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ExpressVPN im Test 2026

Wie gut ist ExpressVPN wirklich?

85/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-15
85/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

ExpressVPN gehört seit über 15 Jahren zu den renommiertesten VPN-Anbietern der Welt. Das Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln (BVI) – einem Territorium ohne Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung – hat mit der TrustedServer-Technologie und dem hauseigenen Lightway-Protokoll technologische Maßstäbe gesetzt. Seit der Übernahme durch Kape Technologies im Jahr 2022 gibt es allerdings auch Diskussionen über mögliche Interessenkonflikte. In unserem 100-Punkte-Test prüfen wir, ob ExpressVPN seinen Premium-Preis wirklich wert ist.

Die Highlights unseres ExpressVPN Tests

  • ExpressVPN erreicht im Test starke 85/100 Punkte – Premium-Qualität.
  • TrustedServer-Technologie: Alle Server laufen ausschließlich auf RAM.
  • Lightway-Protokoll mit Open-Source-Code für maximale Transparenz.
  • Entsperrt Netflix in über 20 Ländern, Disney+, Hulu, BBC iPlayer.

1 Sicherheit & Datenschutz

27/30
Punkte
ExpressVPN verwendet AES-256-Verschlüsselung in Kombination mit dem hauseigenen Lightway-Protokoll, das als Open Source auf GitHub veröffentlicht und von der Sicherheitsfirma Cure53 auditiert wurde. Zusätzlich stehen OpenVPN und IKEv2 als bewährte Alternativen zur Verfügung. Das Lightway-Protokoll basiert auf wolfSSL und ist schlanker als WireGuard, was zu schnelleren Verbindungsaufbauzeiten führt. Die TrustedServer-Technologie ist das Herzstück der Sicherheitsarchitektur: Jeder Server läuft ausschließlich im RAM, ohne jegliche Festplatten. Bei jedem Neustart wird das gesamte Betriebssystem von einem zentralen, read-only Image neu geladen. Diese Architektur wurde von PricewaterhouseCoopers und Cure53 unabhängig auditiert. Der Firmensitz auf den Britischen Jungferninseln bietet starken rechtlichen Schutz – es gibt keine Pflicht zur Datenspeicherung und keine Auslieferungsabkommen. In der Praxis wurde ExpressVPNs No-Logs-Politik 2017 nachweislich bestätigt, als die türkischen Behörden nach einem hochrangigen Kriminalfall versuchten, Daten zu beschlagnahmen – der Server enthielt keinerlei nutzbare Informationen. **Punktevergabe (27/30):** Erstklassige Sicherheit mit auditierter Infrastruktur und bewiesener No-Logs-Politik. Abzug für die kontrovers diskutierte Übernahme durch Kape Technologies, die Fragen zur langfristigen Unabhängigkeit aufwirft.

2 Geschwindigkeit & Leistung

17/20
Punkte
Mit dem Lightway-Protokoll liefert ExpressVPN beeindruckende Geschwindigkeiten: In unseren Tests mit einer 500 Mbit/s-Leitung erreichten europäische Server durchschnittlich 445 Mbit/s (89% der Originalgeschwindigkeit). Der Verbindungsaufbau mit Lightway dauert unter einer Sekunde – deutlich schneller als bei OpenVPN. Die Streaming-Performance ist eine der großen Stärken: Netflix funktioniert zuverlässig in über 20 Ländern, einschließlich der schwer zu entsperrenden Netflix Japan und Netflix Australien. Disney+, Hulu, BBC iPlayer, Amazon Prime Video und DAZN werden ebenfalls unterstützt. 4K-Streaming läuft auf den meisten Servern ohne erkennbare Qualitätseinbußen. Bei transatlantischen Verbindungen fällt die Geschwindigkeit auf erwartbare 320-350 Mbit/s – immer noch mehr als ausreichend für alle Anwendungen. Die Latenz liegt mit 10-15ms Overhead auf europäischen Servern im guten Bereich, für kompetitives Gaming aber nicht ganz optimal. **Punktevergabe (17/20):** Sehr gute Geschwindigkeiten und hervorragende Streaming-Entsperrung. Leichter Abzug gegenüber NordVPN bei der Rohgeschwindigkeit und der etwas höheren Latenz.

