton VPN erreicht im Test 83/100 Punkte – unser Datenschutz-Tipp.
  • Alle Apps sind Open Source und auf GitHub einsehbar (GPLv3).
  • Kostenloser Tarif ohne Datenlimit – einzigartig unter Premium-VPNs.
  • Secure Core leitet Traffic zuerst durch die Schweiz, Island oder Schweden.

1 Sicherheit & Datenschutz

29/30
Punkte
Proton VPN setzt den Goldstandard in Sachen Transparenz: Alle Client-Apps (Windows, macOS, Linux, Android, iOS) sind vollständig Open Source unter der GPLv3-Lizenz und auf GitHub einsehbar. Jeder kann den Code prüfen – und unabhängige Sicherheitsaudits von SEC Consult haben dies bereits getan. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Premium-VPN bietet. Die Verschlüsselung erfolgt mit AES-256 über WireGuard, OpenVPN oder das hauseigene Stealth-Protokoll (für Zensurumgehung). Die Secure Core-Architektur leitet den Traffic zuerst durch hardened Server in der Schweiz, Island oder Schweden, bevor er den Zielserver erreicht – selbst wenn ein Endserver kompromittiert würde, bliebe die ursprüngliche IP-Adresse geschützt. Der Firmensitz in Genf unterliegt dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), das als eines der stärksten der Welt gilt. Die Schweiz ist weder EU- noch 5/9/14-Eyes-Mitglied. Proton VPN veröffentlicht einen Transparency Report und einen Warrant Canary. Die No-Logs-Politik wurde von Securitum auditiert. **Punktevergabe (29/30):** Höchste Transparenz durch Open Source und Schweizer Recht. Minimaler Abzug nur deshalb, weil die Audit-Häufigkeit geringer ist als bei NordVPN (PwC + Deloitte).

2 Geschwindigkeit & Leistung

14/20
Punkte
Mit dem WireGuard-Protokoll liefert Proton VPN gute, aber nicht überragende Geschwindigkeiten: In unseren Tests erreichten europäische Server durchschnittlich 400 Mbit/s auf einer 500 Mbit/s-Leitung (80%). Damit liegt Proton VPN hinter NordVPN (93%) und Surfshark (86%), aber auf dem Niveau von CyberGhost. Die Streaming-Entsperrung funktioniert auf den Plus-Servern zuverlässig: Netflix US, UK und Deutschland, Disney+, Amazon Prime und BBC iPlayer werden unterstützt. Im kostenlosen Tarif sind Streaming-Server nicht verfügbar. Secure Core Server sind deutlich langsamer (ca. 200 Mbit/s), bieten dafür aber die beste Privatsphäre. Das Stealth-Protokoll ist speziell für Regionen mit Deep Packet Inspection (DPI) wie China, Iran oder Russland optimiert und verschleiert VPN-Traffic effektiv. Die Geschwindigkeit ist dabei naturgemäß reduziert, die Funktion aber zuverlässig. **Punktevergabe (14/20):** Solide Geschwindigkeiten für den Alltag, aber nicht ganz auf dem Niveau der Geschwindigkeits-Champions. Secure Core verlangsamt erwartungsgemäß. Stealth-Protokoll für Zensurumgehung sehr effektiv.

3 Server & Standorte

14/18
Punkte
Proton VPN betreibt über 4.400 Server in 100 Ländern – ein gutes, wenn auch nicht das größte Netzwerk. Die Serverqualität ist hoch: Proton VPN setzt ausschließlich auf eigene oder langfristig gemietete Bare-Metal-Server und nutzt keine Virtual-Private-Server. Die Secure Core Server in der Schweiz, Island und Schweden sind das Herzstück der Infrastruktur: Physisch gesichert in hochsicheren Rechenzentren, bieten sie eine zusätzliche Routing-Schicht für maximale Privatsphäre. P2P-Server sind in vielen Ländern verfügbar, spezielle Streaming-Server ebenfalls. Im kostenlosen Tarif stehen Server in 5 Ländern (USA, Japan, Niederlande, Rumänien, Polen) zur Verfügung – das ist eingeschränkt, für basic Browsing aber ausreichend. Virtuelle Standorte werden transparent gekennzeichnet. **Punktevergabe (14/18):** Solides Netzwerk mit 100 Ländern und hochwertigen Bare-Metal-Servern. Abzüge für die begrenzte Serverauswahl im Free-Tier und weniger Spezialserver-Kategorien als die Konkurrenz.

