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Bling Card im Test 2026

Wie gut ist Bling Card wirklich?

72/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-08
72/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

Die Bling Card hat sich seit ihrer Markteinführung 2021 als eine der beliebtesten Prepaid-Karten für Kinder in Deutschland etabliert. Das Berliner FinTech setzt auf eine Kombination aus physischer Mastercard und pädagogischer App, die Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beibringen soll. In unserem ausführlichen Test bewerten wir die Bling Card nach unserer transparenten Methodik in acht Kategorien – angepasst an die besonderen Anforderungen von Kinderkonten und Prepaid-Lösungen.

Die Highlights unseres Bling Card Tests

  • Bling Card erreicht im Test 72/100 Punkte – bestes Finanzbildungs-Angebot für Kinder.
  • Pädagogisches Aufgaben- und Belohnungssystem motiviert Kinder zum eigenständigen Sparen.
  • Eltern behalten volle Kontrolle: Echtzeit-Benachrichtigungen, Limits und Sofort-Sperre.
  • Mastercard-Akzeptanz weltweit – online und im Laden, mit Apple Pay & Google Pay.

1 Kosten & Tarifmodell

10/20
Punkte
Die Bling Card ist ein kostenpflichtiges Abo-Produkt und damit ein klarer Unterschied zu kostenlosen Kinder-Girokonten bei DKB oder comdirect. Der günstigste Tarif „Bling Lite" kostet 2,99 € pro Monat im Jahresabo (35,88 € jährlich) oder 3,99 € bei monatlicher Zahlung. Darin enthalten sind die physische Prepaid-Karte, beide Apps, SEPA-Aufladung und grundlegende Sparfunktionen. Wer mehr Features möchte, greift zum „Bling Plus" für 4,99 €/Monat (Jahresabo) mit über 100 Kartenmotiven, erweiterten Spartools und einem Familienplaner. Das Premium-Paket „Bling Max" schlägt mit 8,25 €/Monat (Jahresabo) zu Buche, bietet dafür aber kostenlose Ersatzkarten, Live-Nachhilfe und exklusive Designs. Zusätzliche Kosten können für Aufladungen per Kreditkarte (1,65 % ab der zweiten monatlichen Aufladung) und Ersatzkarten (9,99 € bei Lite und Plus) anfallen. Im Vergleich zu komplett kostenlosen Alternativen wie dem DKB u18 oder VIMpay Young ist das Bling-Abo ein Kostenfaktor. Allerdings bietet kein kostenloser Anbieter vergleichbare Finanzbildungs-Features. Die Frage lautet also: Ist die Finanzerziehung 3-8 € im Monat wert? **Punktevergabe (10/20):** Das kostenpflichtige Abo-Modell ohne Gratis-Alternative verhindert eine höhere Bewertung. Für Familien mit mehreren Kindern summieren sich die Kosten schnell. Die erste SEPA-Aufladung pro Monat ist kostenlos, was positiv ist.

2 Kartenangebot & Akzeptanz

11/15
Punkte
Die Bling Card ist eine physische Mastercard Prepaid-Karte, die weltweit an über 100 Millionen Akzeptanzstellen eingesetzt werden kann – online wie offline. Das ist ein großer Vorteil gegenüber reinen Girokarten, die im Ausland oft nicht funktionieren. Kontaktloses Bezahlen (NFC) ist selbstverständlich integriert, und auch Apple Pay sowie Google Pay werden unterstützt. Ein besonderes Highlight für Kinder: Ab dem Plus-Tarif stehen über 100 Kartenmotive zur Auswahl, darunter lizenzierte Designs von Warner Bros. (Harry Potter, Batman, DC Comics). Das macht die Karte zum persönlichen Accessoire und steigert die Identifikation der Kinder mit „ihrer" Karte – ein cleverer pädagogischer Kniff. Auf der anderen Seite ist die Bling Card eine reine Prepaid-Karte ohne eigene IBAN. Das bedeutet: Überweisungen an das Kind (z.B. von Großeltern) sind nur über die Eltern-App möglich, nicht per klassischer Banküberweisung. Für ältere Jugendliche, die bereits ein vollwertiges Konto mit IBAN benötigen, ist das ein Nachteil. **Punktevergabe (11/15):** Die Mastercard-Akzeptanz weltweit und NFC/Mobile Payment sind top. Die fehlende IBAN und die Abhängigkeit von der Eltern-App für Einzahlungen kosten Punkte. Die personalisierbaren Designs sind ein netter Bonus.

