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Mailchimp im Test 2026

Wie gut ist Mailchimp wirklich?

80/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-15
80/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

Mailchimp ist der Industriestandard im E-Mail-Marketing – und das nicht ohne Grund. Mit über 13 Millionen Nutzern weltweit, mehr als 300 nativen Integrationen und einem KI-gestützten Content-Assistenten bietet Mailchimp den umfangreichsten Funktionsumfang aller Newsletter-Tools im Test. Seit der Übernahme durch Intuit 2021 wurde die Plattform massiv erweitert. Für deutsche Nutzer bleibt allerdings die DSGVO-Problematik ein ernstes Thema. In unserem 100-Punkte-Test prüfen wir, wie Mailchimp insgesamt abschneidet.

Die Highlights unseres Mailchimp Tests

  • Mailchimp erreicht im Test 80/100 Punkte – Funktionsumfang-Champion.
  • 300+ native Integrationen – mit Abstand die meisten im Test.
  • KI Content Optimizer erstellt und optimiert E-Mails automatisch.
  • Customer Journey Builder für komplexeste Automations-Workflows.

1 Funktionsumfang & Automation

30/32
Punkte
Mailchimp setzt den Maßstab beim Funktionsumfang: Der Drag-and-Drop-Editor ist der modernste im Test, mit KI-gestützter Content-Generierung, dynamischen Inhalten und einem Brand Kit, das automatisch Farben, Fonts und Logo übernimmt. Über 100 designte Templates stehen zur Verfügung, plus ein Template-Builder für eigene Designs. Der Customer Journey Builder ist die ausgereifteste Automation-Lösung im Test: Komplexe Verzweigungen, A/B-Splits innerhalb von Workflows, SMS-Integration und Website-Tracking ermöglichen Kampagnen, die automatisch auf das Verhalten jedes Kontakts reagieren. Predictive Segmentation nutzt KI, um die kaufwahrscheinlichsten Kontakte zu identifizieren. A/B-Testing ist umfassend: Betreffzeilen, Inhalte, Sendezeit und sogar vollständige Workflows können getestet werden. Send Time Optimization wählt automatisch den optimalen Versandzeitpunkt für jeden einzelnen Empfänger. **Punktevergabe (30/32):** Umfangreichster Funktionsumfang mit KI-Features und bestem Editor. Minimaler Abzug, weil einige KI-Features noch im Beta-Stadium sind und gelegentlich inkonsistente Ergebnisse liefern.

2 Zustellbarkeit & E-Mail-Infrastruktur

16/18
Punkte
Mailchimp verfügt über eine der etabliertesten E-Mail-Infrastrukturen weltweit: Die Zustellrate liegt bei konstant 95% – ein exzellenter Wert. SPF, DKIM und DMARC sind vollständig unterstützt, und Mailchimps eigene Compliance-Abteilung überwacht aktiv die Reputation der Shared-IP-Pools. Dedizierte IP-Adressen sind ab dem Standard-Tarif verfügbar (ab $20/Monat extra). Die Warmup-Funktion baut die Reputation neuer IPs schrittweise auf. Mandrill (Mailchimps Transaktions-E-Mail-Service) ist als Add-on verfügbar. Die Content Optimizer hat eine versteckte Stärke: Er analysiert den E-Mail-Inhalt vor dem Versand und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Zustellbarkeit – etwa das Vermeiden bestimmter Spam-Trigger-Wörter oder die optimale Text-zu-Bild-Ratio. **Punktevergabe (16/18):** Hervorragende Zustellinfrastruktur mit proaktiver Reputationsüberwachung. Leichter Abzug, weil dedizierte IPs extra kosten.