4 Funktionen & Benutzerfreundlichkeit

16/20
Punkte
Proton VPN bietet Apps für alle Plattformen: Windows, macOS, Linux (mit GUI!), Android, iOS und Chromebook. Besonders hervorzuheben ist die Linux-App mit grafischer Oberfläche – die meisten Konkurrenten bieten unter Linux nur eine Kommandozeilen-Version. Die Benutzeroberfläche zeigt eine Weltkarte mit allen Serverstandorten und ist intuitiv bedienbar. Bis zu 10 Geräte können gleichzeitig verbunden werden (im Plus-Tarif) – das übertrifft NordVPN (6) und ExpressVPN (8). Split-Tunneling ist auf Windows und Android verfügbar. NetShield blockiert Werbung, Malware und Tracker auf DNS-Ebene und funktioniert effektiv. Der Kundenservice ist per E-Mail und Live-Chat erreichbar, allerdings nicht rund um die Uhr. In unseren Tests dauerte es 2-4 Stunden bis zur Antwort – deutlich langsamer als der 24/7-Chat von NordVPN. Die Wissensdatenbank ist umfangreich und gut strukturiert. **Punktevergabe (16/20):** Starke Apps mit Linux-GUI und 10 gleichzeitigen Geräten. Abzüge für den eingeschränkteren Kundenservice ohne 24/7-Verfügbarkeit und fehlendes Split-Tunneling auf Apple-Geräten.

5 Preis & Tarife

10/12
Punkte
Proton VPN bietet als einziger Premium-VPN einen funktionalen kostenlosen Tarif: Unbegrenztes Datenvolumen, keine Werbung, keine Logs – nur auf 5 Länder und 1 Gerät begrenzt. Das ist einzigartig in der Branche und spricht für Proton VPNs Engagement für Internet-Privatsphäre. Der Plus-Tarif kostet 4,99€/Monat im 2-Jahres-Abo – günstiger als ExpressVPN, aber teurer als Surfshark. Das 1-Jahres-Abo liegt bei 5,99€/Monat, der Monatstarif bei 9,99€. Das Proton Unlimited Bundle (9,99€/Monat) enthält zusätzlich ProtonMail Plus, Proton Drive und Proton Calendar. Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie ist Standard. Für datenschutzbewusste Nutzer, die das gesamte Proton-Ökosystem nutzen möchten, bietet das Unlimited Bundle einen hervorragenden Mehrwert. Die Preise sind fair, wenn man die Open Source-Philosophie und den Schweizer Firmensitz berücksichtigt. **Punktevergabe (10/12):** Einziger Premium-VPN mit funktionalem Free-Tier. Faire Preise und 30-Tage-Garantie. Leichter Abzug, weil der Plus-Tarif im Vergleich zu Surfshark teurer ist.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Vollständig Open Source (GPLv3)
  • Kostenloser Tarif ohne Datenlimit
  • Schweizer Datenschutzrecht
  • Secure Core für maximale Privatsphäre
  • Linux-App mit grafischer Oberfläche
  • 10 gleichzeitige Geräte (Plus)

Nachteile

  • Support nicht 24/7 verfügbar
  • Geschwindigkeit hinter NordVPN/Surfshark
  • Kostenloser Tarif auf 5 Länder begrenzt
  • Secure Core verlangsamt die Verbindung

Fazit: Proton VPN im Test

83/100
Sehr gut (1,7)

Proton VPN ist mit 83 von 100 Punkten unser Datenschutz-Tipp: Open Source, Schweizer Recht und Secure Core – kein anderer VPN bietet vergleichbare Transparenz. Der kostenlose Tarif ohne Datenlimit ist einzigartig. Für Nutzer, die Privatsphäre über alles stellen, gibt es keine bessere Wahl.

Wie sind deine Erfahrungen mit Proton VPN? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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