3 Finanzbildung & Pädagogik

14/15
Punkte
Hier liegt die absolute Stärke der Bling Card – und der Hauptgrund, warum Eltern sich trotz monatlicher Kosten für Bling entscheiden. Das Aufgaben-System ermöglicht es Eltern, Haushaltsaufgaben oder Lernziele festzulegen. Erledigt das Kind eine Aufgabe, wird die Belohnung automatisch auf die Karte gebucht. So lernen Kinder: Geld muss verdient werden. Die Kinder-App zeigt den aktuellen Kontostand kindgerecht an und bietet „Spartöpfe" (digitale Sparschweine) für konkrete Ziele – sei es ein neues Spiel, ein Smartphone oder der nächste Ausflug. Kinder sehen in Echtzeit, wie viel sie bereits gespart haben und wie viel noch fehlt. Das Fortschrittsbalken-System motiviert zum Weitersparen. Im Plus- und Max-Tarif gibt es erweiterte Features wie den „Sparbäume"-Modus, bei dem ein virtueller Baum wächst, je mehr das Kind spart. Besonders die jüngere Zielgruppe (7-12 Jahre) spricht darauf hervorragend an. Kein anderer Kinderkonto-Anbieter in Deutschland bietet eine vergleichbar durchdachte Kombination aus Gamification und Finanzerziehung. **Punktevergabe (14/15):** Fast die volle Punktzahl – das Finanzbildungskonzept ist marktführend in Deutschland. Nur der Umstand, dass einige der besten Features (Sparbäume, erweiterte Spartools) hinter den teureren Tarifen stecken, verhindert die perfekte Wertung.

4 App & Bedienung

12/15
Punkte
Bling setzt auf ein Zwei-App-System: Die Kinder-App und die Eltern-App. Beide Apps sind modern gestaltet, intuitiv bedienbar und erhalten regelmäßige Updates. Die Kinder-App zeigt den Kontostand, vergangene Ausgaben und die Spartöpfe in einem kindgerechten, bunten Design an. Die Eltern-App bietet detaillierte Ausgabenauswertungen, Limit-Einstellungen und den Aufgaben-Manager. Die App-Bewertungen bestätigen die Qualität: Im Apple App Store erreicht die Bling-App 4,7 Sterne (über 10.000 Bewertungen), im Google Play Store sind es 4,5 Sterne. Damit gehört Bling zu den am besten bewerteten Finanzbildungs-Apps in Deutschland. Die Einrichtung dauert weniger als 10 Minuten: App herunterladen, Kind registrieren, Karte bestellen. Die virtuelle Karte ist sofort einsatzbereit für Apple Pay und Google Pay – die physische Karte wird innerhalb von 5-7 Werktagen per Post zugestellt. Ein kleiner Kritikpunkt: Die App bietet kein Multibanking, d.h. man kann keine externen Konten einbinden. **Punktevergabe (12/15):** Hervorragende App-Bewertungen und ein durchdachtes UX-Konzept für beide Zielgruppen (Kinder und Eltern). Die schnelle Einrichtung und die virtuelle Sofortkarte sind Pluspunkte. Abzug für fehlendes Multibanking und die Zwei-App-Pflicht.

5 Sicherheit & Elternkontrolle

13/15
Punkte
Die Sicherheitsarchitektur der Bling Card ist auf das Prepaid-Prinzip aufgebaut: Es kann nur ausgegeben werden, was zuvor aufgeladen wurde. Eine Verschuldung ist damit physisch unmöglich – das wichtigste Sicherheitsmerkmal für ein Kinderprodukt. Darüber hinaus bietet die Eltern-App umfangreiche Kontrollmöglichkeiten: Ausgabelimits pro Tag/Woche/Monat, sofortige Kartensperre per Knopfdruck, Echtzeit-Push-Benachrichtigungen bei jeder Transaktion, und der innovative „Abo-Schutz", der verhindert, dass Abonnements oder wiederkehrende Abbuchungen ohne Elternfreigabe durchgehen. Die Karte wird von Treezor herausgegeben, einer Tochtergesellschaft der französischen Großbank Société Générale. Die Kundengelder sind als E-Geld klassifiziert und werden getrennt vom Unternehmensvermögen bei der Société Générale verwahrt. Da es sich nicht um ein klassisches Bankkonto handelt, greift die deutsche Einlagensicherung nicht – das ist bei allen Prepaid-Anbietern der Fall und kein spezifischer Nachteil von Bling. **Punktevergabe (13/15):** Vorbildliche Sicherheitsfeatures für ein Kinderprodukt. Prepaid-Schutz, Echtzeit-Kontrolle und Abo-Schutz setzen Maßstäbe. Der einzige Abzug: Keine klassische Einlagensicherung (E-Geld-Regulierung statt Bankeinlage).

6 Bargeld & Zahlungsverkehr

5/10
Punkte
Beim Thema Bargeld zeigt die Bling Card Schwächen. Zwar können Kinder mit der Mastercard an Geldautomaten weltweit Bargeld abheben, die erste Abhebung pro Monat ist für Eltern kostenlos – danach fallen jedoch saftige 4,99 € pro Abhebung an. Das ist deutlich teurer als bei Bankkonto-Lösungen wie der DKB (kostenlos) oder comdirect (Cash Group). Im Zahlungsverkehr überzeugt Bling hingegen: Europa-weite Zahlungen in Euro sind problemlos möglich, kontaktloses Bezahlen mit NFC funktioniert an jedem modernen Terminal. Bei Zahlungen in Fremdwährung fällt ein Zuschlag von 2 % an – marktüblich für Prepaid-Karten, aber teurer als bei Revolut Junior (0 %). Das Aufladen der Karte erfolgt primär per SEPA-Überweisung (die erste pro Monat kostenlos) oder per Kreditkarte (1,65 % Gebühr ab der zweiten Aufladung). Ein Dauerauftrag für das wöchentliche Taschengeld lässt sich einfach einrichten. Echtzeitüberweisungen werden nicht unterstützt. **Punktevergabe (5/10):** Die hohen Bargeldgebühren (4,99 €/Abhebung) und der Fremdwährungszuschlag (2 %) sind die größten Schwächen im Test. Für ein Produkt, das Kindern den Umgang mit Geld beibringen soll, ist der teure Bargeldzugang paradox.