3 DSGVO & Datenschutz

8/16
Punkte
Hier liegt Mailchimps größte Schwäche für den DACH-Raum: Die Server stehen in den USA. Seit dem Schrems-II-Urteil und dem EU-US Data Privacy Framework gibt es zwar eine rechtliche Grundlage für den Datentransfer, die langfristige Stabilität dieser Regelung ist jedoch umstritten. Mailchimp bietet Standard-Vertragsklauseln (SCC) und einen DPA (Data Processing Agreement) an. Double-Opt-in ist konfigurierbar, aber nicht standardmäßig aktiviert – eine potenzielle Falle für deutsche Nutzer, die vergessen, die Einstellung zu ändern. Die Abmeldefunktion entspricht den gesetzlichen Anforderungen, aber automatische Impressumspflicht-Vorlagen für den deutschen Markt fehlen. Für Unternehmen in regulierten Branchen (Finanzen, Gesundheit) oder solche, die maximale DSGVO-Sicherheit anstreben, ist Mailchimp aufgrund des US-Serverstandorts ein Risikofaktor. CleverReach oder rapidmail sind hier die sichereren Alternativen. **Punktevergabe (8/16):** DPA vorhanden und EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage. Deutliche Abzüge für US-Server, fehlendes Standard-Double-Opt-in und keine deutschen Impressums-Vorlagen.

4 Integrationen & Benutzerfreundlichkeit

18/20
Punkte
Bei Integrationen ist Mailchimp unerreicht: Über 300 native Integrationen umfassen praktisch jedes CRM, jeden Shop, jedes CMS und jede Analyse-Plattform. Shopify, WooCommerce, Magento, WordPress, Salesforce, HubSpot, Google Analytics, Facebook Ads – alles nahtlos verbunden. Die API ist die bestdokumentierte der Branche. Die Benutzeroberfläche ist auf Deutsch verfügbar und modern gestaltet. Die Lernkurve ist moderat: Grundfunktionen sind intuitiv, die fortgeschrittenen Features (Customer Journeys, Predictive Analytics) erfordern aber Einarbeitung. Tutorials und die Mailchimp Academy helfen beim Lernen. Das Reporting ist das umfangreichste im Test: Echtzeit-Dashboards, Revenue-Attribution, Comparative Reports, Subscriber Engagement Scores und Social Media Performance – alles visualisiert in übersichtlichen Charts. **Punktevergabe (18/20):** Unerreichte Integrationsvielfalt mit 300+ Partnern und bestem Reporting. Minimaler Abzug für die Einarbeitungszeit bei fortgeschrittenen Features.

5 Preis & Tarife

8/14
Punkte
Mailchimps Preismodell basiert auf Kontaktanzahl und wird bei großen Listen teuer: Der Free-Tarif erlaubt 500 Kontakte und 1.000 E-Mails/Monat (mit Mailchimp-Branding). Der Essentials-Tarif startet bei $13/Monat (500 Kontakte), Standard bei $20/Monat und Premium bei $350/Monat. Für 5.000 Kontakte zahlt man im Standard-Tarif bereits $75/Monat – das ist fast viermal so teuer wie Brevo (18€/Monat) für vergleichbaren Funktionsumfang. Bei 50.000 Kontakten explodieren die Kosten auf über $350/Monat, während Brevo bei unter 30€ bleibt. Mailchimp rechtfertigt die Preise mit dem umfangreichsten Feature-Set, den meisten Integrationen und den KI-Tools. Für kleine Unternehmen mit bis zu 2.000 Kontakten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis akzeptabel; für wachsende Listen wird Mailchimp schnell zum teuersten Tool im Vergleich. **Punktevergabe (8/14):** Solider Free-Tier und umfangreiche Features. Deutlicher Abzug für die hohen Kosten bei wachsenden Listen und komplexe, schwer vergleichbare Preisstruktur.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • 300+ native Integrationen – unerreicht
  • KI-gestützter Content Optimizer
  • Modernster Editor mit Brand Kit
  • Customer Journey Builder
  • Umfangreichstes Reporting
  • Bestdokumentierte API der Branche

Nachteile

  • US-Server: DSGVO-Risiko
  • Teuer bei >2.000 Kontakten
  • Double-Opt-in nicht Standard
  • Keine deutschen Impressums-Vorlagen

Fazit: Mailchimp im Test

80/100
Gut (2,0)

Mailchimp ist mit 80 von 100 Punkten der Funktions-Champion – aber kein DSGVO-Champion. Die 300+ Integrationen, der KI-Editor und das Reporting sind unübertroffen. Für deutsche Unternehmen, die Wert auf Datenschutz legen, empfehlen wir CleverReach oder rapidmail als sichere Alternativen.

Wie sind deine Erfahrungen mit Mailchimp? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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