3 Server & Standorte

15/18
Punkte
ExpressVPN betreibt Server in 105 Ländern – eine der besten Abdeckungen in der Branche. In über 20 Ländern setzt der Anbieter auf physische Server, in den übrigen auf virtuelle Standorte mit zugewiesenen IP-Adressen. Diese virtuellen Standorte sind transparent auf der Website dokumentiert. Bei den Spezialservern ist ExpressVPN minimalistischer als NordVPN: Es gibt keine dedizierten Double VPN oder Onion Over VPN Server. Dafür sind alle Server automatisch für P2P optimiert und es gibt Obfuscated-Server-Funktionalität über das OpenVPN-Protokoll für Regionen mit VPN-Blockierung wie China und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Gesamtzahl der Server liegt mit etwa 3.000 unter dem Niveau von NordVPN oder CyberGhost, allerdings setzt ExpressVPN auf hochwertige Bare-Metal-Server mit 10-Gbit/s-Anbindung statt auf Masse. **Punktevergabe (15/18):** Exzellente Länderabdeckung mit 105 Ländern, aber weniger Server insgesamt und weniger Spezialserver-Typen als die Konkurrenz.

4 Funktionen & Benutzerfreundlichkeit

16/20
Punkte
ExpressVPN bietet Apps für alle gängigen Plattformen: Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Chromebook, Amazon Fire TV sowie Router-Firmware (Aircove). Die Apps sind elegant gestaltet und extrem nutzerfreundlich – ein großer „Ein"-Button und ein Standort-Dropdown reichen für die meisten Nutzer völlig aus. Seit 2023 sind 8 gleichzeitige Geräteverbindungen möglich (früher nur 5), was für Einzelpersonen und kleine Haushalte ausreichend ist. Split-Tunneling ist auf Windows, macOS und Android verfügbar, auf iOS hingegen nicht. Der Threat Manager blockiert Tracker und schädliche Websites, ist aber weniger umfangreich als NordVPNs Threat Protection. Der Kundenservice ist rund um die Uhr per Live-Chat und E-Mail erreichbar. In unseren Tests war die Qualität der Antworten durchgehend hoch, allerdings primär auf Englisch. Die umfangreiche Wissensdatenbank mit Setup-Anleitungen für jedes erdenkliche Gerät ist vorbildlich. **Punktevergabe (16/20):** Hervorragende Benutzerfreundlichkeit und 24/7-Support. Abzüge für die Begrenzung auf 8 Geräte, fehlendes Split-Tunneling auf iOS und den eingeschränkten Threat Manager.

5 Preis & Tarife

10/12
Punkte
ExpressVPN ist der teuerste VPN-Anbieter in unserem Vergleich: Der Monatstarif kostet 12,95€, das 6-Monats-Abo 9,99€/Monat und das 1-Jahres-Abo 6,67€/Monat (mit 3 Gratismonaten). Ein 2-Jahres-Abo gibt es nicht – das bedeutet, dass ExpressVPN selbst im günstigsten Tarif doppelt so teuer ist wie Surfshark oder CyberGhost. Dafür bietet ExpressVPN eine vorbehaltlose 30-Tage-Geld-zurück-Garantie und akzeptiert Bitcoin für anonyme Zahlungen. Einen kostenlosen Tarif oder eine Testversion gibt es nicht. Die Frage ist: Rechtfertigt ExpressVPN seinen Premium-Preis? Für Nutzer, die maximale Zuverlässigkeit bei der Streaming-Entsperrung, erstklassige Apps und bewährte Sicherheit suchen, durchaus. Für preisbewusste Nutzer gibt es mit NordVPN oder Surfshark jedoch günstigere Alternativen mit vergleichbarer Qualität. **Punktevergabe (10/12):** Solide 30-Tage-Garantie und Bitcoin-Zahlungen. Deutlicher Abzug für den höchsten Preis am Markt und das fehlende 2-Jahres-Abo.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • TrustedServer: Jeder Server läuft nur auf RAM
  • Lightway: Open-Source-Protokoll mit Cure53-Audit
  • Streaming-Entsperrung in 20+ Ländern
  • No-Logs in der Praxis bewiesen (Türkei-Fall 2017)
  • Exzellente, intuitive Apps auf allen Plattformen

Nachteile

  • Höchster Preis aller getesteten Anbieter
  • Übernahme durch Kape Technologies umstritten
  • Nur 8 gleichzeitige Geräte
  • Weniger Spezialserver als NordVPN

Fazit: ExpressVPN im Test

85/100
Sehr gut (1,5)

ExpressVPN verdient mit 85 von 100 Punkten seinen Premium-Status. Die Kombination aus bewiesener Sicherheit, herausragenden Apps und zuverlässiger Streaming-Entsperrung ist erstklassig. Der hohe Preis ist der einzige echte Nachteil – wer bereit ist, mehr zu zahlen, bekommt dafür einen der ausgereiftesten VPN-Dienste am Markt.

Wie sind deine Erfahrungen mit ExpressVPN? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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