7 Kundenservice

4/5
Punkte
Der Kundenservice von Bling ist primär digital aufgestellt. Über die App und per E-Mail (support@bling.de) erreichen Kunden das Team aus Berlin. Die Reaktionszeiten sind in der Regel akzeptabel (24-48 Stunden), ein telefonischer Support ist jedoch nicht standardmäßig verfügbar. Für Max-Tarif-Kunden gibt es priorisierten Support. Positiv hervorzuheben ist das umfangreiche Help Center auf der Bling-Website mit FAQ, Einrichtungs-Anleitungen und Video-Tutorials. Gerade für technik-affine Eltern ist die Selbsthilfe-Dokumentation eines der besten im Kinderkonto-Segment. Einen 24/7-Notfall-Support oder einen Live-Chat gibt es aktuell nicht. Bling veranstaltet zudem regelmäßig Webinare und veröffentlicht Blog-Artikel zum Thema Finanzerziehung – ein Engagement, das über das reine Produkt hinausgeht und die Mission des Unternehmens unterstreicht. **Punktevergabe (4/5):** Solider digitaler Support mit gutem Help Center, aber kein telefonischer Service und kein Live-Chat. Für ein Kinder-Produkt wäre eine telefonische Notfall-Hotline wünschenswert (z.B. bei Kartenverlust).

8 Extras & Besonderheiten

3/5
Punkte
Bling bietet einige Extras, die kein anderer Kinderkonto-Anbieter in dieser Form hat. Der „Familienplaner" im Plus- und Max-Tarif ermöglicht es, Aufgaben und Belohnungen für mehrere Kinder zentral zu verwalten – ideal für Familien mit 2–3 Kindern. Die Kartengestaltung mit über 100 Motiven (ab Plus) inklusive lizenzierter Warner Bros.-Designs ist besonders bei jüngeren Kindern ein Hit. Eine Harry-Potter- oder Batman-Karte macht das Thema Geld greifbar und cool – ein unterschätzter pädagogischer Faktor. Im Max-Tarif sind zusätzlich Live-Nachhilfe-Sessions enthalten, die über den reinen Finanzbereich hinausgehen. Ob das zum Kernprodukt einer Prepaid-Karte passt, ist Geschmackssache – es zeigt aber den Ambitionen des Unternehmens, eine ganzheitliche Lösung für Familien zu bieten. **Punktevergabe (3/5):** Nette Extras wie personalisierte Designs und Familienplaner. Die Live-Nachhilfe im Max-Tarif ist ein ungewöhnliches Feature, das den Rahmen einer Finanzkarte etwas sprengt. Abzug dafür, dass die besten Extras hinter den teureren Tarifen stecken.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Marktführende Finanzbildungs-Features für Kinder
  • Durchdachtes Aufgaben- und Belohnungssystem
  • Echtzeit-Elternkontrolle mit Push-Benachrichtigungen
  • Mastercard-Akzeptanz weltweit (online & offline)
  • Apple Pay & Google Pay sofort nutzbar
  • Innovativer Abo-Schutz gegen ungewollte Abbuchungen

Nachteile

  • Keine kostenlose Basisversion verfügbar
  • Kein eigenes Bankkonto (keine IBAN)
  • Bargeldabhebungen ab der 2. Abhebung teuer (4,99€)
  • 2% Fremdwährungsgebühr bei Nicht-Euro-Zahlungen
  • Ersatzkarte kostet 9,99€ (außer im Max-Tarif)

Fazit: Bling Card im Test

72/100
Gut (2,3)

Die Bling Card erreicht 72 von 100 Punkten und ist damit die klare Nummer 1 für Familien, die ihren Kindern spielerisch den Umgang mit Geld beibringen möchten. Kein anderer Anbieter in Deutschland bietet eine vergleichbare Kombination aus Finanzbildung, Elternkontrolle und moderner Kartennutzung. Der Preis dafür: Das ist nicht kostenlos. Ab 2,99€/Monat ist Bling ein Investment in die finanzielle Bildung Ihres Kindes – ob sich das lohnt, muss jede Familie selbst entscheiden. Wer ein kostenloses Konto mit IBAN sucht, ist bei DKB u18 oder comdirect JuniorGiro besser aufgehoben. Wer aber Finanzbildung in den Vordergrund stellt, findet bei Bling das beste Produkt am Markt.

Wie sind deine Erfahrungen mit Bling Card? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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